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Gwerkschaften und IT-Berufe
Veröffentlicht durch NoSuchGuy am Donnerstag 15. Februar, 02:59
Aus der Wir-wollen-einen-Betriebsrat Abteilung
Nachrichten NoSuchGuy writes "Alle 1500 Mitarbeiter der Pixelpark AG in Deutschland sind per e-Mail von der IG Medien und der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG) befragt worden. Die Gewerkschafter wollten wissen ob es nicht Zeit ist einen Betriebsrat zu gründen. Die Computerwoche hat eine kleine lustige Meldung. "Ein Drittel begeistert, ein Drittel ablehnend, der Rest will weiterdiskutieren", so ein Gewerkschafter. Klingt alles ganz toll für die Gerwerkschaften ein Drittel will einen Betriebsrat. -- Oh ich habe etwas vergessen: Es haben nur 24 (in Worten: vierundzwanzig) Personen geantwortet.

Das bedeutet, das weniger als 2% der Mitarbeiter geantwortet haben. Etwas mehr als 0,5% wollen einen Betriebsrat.

Ich bin kein Freund von Gewerkschaften. Ich habe schon Berufsgewerkschafter in Aktion gesehen, das ist kein schöner Anblick :-(

Gewerkschaften passen nicht in die Unternehmen der New-Econnomy. Kann man sich an Arbeitzeitvereinbarungen halten? Hört der Programmier auf wenn es 1700 Uhr ist?

Die New-Econnomy war/ist deshalb so erfolgreich, weil es nicht die Regeln und Beschränkungen der Old Econnomy gibt. Es gibt keine festen Arbeitsplatzbeschreibungen. Wenn ein Mitarbeiter etwas machen will, dann fragt er seine Kollegen oder Chef und macht es. Der Gewerkschafter würde prüfen ob es nun eine Arbeit wäre, die eine Einstufung in eine andere Gehaltsklasse rechtfertigt. Die Folge von solchem Denken ist das Eigeninitiative abgewürgt wird.

Wenn aber einer Firma der Konkurs droht, was kann dann ein Gewerkschafter machen? Kann er mitarbeiten? Kann er positiv zum Umsatz/ Gewinn beitragen um den Konkurs abzuwenden? Die Gerwerkschaften sind gut, wenn es um Arbeitsschutz/ Arbeitssicherheit geht, nicht aber um Arbeitsplatzsicherheit. Meine Meinung ist das die Gerwerkschaften viel für den Wirtschaftsstandort Deutschland getan haben, aber das war in der Zeit des Wiederaufbaus.

Heute sind meiner Meinung nach die Gerwkschafter zum größten Teil Romantiker. Sie träumen von der 30 Stunden-Woche, 8 Wochen bezahlter Urlaub, Kindertagesstätten in allen Betrieben und Vollbeschäftigung für alle. Welchen Wert tragen Gewerkschafter produktiv zum Bruttosozialprodukt bei? Ich bin nicht dafür das es hauptamtliche Gewerkschafter geben sollte. Diese Gwerkschafter verlieren meiner Meinung nach den Bezug zur richtigen Arbeit.

So das war es erst mal. Vielleicht bin ich etwas extrem in meinen Ansichten, mich würden eure Meinungen interessieren.
-- NoSuchGuy

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    In der "New Economy" leidet man gern. (Score:2, Tiefsinnig)
    Von hacmac (hacmac@f00.net) am Thursday 15. February, 06:58 MET (#1)
    (User #249 Info)
    Schon klar. Auf einem unsicheren Arbeitsplatz schlecht bezahlt werden, auf wertlosen Optionen sitzen, Privatleben abschaffen, ununterbrochen arbeiten. Das ist schon traumhaft.

    Ich bin zwar selbständig, halte es aber für ausgesprochen blauäugig, zu glauben, daß man in einem mittelständischen Unternehmen mit 1500 Mitarbeitern auf den Betriebsrat verzichten kann.

    "Gewerkschafter in Aktion" sind schon unangenehm, aber manchem Chef der "New Economy" würde es gut tun, mal mit dem wirklichen Leben konfrontiert zu werden, anstatt nur Willkür auszuüben.

    Wenn da nur 2% geantwortet haben, wird das vermutlich an der Form (Spam) liegen, und daran, daß sie so wie Du vor lauter Vorurteilen keinen klaren Gedanken fassen können.

    Um 17 Uhr zu arbeiten aufzuhören und am Wochenende vielleicht unerhörterweise garnicht zu kommen, ist doch was schönes. Wenn man nicht gerade 20 ist, hat man vielleicht sogar eine Familie, die man gerne mal sehen möchte. Wenn man da Opfer des Herdentriebs ist und sich nicht traut, was zu unternehmen, upps, leider Pech gehabt.

    Und was ist gegen Kindertagesstätten in Betrieben einzuwenden? Gehören Mütter Deiner Meinung nach an den Herd, bis die Kinder aus dem Haus sind?

    Für die Arbeitssicherheit sind Gewerkschaften in Deutschland übrigens _nicht_ zuständig.
    Re:In der "New Economy" leidet man gern. (Score:1)
    Von Tosk am Thursday 15. February, 10:12 MET (#2)
    (User #391 Info)
    ein betriebs-rat ist ja schön und gut: nur die damit verbundenen in deutschland verbundenen rechte sind ein witz. auch mit dem sinn von gewerkschaften kann und will ich mich nicht anfreunden: nehmen wir an, ich habe eine firma, dann ist diese MEIN EIGENTUM! wieso sollten die angestellten (mit)bestimmen können, was ich wie und wann zu tun habe? es gibt nur ein ziel für eine unternehmung: gewinn-maximierung, daneben existieren verschiedene sekundär-ziele, die sich diesem unterordnen, jedoch zielkonform sein sollten... dazu gehört auch, dass ich meinen mitarbeitern vernünftige arbeitsbedingungen biete, sonst finde ich nämlich keine qualifizierten kräfte und der ertrag meiner firma ist nicht optimal. die gegenseite sieht so aus: ich bin arbeitnehmer und möchte für meine leistung eine dem markt angemessenen lohn erziehlen. wieso muss ich mich dann von irgendwelchen gewerkschafts-typen bevormunden lassen? bin ich nicht selbst erwachsen und mündig, um für mich selbst nach freiem willen zu entscheiden? vor allem bedeuten für mich bezahlung nach tarif, dass ich nicht selbst anhand meiner leistung mit meinem boss verhandeln kann, dass ich ärger bekommen, wenn ich zulange arbeite und dass ich nicht flexibel auf den markt reagieren kann... das gefällt mir alles nicht! ich möchte selbst bestimmen ohne bevormundung und ich möchte nicht irgendwelche alternativ-sozios bezahlen müssen... Tosk
    Genau. Geld verdienen um jeden Preis! (Score:2, Tiefsinnig)
    Von hacmac (hacmac@f00.net) am Thursday 15. February, 11:13 MET (#3)
    (User #249 Info)
    nehmen wir an, ich habe eine firma, dann ist diese MEIN EIGENTUM! wieso sollten die angestellten (mit)bestimmen können, was ich wie und wann zu tun habe?

    Zwei Worte: Eigentum verpflichtet.

    es gibt nur ein ziel für eine unternehmung: gewinn-maximierung, daneben existieren verschiedene sekundär-ziele, die sich diesem unterordnen, jedoch zielkonform sein sollten... dazu gehört auch, dass ich meinen mitarbeitern vernünftige arbeitsbedingungen biete, sonst finde ich nämlich keine qualifizierten kräfte und der ertrag meiner firma ist nicht optimal.

    Du fällst vollständig auf die Idee vom Shareholder Value 'rein. Ich vermute mal, daß Du sehr jung bist, und noch nicht genug Berufserfahrung gesammelt hast um zu erkennen, daß langfristig mit Gewinnmaximierung um jeden Preis nichts zu holen ist. Ist leider im Moment sehr trendy, als großer Arbeitgeber jede soziale Verantwortung abzustreiten. Dadurch entsteht aber keine Unternehmenskultur.

    Wer wirtschaftet indem er seine Mitarbeiter lediglich als Ressource, als Rohstoff sieht, den es auszubeuten gilt, maximiert auf lange Sicht lediglich den Umfang von Konjunkturschwankungen und minimiert die Loyalität seiner Mitarbeiter.

    Zu guter letzt, stell Dir mal die Frage, wo Du mit 40 oder 50 sein wirst. Willst Du dann von den jüngeren aufs Abstellgleis mit den Schwächlingen geschoben werden?
    Re:In der "New Economy" leidet man gern. (Score:2, Tiefsinnig)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Thursday 15. February, 14:17 MET (#4)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    nehmen wir an, ich habe eine firma, dann ist diese MEIN EIGENTUM!

    Wow, Eigentum als Heiligtum zum anbeten.

    Dein Auto ist dein Eigentum, aber andere haben ein Rcht, von dir zu verlangen, dass du es so betreibst dass du andere nicht mit Unfaellen gefaehrdet.

    Deine Firma ist dein Eigentum, aber andere haben ein Recht, von dir zu verlangen, dass du sie so betreibst dass du andere nicht mit deiner Anstellungspolitik gefaehrdest.

    wieso sollten die angestellten (mit)bestimmen können, was ich wie und wann zu tun habe?

    Weil sie mit betroffen sind? Deine Firma (und nur zu viele andere gleich denkende) formen den Arbeitsmarkt der Zukunft, von dem die Angestellten auf Gedeih und Verderb anhaengig sind.

    dass ich meinen mitarbeitern vernünftige arbeitsbedingungen biete, sonst finde ich nämlich keine qualifizierten kräfte

    Dazu must du nur keine auffallend schlechteren Bedingungen als deine Konkurrenz bieten, also "optimier" die teuren Bedingungen langsam weg, im Vertraueen, dass deine Konkurrenz das auch macht.

    [arbeitnehmer] wieso muss ich mich dann von irgendwelchen gewerkschafts-typen bevormunden lassen?

    Weil ein grosser Haufen der Angestellten dafuer gestimmt (oder frueher sogar gestreikt haben), weil sie lieber gute Arbeitsbedingungen haben als ausgebeutetes Schlachtvieh zu sein.

    bin ich nicht selbst erwachsen und mündig, um für mich selbst nach freiem willen zu entscheiden?

    Du bist ein Markt-Opfer wie jeder andere. Du kannst nur von dem waehlen, was die Arbeitgeber offereiren, das geringste Uebel davon. Sonst nehmen sie einen anderen. Sei schoen brav und arbeite, oder verzieh dich und stirb ohne Einkommen.

    bezahlung nach tarif, dass ich nicht selbst anhand meiner leistung mit meinem boss verhandeln kann

    Bezahlung nach Verhandlung = der Schwaetzer bekommt immer mehr Lohn, die die richtig arbeiten zahlen drauf, ausser sie werden zu Schwaetzern.

    ich möchte nicht irgendwelche alternativ-sozios bezahlen müssen

    Nein, du laesst lieber die Firmen und deren Aktionaere dich auspluendern.

    Kapitalismus: eine Gesellschaftsform in der Angst vor Verlust von (notwendigem) Einkommen/Essen/Leben als legitime Methode angesehen wird, Leute anzutreiben mehr (unnoetigem) Produkt/Reichtum/Luxus zu produzieren. Barbarei pur.
    --
    Intellectual Property is Intellectual Robbery

    Danke! + Weitere Kritik am ursprünglichen Artikel (Score:2, Interessant)
    Von hacmac (hacmac@f00.net) am Thursday 15. February, 16:23 MET (#7)
    (User #249 Info)
    Erstmal danke an die, die mir gezeigt haben, daß ich mit meiner "Butterbrotdosen-Meinung", die ich von meinem Papa gelernt habe, nicht ganz allein dastehe.

    Jetzt nochmal zu einem Punkt aus dem ursprünglichen Posting, der mir grade noch ins Auge gefallen ist:

    Wenn aber einer Firma der Konkurs droht, was kann dann ein Gewerkschafter machen? Kann er mitarbeiten? Kann er positiv zum Umsatz/ Gewinn beitragen um den Konkurs abzuwenden?


    Was kann denn der allwissende und allmächtige Scheffe in einer solchen Situation tun? Die Leute alle nach Hause schicken? Die Peitsche auspacken?

    Wohl kaum, denn ohne Arbeit kommt er nie wieder in die schwarzen Zahlen. Wenn der Laden erstmal marode ist, ist er noch mehr auf loyales Personal angewiesen, als wenn es ihm gutgeht.

    Wenn auf Vermittlung des Betriebsrats und der Gewerkschaft eine Regelung mit mehr Arbeit und weniger Geld eingeführt wird, sind dann die Beschäftigen loyal oder einfach nur Verlierer, weil sie nicht zu einer anderen Firma abhauen?

    Wäre es da nicht schön, wenn der Betriebsrat den einen oder anderen von den "guten" dazu bringen kann, seinen "Fluchtreflex" in den Griff zu bekommen? Ich kann mir vorstellen, daß mancher Chef in einer solchen Situation froh ist, eine organisierte Mitarbeitervertretung zu haben, mit der er kommunizieren kann.

    Ich halte zusammenfassend den ganzen Artikel samt Kommentar für dummes, unreifes und uninformiertes Geschwätz. Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall, das werden die "Helden" der "New Economy" auch bald einsehen müssen.
    Klarstellung (Score:2)
    Von NoSuchGuy am Friday 16. February, 07:06 MET (#14)
    (User #97 Info)
    Auf was ich hinweisen wollte ist wohl untergegangen.

    Was ich an diesem Artikel so toll fand, war die Aussage des Gerkschafters das "ein Drittel für einen Betriebsrat" ist. Man mußte aber zwischen den Zeilen lesen das ein Drittel _nur_ 8 Personen waren.

    Ich habe nichts gegen Gewerkschaften. Ich habe nur was gegen Berufsgewerkschafter, die zwanghaft versuchen _alles_ durchzusetzen was zu den jeweiligen Gewerkschaftsforderungen gehört.
    Re:Klarstellung (Score:1)
    Von hacmac (hacmac@f00.net) am Friday 16. February, 07:32 MET (#15)
    (User #249 Info)
    Ich muß da nichts zwischen den Zeilen lesen. Da steht ganz klar, daß ca. 2 Dutzend Antworten kamen, davon ein Drittel dafür, ein Drittel dagegen, usw...

    Im übrigen kommt die Information auf diese Weise nicht aus erster Hand, so daß es zwischen den Zeilen nicht wirklich was zu lesen gibt, das vom Sprecher der Gewerkschaft stammen könnte. Interessanter wäre, wie "connexx" das ganze in der _eigenen_ Pressemeldung dargestellt hat.

    Es _wäre_ denkbar, daß die CW den Artikel bewußt so formuliert hat, daß die Gewerkschaft lächerlich gemacht wird. Du solltest also nicht zu sehr für bare Münze nehmen, was in den Medien berichtet wird.
    Re:In der "New Economy" leidet man gern. (Score:2)
    Von NoSuchGuy am Friday 16. February, 04:34 MET (#10)
    (User #97 Info)
    Am Montag oder Dienstag dieser Woche kam auf n-tv "Späth am Abend" mit einem der Gründer von SAP und einer (Vize-)Gewerkschaftschefin. In der Sendung ging es darum warum es bei SAP keinen Betriebsrat gibt. Darauf antwortete der SAPler weil die Mitarbeiter keinen wollen!.
    aber manchem Chef der "New Economy" würde es gut tun, mal mit dem wirklichen Leben konfrontiert zu werden, anstatt nur Willkür auszuüben.
    Ich habe einen (Ex-)Komilitionen, der sein Studium abgebrochen hat und nun dabei ist die die 2. Firma aufzubauen weil es mit der ersten nicht so geklappt hatte. Bei ihm war weniger Willkür als vielmehr ein schlechter Businessplan der Grund für den 2. Versuch.

    Klar war das SPAM, ich hätte auch nicht geantwortet. Das schöne an dieser Meldung fand ich wie der Gewerkschafter gesagt hat das ein Drittel begeistert ist. Wenn man dann aber berücksichtigt das diese Drittel nur 8 Personen sind.

    Auch ich fahre am Wochenende gerne nach Hause, unternehme etwas mit Freunden. Es braucht aber keiner eine Gewerkschaft um so etwas mit seinem Chef Mitarbeitern abzusprechen - Wenn man so was braucht, dann ist das einer von diesen Ausbeutern und Sklaventreibern oder?

    Stichwort Kindertagesstätten:
    Von der Werbeagentur "Springer & Jakobi" aus Hamburg weiß ich, daß die weiblichen Mitarbeiter vorgeschlagen haben einen Kindergarten einzurichten. Die (qualifizierten) Mitarbeiterinnen können also weiterarbeiten und müssen sich nicht um ihre Kinder kümmern. Eine Lösung, die gemeinsam gefunden wird, egal ob mit oder ohne Mitwikung einer Gewerkschaft ist auf jedenfall besser als ein Ergebnis wo z.B. auf ein Gesetz verwiesen wurde um eine Forderung durchzusetzen.

    Bei einer gemeinsamen Lösung weiß der Arbeitnehmer was er seinem Chef wert ist.

    In Deutschland sind die Berufsgenossenschaften für die Arbeitssicherheit zuständig, aber die Gewerkschaften haben einen großen Einfluß. Ich habe das erlebt bei der Auswahl von Büromöbeln (scharfe Kanten und wacklige Bürostühle) und Computerbildschirmen (Strahlung).
    hast du kein leben? (Score:3, Tiefsinnig)
    Von Anonymer Feigling am Thursday 15. February, 14:21 MET (#5)
    tja, aus deiner position her gesehen, kann es fuer dich schon stimmen... aber ich frage mich manchmal schon, wohin denn die jaehrlichen produktivitaetszuwaechse hingehen...

    seit ueber 30 jahren haben wir 40-stundenwochen und einen permanenten produktivitaetszuwachs? wozu? zum reinen oekonomischen selbstzweck!

    mit deiner argumentation kannst du auch eine 70 stundenwoche und die sechstagewoche einfuehren.

    vielleicht kannst du den gewerkschaften vorwerfen, dass sie aus deiner sicht den bezug zur realen arbeit verloren haben, aber dir kannst du den vorwurf machen, dass du den bezug zum realen leben verloren hast.

    und gerade die branche der new economy ist ein ziemliches problemkind bezuegliche loehne.

    aus der sicheren position des nachgefragten programmierers kannst du dir die finger lecken, aber auch die leute der telefondienste, die unter staendiger elektronischer ueberwachung stehen und kaum laenger als 1 Jahr einen solchen job machen koennen, weil sie nacher psychisch fertig sind, gehoeren zur new economy. und dort waere eine gewerkschaft dringend noetig.

    von mir aus darfst du dich zu tode arbeiten und in deiner freizeit massenartikel konsumieren, aber leben kann ich das nicht nennen... aber, denk daran, du bist zur zeit privilegiert, weil du ein know how hast, das andere nicht haben, aber das waehrt nicht ewigs... evtl. wirst du dann auch zu jammern beginnen, wenn die inder kommen, die besser sind als du und weniger geld wollen, dein lohn gedrueckt wird, weil du dich nicht mit anderen organisiert hast, um faire bedingungen auszuhandeln.

    tja, HIRE and FIRE, aber der boerse ist dein schicksal scheissegal, hauptsache die kurse steigen. vor dieser situation wirst du auch mal stehen und dann lies deinen text nochmals durch und denk darueber nach, ob es nicht absoluter bullshit war.

    gewiss kann man darueber diskutieren, ob eine grosse gewerkschaft sinnvoll ist, ob die bestehenden gewerkschaften gut arbeiten, aber das man prinzipiell sich mit anderen zusammentut, um nicht gegeneinander ausgespielt zu werden, dagegen gibts wohl nichts zu sagen.

    die arbeitgeber haben ja auch ihre verbaende und ihre lobbies...


    Ich habe ein Leben!! (Score:2)
    Von NoSuchGuy am Friday 16. February, 06:19 MET (#13)
    (User #97 Info)
    Ich habe in Berlin gesehen welcher Aufwand getrieben wird um eine Personalversammlung zu organiserien. Wenn ein Buspendeldienst eingerichtet werden muß um die Angestellten ins ICC zu fahren weil das die einzige Location war wo alle Mitarbeiter in den selben Raum (=Saal 1+2) gepaßt haben, dann finde ich das etwas übertrieben.

    Ich habe dort Leute kennengelernt, die sind haben dort angefange zu arbeiten, mit dem Vorsatz in den Betriebsrat gewählt zu werden um nicht mehr "normal" arbeiten zu müssen. Ich wäre jetzt Beamter auf Lebenszeit, aber ich wollte diesen todlangweiligen Job nicht und habe etwas anderes gemacht.

    Stichwort Börse:
    Ja, ich wäre froh wenn meine Aktien sich mal in die andere Richtung bewegen würden.

    Gewerkschaft hin oder her, sie haben sehr viel gutes getan, was ich an diesem Artikel so toll fand, war die Aussage des Gerkschafters das "ein Drittel für einen Betriebsrat ist. Man mußte aber zwischen den Zeilen lesen das ein Drittel _nur_ 8 Personen waren.

    Stichwort Lobbies:
    Warum gibt es so viele Ausnahmeregelungen? Nur wegen den verschiedenen Lobbies. Die Ärzte, Anwälte, Architekten haben alle ihre eigene Altersversorgung. Das ist das Ergebnis "erfolgreicher" Lobbyarbeit. Die größte Lobby in Deutschland ist allerdings die Agrarlobby, das erfuhr ich auch erst im BSE-Zusammenhang.
    Re:Ich habe ein Leben!! (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Friday 16. February, 14:08 MET (#18)
    Ich weiss ja nicht, was fuer leute das sind, die sich bei dir in den betriebsrat waehlen lassen wollten, aber soll ich mir jetzt deinen rundumschlag als unzufriedenheit gegenueber den institutionalisierten gewerkschaften erklaeren, oder bist du prinzipiell gegen alles, was nach arbeitnehmerorganisation klingt?

    ich hab das gefuehl, dass deine ueberlegung einfach auf dem faktum basiert, dass du leute gesehen hast, die eine solche stelle fuer sich ausnuetzen moechten, anstatt es aus solidaritaet mit den anderen, als dienstleistung fuer alle angestellten machen.
    da kann ich dir nur recht geben. solange strukturen nicht staendig neu ueberdacht werden und allfaellige machtkonzentrationen und machtmissbraeuche nicht sofort zu einer unmodellierung der struktur fuehren, damit auch ja gewaehrleistet wird, dass das system dem nutzen aller entgegenkommt und nicht als bereicherung auf kosten anderer missbraucht wird, ist die gefahr sehr gross, dass sich ein ueberdruss gegen dieses aufbaut. und es verliert auch seine existenzberechtigung. (kann man langsam aber sicher auch auf den kapitalismus anwenden....)

    tja, und dies ist, meiner meinung nach bei einem teil der heutigen gewerkschaften auch der fall.
    angestellte muessen erkennen, dass sie ihre interessen im kollektiv wahrnehmen sollten. aber das kollektiv muss basisorientiert werden. alle angestellten sollten demokratisch selbst ueber das vorgehen abstimmen gehen, etc.

    in der schweiz gibt es keine betriebsraete wie in D, von dem her bin ich da nicht genau informiert. aber ich sehe die problematik aus meiner sicht im delegiertensystem, welches die transparenz mit steigender groesse ersticken laesst.

    dies ist aber kein pladoyer gegen gewerkschaften. ich denke mal, dass in der industrie und im baugewerbe ohne gewerkschaften die loehne tiefer und die sicherheitsstandards wesentlich tiefer waeren. was du halt angesprochen hast, ist das strukturelle problem der gewerkschaften, die halt noch immer auf dem alten prinzip der industriearbeiter basiert und nicht mit auf den 3.Sektor vorbereitet ist.

    aber, die mitbestimmung der angestellten sehe ich als ein fundamental wichtiges prinzip, welches unbedingt verwirklicht werden muss.
    hab da von einer CH E-Bude gehoert, bei denen jeweils die loehne der chefs (auch des firmeninhabers) durch die angestellten festgesetzt werden. gefiel mir ganz gut. aber sonst heisst immer, wenn es um sparen und umstrukturieren geht:we are all one company, aber wenn es um die aufteilung der gewinne geht, rat mal, wer leer ausgeht...

    tja, und ueber deine aktien an der boerse... new economy: alter wein in neuen schlaeuchen... sieht wohl danach aus... oder?

    Stichwort Lobbies:
    Die Agrarlobby war schon immer relativ stark, aber die erfolgreichsten lobbies sind die, die du eben nicht siehst, sondern erst im nachhinein. und wie man ja auch bei euch in deutschland sieht, sind lobbies ja ziemlich aktiv (ELF-Leuna, Kohlchen... die ganze deutsche wirtschaft erhaelt 140MrdDM jaehrlicha an subventionen...)

    In der Schweiz ist es nicht anders: der oberste schweizer, der parlamentsvorsitzende Hess, hat 52 Verwaltungsratsmandate (wovon er 10 offiziell deklariert hat) und hat seinen Verwaltungsratssitz bei British Amercian Tabacco nicht offengelegt, weil er ihn nicht fuer wichtig hielt. pikant ist, dass er derjenige ist, dem die parlamentarier die interessensverbindungen melden muessen...

    du siehst... systemausnuetzer gibt es ueberall, aber, beschuldigt werden halt nur diejenigen ohne vermoegen...

    gruss veppelchen
    Re:hast du kein leben? (Score:1)
    Von tbf am Friday 16. February, 15:53 MET (#20)
    (User #21 Info)
    tja, aus deiner position her gesehen, kann es fuer dich schon stimmen... aber ich frage mich manchmal schon, wohin denn die jaehrlichen produktivitaetszuwaechse hingehen...
    Zum nicht unerheblichen Teil in die Taschen von Banken, Staat und Funktionären. Hrm... Und über die Staatsverschuldung wieder in die Taschen der Banken...
    Re:hast du kein leben? (Score:1)
    Von till am Tuesday 20. March, 22:31 MET (#23)
    (User #69 Info)
    Zum nicht unerheblichen Teil in die Taschen von Banken, Staat und Funktionären. Hrm... Und über die Staatsverschuldung wieder in die Taschen der Banken...

    Und zu einem ebenfalls nicht unerheblichen Teil in die Arbeitsweise und Tätigkeiten von Beschäftigten. Schon mal beobachtet, wo die Leute hin sind, die per Schreibmaschine Briefe oder Manuskripte schreiben, Schecks ausfüllen oder in der Fabrikhalle Gegenstände in Kartons einfüllen etc.?!
    Das ist Arbeit, die wir aufgrund von Produktivitätssteigerungen zum Glück nicht mehr machen müssen. Dabei geht sicher auch der eine oder ander niedrig-qualifizierte Job flöten, aber es entstehen auch sehr viele neue Möglichkeiten, die m.E. die negativen Seiten bei Weitem aufwiegen!

    IT Und Gewerkschaften (Score:1)
    Von caf am Thursday 15. February, 14:22 MET (#6)
    (User #390 Info)
    Die meisten haben wahrscheinlich nach dem 3G-Motto gehandelt " gesehen, gelesen, gelöscht". Ich bin der Meinung, dass die Betriebsräte Gewerkschafter nicht länger als 2-4 Jahre aus dem Berufsleben sich verabschieden dürfen. Danach sollten Sie an gleicher Stelle weiter arbeiten. Damit sind Sie noch sehr nah am gemeinen Arbeiter und machen keinen Unfug den keiner bezahlen kann und auch nicht will.

    Mit der Vorgabe von max. 4 Jahren (dürften 2 Walhzeiten entsprechen) ist man in guter Gesellschaft (Amerikanischer Präsident und hoffentlich auch bald deutscher Kanzler) bis dann CAF
    Als Chef wuerde ich ... (Score:1)
    Von Raffzahn am Thursday 15. February, 17:58 MET (#8)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/

    ...mir einen Betriebsrat (und die Gewerkschaften) so schnell wie moeglich in mein 'new economy' Unternehmen holen.

    Ganz ernsthaft. Ueberlegt mal, solange es aufwaerts geht, sind das die Letzten die bei Neueinstellungen oder Erweiterungen bremsen ... und wenns Bergab geht, dann sind das genau die Leute die mich beim 'Gesundschrumpfen' und 'Guertel enger schnallen' unterstuetzen.

    Wenns eng wird, dann sind Einschneidende Massnahmen, bis hin zum Gehaltsverzicht doch nur moeglich wenn die Mitarbeiter mitmachen - und in den vergangenen Jahren wurde doch oft genug vorgefuehrt was dank Betriebsrat moeglich ist ... Dinge zu denen der einzelne nie ja gesagt haette. Sozialplaene die so Einschneidend sind das sie normalerweise vor dem Arbeitsgericht keinen bestand haetten ... wenn nicht der Betriebsrat eben diese mit ausgearbeitet haette und zugestimmt haette ...

    Man kann heutzutage, zumindest in D, mit Betriebsrat wesentlich brutaler Vorgehen als ohne. Auch ein Grund warum Grossunternehmen nicht gegen den Betriebsrat arbeiten, sondern oft Unterstuetzung weit ueber das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus leisten. Man kann das jetzt positiv betrachten und sagen das Zusammenarbeit eben immer Ueberlegen ist, oder aber einfach kalt berechnend die Vorteile ausnuetzen ...

    Wer lieber ueber einen moeglichen Herrschaftsverlust weint hat noch garnicht kapiert wie wenig Herrschaft man als Chef ueberhaupt hat. Ein erfolgreicher Unternehmer haelt sich halt den Ruecken frei.

    Gruss
    H.


    Re:Als Chef wuerde ich ... (Score:1)
    Von NoSuchGuy am Friday 16. February, 05:35 MET (#11)
    (User #97 Info)
    Ich glaube Du wärst ein toller Chef, einer mit dem man reden könnte, einem der einem zuhört, einer der seine Mitarbeiter motivieren kann. Und Du wärst ein intelligenter Chef :-)
    Re:Als Chef wuerde ich ... (Score:1)
    Von Raffzahn am Friday 16. February, 12:20 MET (#17)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/

    Ich glaube Du wärst ein toller Chef, einer mit dem man reden könnte, einem der einem zuhört, einer der seine Mitarbeiter motivieren kann. Und Du wärst ein intelligenter Chef :-)

    Danke :)

    In Wahrheit bin ich aber auch nur Geldgeil und will auch dann noch in meinem Porsche rumfahren wenn die Firma laengst Pleite ist. Und falscher Stolz hindert nur beim Geldscheffeln.

    Gruss
    H.


    Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:1)
    Von tbf am Thursday 15. February, 18:06 MET (#9)
    (User #21 Info)
    Was falsch ist am Sozialstaat?
    • Er entspricht nicht der menschlichen Natur: Nahezu jeder Mensch der Macht erhält wird sie gegen seine Mitmenschen ausspielen -- auch wenn er vorher durch den Sozialstaat geschützt wurde oder diese Macht erst durch diese Gesellschaftsmodell erhalten hat.
    • 1990 haben Millionen von Menschen sich gegen die Chance zum Sozialstaat für den Kapitalismus entschieden.
    • Der Sozialstaat is asozial: Arbeitsscheue werden hofiert, der Arbeitgeber muß Leute bezahlen, die gegen Ihn arbeiten (Betriebsrat), vernichtet Arbeitsplätze.
    Wie er Arbeitsplätze vernichtet?
    • Platt geantwortet durch die entstehenden Kosten: Abgefuckt, daß man für jeden Arbeitnehmer die zwei- bis dreifachen Kosten seines Gehaltes investieren muß (welchen legitimen Anspruch haben eigentlich Beamte/Funktionäre auf das vom Arbeitnehmer erwirtschaftete Geld?).
    • Am Beispiel aus dem Bekanntenkreis: Da gibt's 'ne kleine Firma in Ostdeutschland. Solide Arbeit, profitabel. Bis der Geschäftsführer durch Dummheit/Überheblichkeit/Lügen das profitable[!!!] Unternehmen in die totale Liquiditätskrise führt. Der Unternehmer hat die Kredite am Hals, die Angestellten sind auf Kurzarbeit, der Geschäftsführer kann erst in einigen Monaten endgültig abserviert werden, da arbeitnehmerfreundliche Gesetze ihm sechs Monate Kündigungsfrist einräumen und kein Geld für eine Abfindung vorhanden ist. Und ob die -- eigentlich profitable -- Firma in den nächsten Monaten trotz aller Rettungsversuche nicht doch noch für bankrott erklärt werden muß, der Unternehmer sein hart erarbeitetes Eigentum behält, ist unklar...

    Re:Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:2)
    Von NoSuchGuy am Friday 16. February, 05:45 MET (#12)
    (User #97 Info)
    In meinem ersten Studium hatte ich das "Vergnügen" mich mit den dt. Rentengesetzen auseinander setzen zu dürfen.

    Ich kann nur sagen mich KOTZT an, das die Politiker seit Jahren es nicht auf die Reihe gebracht haben das Rentensystem zu reformieren.
  • Die jetzt 60 Jährigen zahlen weniger an Beiträgen ein als sie später Rente kassieren.
  • Die jetzt 40-Jährigen machen noch kein Verlust.
  • Die jetzt 30-Jährigen machen eindeutig Verlust. Sie bekommen weniger raus als sie eingezahlt haben.

  • Wenn ich das jetzt schon weiß, warum muß ich dann mitmachen? Nur wegen diesem Generationenvertrag? oder "...weil das schon immer so war?"

    Ich bin vielleicht in meinen Ansichten etwas extrem, aber ich habe auch viel gesehen und konnte nichts daran ändern. Meine Mutter arbeitet bei uns in der Stadt auf dem Sozialamt, die könnte Stories erzählen. Es gibt einige Abzocker, aber auch viele denen bürokratische Hürden in den Weg gelegt werden. Wenn es in Deutschland 2 Mio weniger Arbeitslose geben würde, dann wären ca. 100.000 Arbeitsplätze gefährdet. Diese Arbeitsplätze sind bei den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (Schulungen) und auf den Arbeitsämtern.
    Re:Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:1)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Friday 16. February, 10:31 MET (#16)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Er entspricht nicht der menschlichen Natur

    Seit wann ist Leute vor dem Markt schuetzten unnatuerlich? Solidaritaet ist seit Jahrmillionen im Menschen eingebaut.

    1990 haben Millionen von Menschen sich gegen die Chance zum Sozialstaat für den Kapitalismus entschieden.

    Huh? Die haben sich gegen Kommunismus (= Diktatur) entschieden. Dass du Sozialstaat und Kommunismus verwechselst zeugt nicht gerade von Kenntnis der Materie.

    Der Sozialstaat is asozial: Arbeitsscheue werden hofiert, der Arbeitgeber muß Leute bezahlen, die gegen Ihn arbeiten (Betriebsrat), vernichtet Arbeitsplätze.

    Der Kapitalismus ist asozial: Arbeitsscheue (Kapitalgewinnler) werden hofiert, die Arbeitenden muessen Leute bezahlen, die gegen sie arbeiten (die Sparbuerokraten), vernichtet Arbeitsplatze (wegrationalisiert) und macht die bestehenden schlechter (durch Kostendruck).

    [Geschäftsführer]

    Was exakt soll ein inkompetenter Geschaeftsfuehrer (wohl vom Unternehmer eingestellt weil er selber die Arbeit nicht machen wollte) als Argument zu suchen haben in einer Diskussion um die Wirkung von Gewerkschaften?
    --
    Intellectual Property is Intellectual Robbery

    Re:Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:1)
    Von tbf am Friday 16. February, 15:46 MET (#19)
    (User #21 Info)
    Seit wann ist Leute vor dem Markt schuetzten unnatuerlich? Solidaritaet ist seit Jahrmillionen im Menschen eingebaut.
    Ja, und wer verursacht die Marktgewalten? Irgendein höheres Wesen? -- Nein, es sind Menschen. Oder schau einfach mal in jede beliebige Community (wie (Sport)Vereine, LUGsen, Cliquen, Parteien, Regierungen, weiß der Geier was...): Sobald jemand in diesen Gruppen macht erhält, geht's bei den meisten Menschen los mit dem Machtmißbrauch. Gut, es gibt ein paar Menschen edlerer Gesinnung. Die auf solche Ränkespiele meinen Versichten zu können. Bis auf wenige (Mutter Theresa vielleicht) sind/werden die meisten daran scheitert/scheitern. Selbst ein Linus Torvalds oder Eric Raymond agieren IMHO aus zutiefst egoistischen Motiven. Und ein Richard Stallmann wird für seine Ansichten von der OpenSource-Community[!!!] ausgepfiffen.
    Huh? Die haben sich gegen Kommunismus (= Diktatur) entschieden. Dass du Sozialstaat und Kommunismus verwechselst zeugt nicht gerade von Kenntnis der Materie.
    Genau auf diese oberflächliche Antwort habe ich gewartet...

    Ja, zuerst wandte man sich gegen ein aus idealistischen Motiven geformtes aber aus verschiedensten Gründen (z.B. dem oben beschriebenen Egoismus) gescheitertes Modell. Das war auf jedenfall richtig, aber nicht die krasse Fehlentscheidung (darf ich als Einzelner das so werten [?]) auf die ich anspiele. Diese Aktion fand nähmlich 1989 statt.

    Was ich meine, sind die darauf folgenden politischen Verstrickungen, machtgeilen Querelen in den Bürgerrechtsgruppen, Parteien, die Westgeldgeilheit vieler Bürger. Es wurde weder versucht die DDR zu reformieren, was sicher vernünftig war, noch wurde versucht die Bundesrepublik zu reformieren. Statt dessen folgte man tumb dem Ruf des Geldes, dem Ruf des vermeintlichen persönlichen Vorteils. Bedenken, die das heute im Osten exisitierende Szenario beschrieben wurden als Unkenrufe, als ewiggestrig abgetan. Achso, das heutige Szenario: 20% registrierte Arbeitslose, ein BSP unter dem Niveau von Portugal, Firmenpleiten in Massen auf der Tagesordnung, vergammelnde Städte und Dörfer, Landflucht in die Städte/den Westen (BTW: Seit 1990 haben mehr Menschen Ostdeutschland verlassen als es zwischen 1949 und 1989 überhaupt versucht wurden...), Fußballvereine die Pleite gehen, weil die Leute keine 10 Mark für die Eintrittskarte aufbringen können...

    Die Leute wollten aus Hoffnung auf den eigenen Vorteil dieses Szenario. Und falls Du Dich mal in die Slums des Osten verirrst, versuch' mal rauszufinden, wer die Entscheidung von 1990 als Ursache erkannt hat... Die meisten hoffen immer noch auf den persönlichen Vorteil, oder leben Ihn sogar -- natürlich in kleinerem Rahmen als erhofft -- aus.

    Was exakt soll ein inkompetenter Geschaeftsfuehrer (wohl vom Unternehmer eingestellt weil er selber die Arbeit nicht machen wollte) als Argument zu suchen haben in einer Diskussion um die Wirkung von Gewerkschaften?
    <rant>Wunderbar, wie die Gewerkschaften in Deinem Kopf bereits gewütet haben. Daß dieser "faule" Unternehmer einfach mal eine Vision hatte, bereit war Geld und Zeit zu investieren aber aus verständlichen Gründen seine sichere Anstellung nicht aufgeben wollte, kannst Du Dir nicht vorstellen, oder? Daß dieser "faule" Unternehmer trotzdem über 80 Stunden die Woche geackert hat (für seinen eigenen Arbeitgeber und die Firma) hältst Du sicher für ein Gerücht. Das es aus dieser Situation heraus sinnvoll ist, einen hauptberuflichen Geschäftsführer zu bestellen, kannst Du Dir nicht vorstellen.</rant>

    Aber zurück zum Thema: Es hat sich also herausgestellt, daß der fürstlich bezahlte Geschäftsführer offenbar nicht die geeignete Besetzung war. Und es besteht die Situation, daß er erstens aufgrund des begangenen Vertrauensbruchs, zweitens aufgrund seiner Qualifikation in der Firma nicht mehr von Nutzen ist. Achso, und nicht zuvergessen: Finanziell liegt die Firma momentan am Boden. Das sinnvollste wäre es also, den Geschäftsführer zu entlassen und von seinem Gehalt z.B. die Angestellten, die die einzigen sind, die bestehende Aufträge abschließen, und somit wieder Geld in die Kassen spielen könnten zu bezahlen.

    Dummerweise besteht für unseren lieben Geschäftsführer aber eine gesetzliche Kündigungsfrist von sechs Monaten, kann keine Abfindung gezahlt werden und würden die Arbeitsgerichte jede unternehmensrettende Aktion gegen den ehemaligen Geschäftsführer boykottieren. Als Resultat wird wahrscheinlich der gesamte Laden vor die Hunde gehen, weil eine einzelne Person über die Gebühr geschützt wird. Coole "Sozialgesetze", die zehn andere für einen einzelnen Angestellten über die Klinge springen lassen...

    Re:Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:2)
    Von Mnementh (symlink@mnementh.de) am Friday 16. February, 19:39 MET (#21)
    (User #123 Info) http://www.mnementh.de/
    Genau. Die Menschen sind von Natur aus schlecht und egoistisch. Die natürliche Folge sind soziale Spannungen: manche haben sich durch Glück/Cleverness/Protektion nach oben gearbeitet und leben gut, vielen anderen geht es eher schlecht.

    Deshalb machte man eine tolle Erfindung, genannt Sozialstaat. Er soll die Menschen vor ihrer eigenen Schlechtigkeit schützen. Natürlich ist das System über die Jahre gewachsen und hat Korruption/Fehler/Dummheiten akkumuliert. Das ist aber kein grundsätzlicher Mangel des Sozialstaates. Sicher gibt es manches was falschläuft. Es wäre richtig das zu kritisieren und einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag zu machen.

    Nur am Rande. Wir hatten schon mal reinen Kapitalismus ohne soziale Rücksichten. Vielleicht erinnerst Du Dich an den Geschichtsunterricht. Mir fallen da so Sachen wie Kinderarbeit, Hungerlöhne, Rachitis usw. ein. Du willst dahin zurück? Ohne mich, ich möchte doch lieber die Fortschritte der Zivilisation geniessen. Und der Sozialstaat (inklusive Gewerkschaften) gehört dazu.

    Ciao, Mnementh
    Re:Was falsch ist am Sozialstaat? (Score:1)
    Von tbf am Friday 16. February, 21:00 MET (#22)
    (User #21 Info)
    Ja, der Mensch ist von Natur aus schlecht. Und der Sozialstaat ist eine beschissene Idee:
    • Er bindert diejenigen die (aus welcher Motivation auch immer) agieren, Wohlstand (für wen auch immer) schaffen wollen -- Wohlstand ist IMHO die Grundlage jeder sozialen Einrichtung.
    • Der Egoismus des Menschen geht soweit, daß "Beschützte" dazu neigen Ihren "Beschützern" in den Hintern zu treten. Und da einfach mal kein höheres Wesen existiert, welches über uns richten wird, ist dieses Beschützen wollen zwar lobenswert aber absolut schwachsinnig.
    Was ich nicht bestreite: Man benötigt (idealerweise unbestechliche) Mechanismen, die das Marktgebaren Einzelner zügeln. Schlichtweg weil die Idee von der Moral des Einzelnen nicht greift.

    Übrigens, da Du gerade versuchst die Geschichte zu bemühen: Der Sozialstaat, wie wir ihn in Deutschland erleben, wurde von einem ultrareaktionären Knaben namens Bismark ins Leben gerufen. Mit dem Ziel das Volk einzulullen. Prima gelungen, würd ich sagen.

    Und Dein Märchen "Markt führt zu Manchesterkapitalismus" nehme ich Dir einfach mal nicht ab: Ansatzweise wird dieses nämlich jenseits des Teiches, aber auch in Regionen wie den Tigerstaaten wiederlegt.

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