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Coveragemapper – Netzabdeckung per Crowdsourcing

Veröffentlicht durch am 3. October 2011.

Man kennt das ja: Die Mobiltelefonnetzbetreiber bieten zwar oft schöne Karten ihrer Netzabdeckung an, meistens sind diese aber jedoch etwas “beschönigt” oder veraltet. Scott Kennedy hatte da die Idee, eigene Karten zu erstellen, ähnlich wie dies Openstreetmap tut.

Dazu hat er einerseits eine kleine Android App geschrieben, die man auf sein Androidofon aus dem Market installieren kann. Ich hab zum Spielen vor einiger Zeit mal ein ZTE Blade gekauft. In der Schweiz gibts das an den Valora Kiosken für Fr. 100.–. Zwar mit Netlock, aber der ist schnell entfernt, und dann ein Cyanogenmod installiert.

Aber zurück zum Coverage Mapper. Die App misst die Stärke des Mobilfunksignals und speichert sie zusammen mit den GPS-Koordinaten ab. Die so erzeugten Datenpunkte können dann später hochgeladen werden, z.B. wenn man wieder am heimischen WLAN angedockt hat. Soweit nichts Spezielles, die App funktioniert zuverlässig und braucht fast keine CPU. Leider hat Android eine Unschönheit (eine von Vielen…), nämlich dass die Signalstärke nicht aktualisiert wird, wenn das Display, also das Licht, ausgeschaltet ist. Coverage Mapper lässt darum das Display angeschaltet. Man kann es zwar schwarz stellen, um ein Wenig Strom zu sparen, und um versehentliches Tippen zu verhindern, es empfiehlt sich aber trotzdem, Coverage Mapper eher im Auto am Ladegerät laufen zu haben. Bleibt zu hoffen, dass dieser Androidbug in zukünftigen Versionen behoben wird.

Der zweite Teil ist dann die Webseite von Coverage Mapper. Nebst einem Forum für Fragen etc. gibt es hier natürlich die Karten sortierbar nach Land, Netzbetreiber und anzahl bereits hochgeladener Datenpunkte. Die Karten werden üblicherweise alle zwei Stunden neu generiert, so dass man nicht sehr lange warten muss, bis die eigenen Mappings auch darauf erscheinen. Laut Aussage von Scott Kennedy gäbe es bei der Generierung der Karten eine Gewichtung nach Alter der Datenpunkte. Das bedeutet, wenn vor sechs Monaten noch kein Mobilfunkempfang war an einer bestimmten Stelle, dort aber heute nun 100 % Signalstärke gemessen wurde, dann wird nicht einfach der Durchschnitt berechnet, sondern die neue Messung hat logischerweise eine viel höhere Relevanz. Daher ist es auch egal und sogar wünschenswert, bereits gemappte Orte und Strassen erneut zu mappen.

Die generierten Datenpunkte enthielten nebst dem Code des Netzbetreibers (z.B. Swisscom 228-01), GPS-Koordinaten, Zeit und Telefonmodell kein weiteren Daten und seien komplett anonym. Man kann aber ein Tagging einschalten, damit die Daten dem Google-Account zugewiesen werden können. Dies ist freiwillig, könnte aber dann interessant werden für Hiscore-Listen oder so. Falls man dabei immer noch Bedenken hat, ist aber vermutlich ein Android-Telefon sowieso nicht das Richtige.

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Und es ist doch ein Blog. Jetzt jedenfalls. ;-)