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Portale und andere Peinlichkeiten
Veröffentlicht durch Raffzahn am Freitag 27. August 2004, 22:59
Aus der wort-zum-samstag Abteilung
Braindump Ist das eigentlich überall so, daß mit fortschreitender Internetisierung die Angebote immer schlechter werden? Da will ich einfach nur Informationen über die Münchner Stadtbüchereien. Wo suchen, wenn nicht auf Muenchen.de? Ergebnis: ich weiss jetzt was über Schwule und Lesben in Müchen (*1), daß die Stadt Parship als Partnervermittlung empfiehlt und vor allem, daß man für Maßkrugdiebstahl (*2) schonmal 25 Tage in Stadelheim einsitzen kann

Irgendwie passt das ja schön in die Reihe über 'Experten' und deren Ahnung in der Praxis (3,4).

Angefangen hat es damit, daß ich gegenüber einem Freund in Amerika geprahlt habe wie gut doch das öffentliche Wesen in Old Europe noch funkioniert. Da wollte ich noch nebenbei die Zahl der Stadtbüchereien in München ablassen ... Und dann da. Na gut, wenn die reichlich versteckt angebrachten Menüs alles andere als hilfreich sind, dann probiert man es mal mit der Suchfunktion - erstmal finden vor lachen. Zwischen all den Buttons, die eigentlich nur Links sind (5,6,7), ist da garnicht so einfach, doch, da, recht versteckt, ein winziges Eingabefeld mit einem noch viel kleinerem Grau in Grau gestalteten Ausfüren-Knopf. Also 'Bücherei' eingegeben - nix, d.h. eine Liste mit verschiedenen PDFs, aber kein brauchbarer Link ... na ja, vieleicht Stadtbücherei - nix ... dann Stadtteilbücherei ... immernochnixsackelzement. Inzwischen schon langsamm richtig sauer schau ich auch mal über die Zeile SUCHERGEBNISSE (*8). Und ja, da in dem Bereich wo normalerweise das Blah und irgendwelche Werbung steht (*9), liest man neben einem Bild (*10) dann Muenchen.de empfiehlt: Münchens Bibliotheken Informationen, Adressen, Öffnungszeiten. Wer kommt denn auf so etwas? (*11)

Jetzt standen zwischen mir und den Informationen nur noch eine weitere Seite mit Übersichtsinfo und einem winzig keinen, kaum zu sehenden weiter-link unter einer der (Post-)Adressen (*12). Aber auf Muenchner-Stadtbibliothek.de schaut's auch nicht besser aus. Will man so etwas einfaches wie die Zahl der Büchereien, oder der Stops der Bücherbusse erfahren geht das Gesuche wieder los. Scheinbar logische Folgen wie Service & Information -> Unser Angebot für sie führt zu Lernen Sie Ihre Bibliothek kennen!, wo dann Kurse zur 'Informationskompetenz' angeboten werden.

Gefunden hab ich's dann unter Bibliotheken & Archive -> Fahrbibliotheken, wobei, zuerst sah es auch eher aus wie ein Fehlschlag, kommt doch ein netter Text, der etwas zu den Bücherbussen erzählt, aber nix von den Haltestellen oder so. Aber halt, da ist ja ein kleiner Link: 75 Schulen, vieleicht führt der weiter. Und ja, es kommt eine Liste der Haltestellen der 'Junior-Busse'. Und die normalen ... Ja jetzt wird es offensichtlich, diese kleinen hellgrauen Txte am linken Rand wechseln die Farbe von Hellgrau zu Graurot! Ein Menü wurde gefunden! Warum dann da aber Routenplan und nicht einfach Haltestellen/Standorte steht ist wohl nur dem Spezialisten eingängig (*13).

Hier wurde wieder mehr wehrt auf Java und Klickibunti (oder besser Klickigraui) gelegt, als darauf die zweifelsohne vorhandenen Informationen auch auffindbar zu gestalten. Von Sehbehinderten ganz abgesehen, Java, die (über)gemäßigte kleinschreibung, und die winzige Schrift (Mittelgrau auf einem Hellgrau/Weis gemusterten Hintergrund (*14)), sind sichere Kandidaten, dafür zu sorgen daß Suchende die Seiten schnell wieder (frustriert) verlassen. Es ist nunmal so, daß man, wenn man sucht und nicht findet, man nicht noch mehr Zeit verschwendet. Klar, wer zu den Stammkunden gehört, oder Zeit im Übermaß hat, der sucht auch weiter, der klickt den ganzen Site ab, aber die tun das auch bei egal welcher Struktur. Der der aber zum ersten mal da ist, vieleicht glatt weil er ein neuer Kunde werden will, der wird da ganz schnell von der Idee abgebracht vieleicht mal eine der Büchereien zu besuchen.

Auch das ist einer der Gründe warum ich mich über daß Thema so aufregen kann. Hab ich doch auch dafür gestimmt, daß die Anzahl der Büchereien nicht weiter verringert wird. Es ist letztendlich auch mein Steuergeld, das ich dafür verwendet sehen will ... Informationsseiten wie diese sorgen aber eher dafür daß sich die deprimierenden Statistiken, die den Niedergang der Büchereien vorhersagen, sich auch bestätigen.

Man sieht, auch wenn die Stadt auf Linux wechselt, und die Webseiten jetzt schon von Linux serviert werden, bedeutet das noch lange nicht, daß die Seiten auch vernüftig aufgebaut sind.

Ich schätze selbst die von XTaran bei Bluephod gefundene USB-Waage kann das nicht aufwiegen. Obwohl, endlich mal ein Geschenk, das der Geek seiner Freundin machen kann, wo beide Spaß mit haben, wird doch die Welt nicht nur dank SCO immer trauriger (*15), sondern auch GPL-Dogmenreiter (*16) tun ihren Teil dazu.

Wollen wir mal einen der letzten existientialistischen Philosophen von Heute das Schlußwort überlassen:

Ein kluger Mann hat mal gesagt, daß die Hölle die anderen sind, immer denke ich es kann nicht schlimmer kommen und dann ... Doppeloberriesenmist.

P.S.: Das letztwöchige WzS war übrigens der 7500ste Artikel auf Symlink! Ein kleines Jubiläum. Wer hätte sich das damals gedacht.

---

*1 - Ich wohne in der Au, nur einen Steinwurf weg vom Gärtnerplatz, da krieg ist das sowiso Live mit.

*2 - Wobei ich immer noch nicht verstehen kann wrum überhaupt jemand so einen depperten Eurokrug mitgehen lassen will.

*3 - Gleich mal vorneweg: Daß Muenchen.de jetzt mehr einem Komerzssite der möglichst-viele-Links-die-Geld-bringen Klasse entspricht ist nicht das Thema. Daß da die Ausrichtung völlig daneben ist, ist ja offensichtlich. Wenn man Muenchen.de eingibt, dann will man auch Infos von und über die Stadt, und nicht die Werbung derer, die am meisten Zahlen, selbst wenn das Produkt mit München genauso viel zu tun hat wie Fußpilz. Wen wundert'S bei (c) 2004 Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG. Ein Service der Landeshauptstadt München, der Stadtsparkasse München, der Stadtwerke München GmbH, der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern sowie der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Aber jetzt heisst es eh wieder, daß der Raffzahn nur sein textbasiertzes Web wieder haben will, aber wenn die Stadt sich schon wie eine Hure gebiert, warum dann auch nicht gleich die leeren Stellen auf Polizeiuniformen als Webeflächen vermieten, und in den Rotphasen der Ampeln Werbebotschaften per Laufband anzeigen? Nein, hier geht es nur mal um die wirklich mangelhafte Gestaltung, neudeutsch Jusabillitie.

*4 - Nett auch das Author-Metatag: "nicht entfernen - nichts hinsenden rudi.aarlt@ems.muenchen.de a-anna.nass@muenchen.de zzank.apfel@muenchen.de"

*5 - Und latürnich auch Links die Buttons sind.

*6 - Ein Freund hat mich dann darauf hingewiesen, daß Muenchen.de auch in der aktuellen c't (Heft 18/2004, S. 186 - Web-Design: Behindertengerecht gestalten) als Musterbeispiel genannt wird: 400 ineinanderverschachtelte Tabellen! Dafür ist der Moz dann aber richtig schnell beim darstellen.

*7 - Ach ja, genau, müßen nicht neue Sites bereits behindertengerecht sein, und alte bis 2006 umgestellt? Da ist das neue 'Portal' irgendwie kontraporduktiv.

*8 - Ist nicht ganz so schreierisch wie es aussieht, die Großbuschstaben werden durch ein freundliches Hellgrau abgemildert.

*9 - Wenn ein Site schon ein Werbeportal ist, oder zumindest so daherkommt (siehe *1), dann muß davon ausgegangen werden, daß das Leseverhalten auch so ist.

*10 - Wahrscheinlich soll es ein fröhlicher Ausleiher sein, der mit der Dame hinter dem Tresen scherzt, aber mir schien es in diesem Moment mehr wie ein wütender Wanninger, der gerade zwischen den Seiten umhergejagt wird, und besage Dame jetzt niedermacht.

*11 - Daß hierzulande jeder von Bücherei redet, die Stadt daß in 'Bibliothek' umbenennen muß ist auch so ein typischer Fall wo der Wunsch was 'Besseres' zu sein Blüten treibt.

*12 - Jetzt war überigens sichtbar, daß die Büchereien unter Rathaus -> Kulturreferat -> Bücher & Bildung -> Münchner Stadtbibliothek zu finden waren, gleich zwischen Monacensia und Volkshochschule.

*13 - Als Trambahnfähn ist mir natürlich klar, daß die Verkehrsbetriebe, die die Busse betreuen von einem Routenplan reden, aber der ist normalerweise nach Strecke und Zeit sortiert, auf der Seite sind aber (sinnvollerweise) die Haltestellen in alphabetischer Reihenfolge, nach Stadtteil gelistet.

*14 - Ich hab, glaub ich, schon mal gesagt, daß ich CSS für einen wirklich würdigen Nachfolger des MS-Font-Tags halte? Ehrlich, so einfach (und unter Designern akzeptiert) wie heute war es nie, besch...eidene Seiten zu erstellen.

*15 - Es wird ja schon von einer SCO-Abhängigkeit der Geeks geredet.

*16 - Jetz mal ehrlich, auch wenn der jetzige Stand von Linux sich niemand erträumt hätte, letztendlich ist es immer noch ein Dreckfleck im Vergleich mit Wintel. Solange Hersteller es sich erlauben können den Mac-Markt links liegen zu lassen (und daß sind Leute, die auch gerne mal einen Hunni für eine Tastatur zahlen), solange hat Linux erst recht keine Marktmacht, die man erfolgreich zur Erpressung verwenden kann. Alles was bisher ereicht wurde wurde dank des Entgegenkommens der Hersteller erreicht. Aber so ist es eben, man beisst gern die Hand die einen streichelt.

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    Vergleich (OT?) (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Friday 27. August 2004, 23:18 MEW (#1)
    "Von verfaulenden Bananen angetrieben: Stromerzeugung."
    Spannend - fast wie München und Stadtbibliotheken...
    Re: Vergleich (OT?) (Score:1)
    Von Raffzahn am Saturday 28. August 2004, 12:40 MEW (#7)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    Jo, wer ueber (mit Steuern bezahlte) Internetauftritte herzieht ist wahrscheinlich wirklich ein Mismacher und gehoert an die Wand gestellt.

    Alle Macht den Popups und Webebannern. SPAM als einzig legale Mailart. Klickibunti ist unser Gott.

    Gruss
    H.

    P.S.: Was so laecherlich an dem Bananenartikel ist, hab ich jetzt leider nicht verstanden .... Biogasanlagen werden auch in DACH immer mehr.
    Re: Vergleich (OT?) (Score:1)
    Von düsenstein am Saturday 28. August 2004, 18:39 MEW (#12)
    (User #1148 Info)
    "Was so laecherlich an dem Bananenartikel ist..."
    Lächerlich meinte ich nicht, witzig eher, weil im Titel 'Bananen' betont wird... Doch Dein Comment bezieht sich ja schon auf eine verdrehte Welt.
    Ich seh' ja schon, dass München eine grosse Metropole ist, also ist es gut mal rein z uschauen, was vor sich geht.
    __
    Husch, das war's.
    MVV (Score:2)
    Von brummfondel am Saturday 28. August 2004, 01:01 MEW (#2)
    (User #784 Info)
    Ich hoffe doch, du hast dich bei der svg schon über das neue Layout der MVV-Seiten beschwert. Als ich da beim ersten mal war, hab ich die Fahrplan-Suche nicht mehr gefunden. Bis ich dann durch zufall gesehen habe, daß die Web-Seite ja Überbreite hat und die Efa am rechten Rand klebt, bei mir dummerweise immer außerhalb des Browser-Fensters.

    Auf meine Anfrage beim MVV kam nur "wie haben es an die Fachgruppe weitergeleitet".

    Dort ist inzwischen solches Portal-Zeugs auch mehr drin, als das wichtigste: die Fahrplanauskunft.

    PS: Gärtnerplatz stimmt ja nicht ganz, Richtung Frauenhoferstraße wird das erst richtig ernst, da können nachts Frauen auf die Straße gehen ohne jegliche Angst.
    --
    ok> boot net - install
    Re: MVV (Score:1)
    Von Raffzahn am Saturday 28. August 2004, 12:47 MEW (#8)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    Oh ja, die sind schon lange eine meiner Lieblingsseiten. Spitzenklasse im Mausgeflummel. Das letzte mal haben die mir das Kraut ausgeschuettet, als ich glatt unterwegs war, und per PDA einen Fahrplan haben wollte ... es war _unmoeglich_ da zu navigieren und die daten zu finden.

    Na ja, ich haette es vieleicht dazuschreiben sollen, die Muenchen.de-Seiten waren noch vor nicht allzulanger Zeit eine eher biedere angelegenheit. Schmucklos und gut lesbar. Wahrscheinlich war das der Fehler.

    Auch die arge Kommerzialisierung der neuen Seiten ist schlimm. Ich mein, ich will was ueber die Stadt wissen, und nicht ein (bundesweites) Branchenbuch.

    *G* was die Fraunhoferstrasse anbelangt, hast Du nicht unrecht. Die gehoert halt genauso zum Gaertnerplatzviertel. Du kanst vom Gaertnerplatz aus 1-2 blocks weit in jede richtung gehen und das Milieu ist das gleiche ... Eigentlich ganz ok, bis auf das viele Leder und die Maenner Only Sexshops ... *G*

    Gruss
    H.
    Re: MVV (Score:2)
    Von brummfondel am Saturday 28. August 2004, 20:54 MEW (#13)
    (User #784 Info)
    Der SMS-Fahrplan-Service ist ne gute Sache, wenn... ja, wenn er mitdenken würde. Wollte mal testweise eine Fahrt vom Regerplatz nach Neuperlach, ja, das kannte er dann nicht, war ihm zu unspezifisch vermutlich (Meldung war nur: Unbekannt).

    Leider gibts das MVV-Portal nicht für Java-Handies und WAP ist mir zu teuer und SMS zu umständlich.

    --
    ok> boot net - install
    Der Artikel wäre doppelt so gut lesbar... (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Saturday 28. August 2004, 08:35 MEW (#3)
    ...wenn man durch Anklicken der Zahlen im Text zu den zugehörigen Anmerkungen und durch Anklicken der jeweiligen Anmerkungen wieder zu der entsprechenden Textstelle springen könnte.

    Durch das ganze Mausradgefummel ist meine Hand vorerst für den Maßkrugklau unbrauchbar :/

    Re: Der Artikel wäre doppelt so gut lesbar... (Score:1)
    Von Raffzahn am Saturday 28. August 2004, 13:20 MEW (#9)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    Hmmm ... prinzipiell gerne (auch wenn ich persoenlich das nicht mag), der Slasheditor ist jedoch gerademal eine Textbox. Da ist alle Formatierung richtig schoen handgeschriebenes HTML.

    Mal sehen, vieleicht kann ich ja XTaran ueberreden, dass wir da zusammen einen neuen bauen.

    Gruss
    H.
    Bibliotheken vs. Büchereien (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Saturday 28. August 2004, 10:00 MEW (#4)
    Ich weiss nicht, warum du nur nach Büchereien gesucht hast. In der Schweiz und im Grossteil Deutschlands heisst es nun mal Bibliothek. Dein Punkt 7 scheint mir daher völlig aus der Luft gegriffen. Oder es ist halt wieder mal ein Beispiel, wie regional unterschiedlich auch vermeintlich standarddeutsche Ausdrücke verbreitet sind. Wer in der Schweiz weiss schon, dass "Traktanden" (Verhandlungsgegenstände, meist im Kontext einer Sitzung oder Versammlung) in Deutschland nicht verstanden werden? Zu Bücherei und Bibliothek meint die Linux-Version der Office-Bibliothek:

    Bü|che|rei, die; -, -en [LÜ von niederl. boekerij]: kleinere [öffentliche] Bibliothek (1).

    Bi|bli|o|thek, die; -, -en [lat. bibliotheca griech. bibliotheke, eigtl.= Büchergestell, zu: theke, Theke]:

      1. a) Einrichtung zur systematischen Erfassung, Erhaltung, Betreuung u. Zugänglichmachung von Büchern; Bücherei: an, bei einer B. angestellt sein;

      b) [geordnete] Büchersammlung: eine B. von 30000 Bänden;

      c) Raum, Gebäude für eine Bibliothek.

      2. (veraltend) Titel von Buchreihen: Meiners Philosophische B.

    © Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 5. Aufl. Mannheim 2003 [CD-ROM].

    Re: Bibliotheken vs. Büchereien (Score:2)
    Von brummfondel am Saturday 28. August 2004, 10:55 MEW (#5)
    (User #784 Info)
    Es gibt Teile in Deutschland, da geht ein kleiner Buchladen auch schonmal als Bücherei dürch.
    --
    ok> boot net - install
    Re: Bibliotheken vs. Büchereien (Score:1)
    Von Raffzahn am Saturday 28. August 2004, 13:30 MEW (#10)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    Wahrscheinlich genau wegen dieser unterschiede. hier redet nunmal jeder von Buecherei. Oder ich bin einfach schon so alt, dass ich auch diesen Wechsel in der Sprache nicht mitbekommen habe. Der Begriff Bibliothek wird eigentlich nur verwendet, wenn es entweder um die Uni, oder private Bibliotheken geht.

    Na ja, was solls, Sache ist, dass das Ergebniss auch bei Bibliothek das gleiche ist: Der treffer ist schon da, nur in einer art und weise aufbereitet, dass man ihn nicht unbedingt wahrnimmt.

    Warum ist es so schwer, das Internet als das zu verstehen, was es ist: ein Informationsmedium, ein Nachschlagewerk, aber kein Berieselungsinstrument? Die Vorgehensweisen die bei Werbersendungen (Radio, Fernsehen, Briefkasten) brauchbar sind, sei es um Aufmerksammkeit zu ereichen, oder die eigene Qualitaet zu unterstreichen sind bei einem Nachschlagewerk fehl am Platz.

    Bei der Berieselung geht es ja darum, eigentlich unwillige Empfaenger zu erreichen. da brauchts laut und Bunt. Hier haben wir aber einen willigen Empfaenger, der die Information ja sucht. Und wie jeder der zielgerichtet arbeitet, wird er sich abwenden wenn es scheint als sei dieser Weg (diese Seite) nicht zielfuehrend.

    Es bleibt dabei, Google ist nicht so gut wegen seines Rankings oder der Serverfarm, sondern weil die gefundene Information auch ohne langes drumherum praesentiert wird. Man bekommt genau das was man will, ohne jede schnoerkel. Service Pur.

    Gruss
    H.
    Re: Bibliotheken vs. Büchereien (Score:1)
    Von Thom (thomas at grummel dot net) am Saturday 28. August 2004, 17:25 MEW (#11)
    (User #688 Info) http://users.hazardous.org/thomas/
    Und in Hamburg heißt es Bücherhalle.
    wer will schon ne Bücherei? (Score:1, Lustig)
    Von Anonymer Feigling am Saturday 28. August 2004, 11:59 MEW (#6)
    was die leute von heute wirklich interessiert ist was bei den Schwulen und Lesben abgeht! traurig aber wahr.

    deshalb haben sie ihren Internetauftritt auch dementsprechend angepasst

    Kein Einzelfall (Score:1)
    Von chrisky am Wednesday 08. September 2004, 00:24 MEW (#14)
    (User #1673 Info)

    Nach meinen Erfahrungen sind schlecht gestaltete Portale und auch Webseiten im Allgemeinen keine Einzelfälle.
    Würde man die einzelnen Webseiten im einzelnen kritiesieren könnte man wohl ein Buch darüber schreiben.
    Die meisten schert es leider nicht ob sie ihr Webseiten mit Popups (okay, das ist gott sei dank nicht so sehr verbreitet aber doch schon oft genug anzutreffen), Javascript (Warum müssen die Leute eigentlich alles mit JavaScript machen?), schlechter Navigation (wer sucht der findet... Fragt sich nur immer wie lange man dafür braucht. Google ist da schon oft schneller.), fehlende Inhalte (kommt irgendwie auch häufig bei Hardwareherstellern vor; Auf der deutschen Webseiten finden sich meisten noch nichtmal Verweise zu dem was auf der englischen Seite schlummert.) und KlickiBuntiFlash-Design. (Warum müssen die Leute eigentlich immer Flash benutzen? Ohne Flash geht´s imho viel schneller und einfacher.)
    Oder natürlich die Unsitte Dokumente nur als PDF anzubieten. Nützt mir aber zum Reingucken wenig.


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