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Desktop Light Linux
Veröffentlicht durch XTaran am Dienstag 15. Juli, 07:42
Aus der Reanimations Abteilung
Distribution Wie Ventilator bereits erzählte, hat er mich auf dem LinuxTag auf eine neue, sehr konsequente Implementation einer nicht mehr ganz neuen Idee aufmerksam gemacht: DeLi Linux, ein Linux Desktop für alte PCs ab 386er bzw. 486er mit wenig Hauptspeicher und Plattenplatz.

Im Gegensatz zum in der Zwischenzeit nicht mehr weiterentwickelten TDE (Turbo Desktop Environment), das auf KDE1 und Debian aufbaute und für Rechner ab Pentium 1 gedacht war, ist das slackware-basierte DeLi-Linux wesentlich konsequenter auf niedrige Rechenleistung ausgelegt, was sich schon an der Paketierung bemerkbar macht: Als Browser sind Dillo und links dabei, als Office-Paket ist Siag Office ("It sucks less&trade" :-) dabei, dazu Kernel 2.2.25 und XFree 3.3.6, beide seien "solid as a rock", so der Maintainer, und insbesondere das verwendete XFree hätte noch Unterstützung für viele alte Grafikkarten, die in XFree 4 schon nicht mehr unterstützt werden.

Außerdem hat mich der Maintainer von DeLi-Linux noch auf das Desktop-Projekt XD 640 hingewiesen, ein schlanke, graphische Desktop-Umgebung für X, aufbauend auf dem schnellen und ressourcensparenden Fast Light Toolkit UTF-8, kurz FLTK UTF. Auch XD 640 zielt auf alte, langsame Computer der Sorte 486er mit 66 MHz und 16 MB RAM sowie einer Auflösung von 640×480 Pixeln als Einsatzgebiet ab.

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    Testbericht (Score:1, Informativ)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 23. July, 02:05 MES (#1)
    Hallo,

    Nachdem bisher niemand etwas in dieser Rubrik geschrieben hat, dokumentiere ich mal kurz meine ersten Erfahrungen mit DeLiLinux 0.3.

    Zielsystem ist ein Pentium I mit 90 MHz, 64 MB RAM und 2 GB SCSI Harddisk. Auf den Rechner soll eine schlanke Desktop-Distribution, die mit den geringen Ressourcen auskommt und dabei noch einigermassen komfortabel ist. Der Rechner wird demnächst einer Grundschule geschenkt werden. Dort wird er zum Schreiben einfacher Texte, für WWW-Zugang und E-Mail genutzt werden.

    Der Kern von DeLiLinux ist eine Slackware, und dessen Grundinstallation setzt ein gewisses Grundwissen über Linux voraus. Wenn man mit Tools wie fdisk, mount, chroot und lilo umgehen, verursacht sie aber keine größeren Probleme -- bis zum ersten Booten des frisch installierten Slackware-Minimalsystems von Festplatte.

    Der Versuch, mit den Tools delisetup oder setup irgend welche Pakete zu installieren, schlägt fehl, da wichtige Menüpunkte, die im Original Slackware-Setup normalerweise vorhanden sind, fehlen. Mit Hilfe von pkg ist es aber möglich, einzelne Pakete aus dem deli-Verzeichnis von Hand zu installieren. Die Pakete sind einfache .tgz Archive. Abhängigkeiten zu anderen Paketen sind zwar in den beiliegenden .txt Dateien dokumentiert, werden aber nicht automatisiert beachtet. Back to the roots...

    Die Paketauswahl ist relativ gering, umfasst aber alles Wesentliche für ein Desktop-System. XFree-3.3.6 wird mit XF86Setup geliefert. Die wichtigsten Accelerated Server sind dabei, ebenso die eine Reihe von Window-Managern. Ich entscheide mich für xfce3, dessen Nachfolgerversion 4 mir schon von diversen aktuellen Debian- und RedHat Systemen bekannt ist.

    Trotzdem wird nach der Konfiguration von XFree86 und Eingabe von startx erst mal der gute alte twm gestartet. So spartanisch wollte ich es nun auch wieder nicht... der zu startende Windowmanager ist hart in einer Konfigurationsdatei codiert, die unter /usr/X11R6/lib/X11/xinit liegt - nicht wirklich Filesystem-Standard konform.

    Nach der Änderung dauert der Start von X11 erheblich länger. Grund ist vor allem ein Desktop-Hintergrundbild. Nachdem ich das entfernt habe, ist die Startzeit erträglich. Leider startet xfce ungefragt ein zweites Panel; und wenn man das falsche beendet, beendet sich auch der Windowmanager wieder. Nachteilig ist auch, dass die meisten im Panel zur Verfügung gestellten Programme gar nicht Bestandteil von DeLiLinux sind. Ohne manuelle Nacharbeit durch einen erfahrenen Admin wird das System einem unbedarften Benutzer keinen Spass machen.

    Der Browser dillo macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Der Start geht schnell - kein Wunder, das Binary ist gerade mal 300 KB groß. Auch das Navigieren auf HTML-Seiten ist sehr flott. Dass dillo die meisten Font-Tags ignoriert, empfinde ich als sehr positiv. So werden sämtliche Seiten mit einem angenehm lesbaren, serifenlosen Zeichensatz dargestellt. Leider hat dillo mit etwas komplexeren Websites, wozu auch Symlink und www.spiegel.de gehören, gewisse Probleme. Schwerwiegendster Nachteil ist aber, dass er mit HTTP Basic Authentication nicht zurecht kommt.

    Obwohl DeLiLinux ein Desktop-Linux System sein soll, wird ungefragt ein SMTP-Server und ein NNTP-Server installiert. Das ist suboptimal, zumal beide Dienste in ihrer Grundkonfiguration nicht funktionsfähig sind. Ebenso werden per Default der Portmapper und ein Printer Daemon gestartet. Der mitgelieferte SSH-Server funktioniert dagegen nicht, bevor man von Hand die entsprechenden Public Keys generiert hat.

    Unter dem Strich ist DeLiLinux eine interessante Desktop-Distribution für schwachbrüstige Rechner. Der große Vorteil ist der geringe Plattenplatzverbrauch und die für die Grundinstallation benötigte Zeit. Bevor allerdings ein rundes, auch von unerfahrenen Benutzern bedienbares System herauskommt, ist noch einiges an Nacharbeit nötig.

    Harald Weidner, hweidner at gmx dot net

    Linux User Group Schweiz
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