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Was ist denn bitte daran niederschmetternd für Linux?
38 % Windows
27 % Linux
Ich muß davon ausgehen, daß diese Zahl für Linux frei erfunden ist. Sie mag auf echten Verkaufszahlen für bunt verpackte Distributionen beruhen, aber die lassen keine zuverlässige Interpretation zu. Woher will denn Microsoft wissen, ob eine Distribution auf einem Server oder auf einer Workstation eingesetzt wird?
Selbst wenn wir davon ausgehen, daß Microsoft diese Interpretation mittels göttlichen Beistands geschafft hat: Nehmen wir einmal an, daß von 10 Linux-Distro-Käufern 3 die Distribution auf genau einer weiteren Maschine installieren, und daß auf diese 10 Käufer 3 weitere kommen, die den ganzen Kram aus dem Netz heruntergeladen haben.
Gehen wir mal auf absolute Zahlen.
100 Menschen kaufen ein OS:
38 kaufen Windows
27 kaufen Linux
45 kaufen was anderes
Zu den 27 Linux-Käufern, die ihre Linux-Distribution auf genau einem Rechner installieren, kommen nun noch drei, die sie auf zwei Rechnern installieren und drei, die garnichts kaufen, sondern alles heruntergeladen haben.
38 haben Windows
33 haben Linux
45 haben was anderes
Das führt schon zu einer Verteilung der Installationen von:
32% Windows
28% Linux
Da würde es dann doch enger, aber auch nur vorausgesetzt, daß die Zahlen, die wir oben hineingesteckt haben, auch stimmen.
Solche Entwicklungen können mit spielerischer Leichtigkeit getürkt werden, indem man eine andere Grundlage nimmt als beim letzten Mal. Ich empfehle das Buch "So lügt man mit Statistik" von Walter Krämer, gibt es in jeder guten Buchhandlung.
Außerdem: Wer will schon, daß Linux die Weltherrschaft übernimmt? Wenn Microsoft sich mit der XP-Lizensierung den Todesstoß versetzt hat und Linux Mainstream ist, müssen wir uns ja ein neues Spielzeug suchen.
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Was ist denn bitte daran niederschmetternd für Linux
Lies doch noch mal, was ich geschrieben habe. Die absoluten Zahlen sind hier gar nicht so wichtig, dafür aber die Tendenz. Der messtechnisch bedingte Fehler dürfte sich in den vergangenen Statistiken ähnlich ausgewirkt haben wie dieses Mal. Mein Punkt war, dass das das exponentielle Linux-Wachstum in diesem Jahr ein Ende gefunden hat.
Woher will denn Microsoft wissen, ob eine Distribution auf einem Server oder auf einer Workstation eingesetzt wird?
Wie schon erwähnt wertet die IDC (nicht MS, btw.) in der Statistik nur Komplettsysteme mit vorinstalliertem Betriebssystem. Die Zahl der Leute, die ein Server-Rack auf dem Schreibtisch stehen haben, dürfte nur minimalen Einfluss auf die Zahlen haben ;-).
Solche Entwicklungen können mit spielerischer Leichtigkeit getürkt werden, indem man eine andere Grundlage nimmt als beim letzten Mal.
Ist klar, nur wenn die IDC das machen würde, wäre sie ziemlich schnell alle Kunden los, die verlässliche Daten wollen. Natürlich kann man die Zahlen interpretieren, wie man will, z.B:
- Windows liegt vorne, weil mehr Komplettsysteme verkauft wurden.
- Linux liegt vorne, weil die relative Wachstumsrate höher ist.
- Beide liegen gleich auf, weil etwa gleich viel Systeme mehr verkauft wurden als im letzten Jahr.
- Die sind beide unbedeutend, weil die (subjektiv) wichtigen Systeme alle mit Solaris oder FreeBSD laufen.
Außerdem: Wer will schon, daß Linux die Weltherrschaft übernimmt? Wenn Microsoft sich mit der XP-Lizensierung den Todesstoß versetzt hat und Linux Mainstream ist, müssen wir uns ja ein neues Spielzeug suchen.
Hauptsache dagegen, oder was? -- ln -s /dev/null /dev/brain
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Versteh ich nicht. Einerseits schreibst Du selbst, daß die Serververkäufe nicht realistisch sind, und dann sagst Du, das sei ein Niederschlag für Linux. Ja, was denn nun? Du glaubst doch nicht wirklich alles, was IDC, Gartner und wie sie alle heißen, schreiben. Und "verlassen" tut sich auf diese Typen eh keiner.
Mich würde im übrigen viel mehr interessieren, was hinter den 45% anderen steckt. Diese ganze Statistik stinkt zum Himmel. Oder die Interpretation ist falsch. Eins von beiden.
Hauptsache dagegen, oder was?
Zum Teil ja. Ich diskutiere darüber mittlerweile einmal im Monat herum.
Was ist, wenn Linux in 10 Jahren von der Industrie kontrolliert wird und die GPL vom obersten Gerichtshof der USA für nichtig erklärt wurde? Dann darf man doch dagegen sein, oder?
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Die meisten Debian installationen werden über das netzwerk gemacht (ist auch am einfachsten), und die die eine CD kaufen, installieren sie möglicherweise duzende male.
Debian wird gerne auf servern und workstation "clustern" benutzt, viel seltener bei heimbenützern.
Der Debian Popularity Contest wertet daten aus, die er von maschienen zugemailt bekommt, die das "popularity-contest" paket installiert haben. Dieses paket kann nur explizit installiert werden, es dürfte also auf allerhöchstens 1% aller debian machinen aktiv sein. Und doch: "About 1096 individual computers submitted results this week." ...
Linux marktanteile sind sowieso irrelevant, was würde ein hoher marktanteil bedeuten? Wem gehört linux? Wer verliert etwas wenn es 10000 Linux installationen mehr oder weniger gibt, solange er es selbst benutzen kann (und den code hat)? Klar, es ist schön zuzusehen, wie schnell sich linux verbreitet, aber am ende spielt es nicht wirklich eine grosse rolle.
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Genau. Ich habe mir vorgenommen, nie wieder für Linux Geld auszugeben, außer vielleicht für ein Debian-CD-Set. Ist eh alles Lug und Trug.
Debian ist die Debian-User, und die Debian-User sind Debian. Ich finde wichtig, daß hinter Debian keine Firma steht, die ihre Aktionäre beglücken muß.
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