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Von Anonymer Feigling am Wednesday 05. April 2006, 19:53 MEW (#3)
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es ist ja gut wennn man was pueshed, aber MUSS denn dieser Ubuntu Hype wirklich sein?
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Wieso Hype?
Wenn es die Leute benutzen ist es kein Hype.
Ubuntu-User sind oft n00bs. Daher bin auch ich froh wenn in diesem Beitrag klip und klar ergänzt wird, dass es für meine Distro auch sowas gibt.
Ps: Ich hab meiner Familie Ubuntu installt und es klappt! Meine Mutti kommt zurecht! toll wie?
PPs: Sorry, ich will hier keine Disskusion eröffnen. Soll doch jeder nutzen was er will!
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Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 11:49 MEW (#12)
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Das ist doch bei Debian genau gleich. Und woher kommt ZUbuntu nochmal?
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Von Anonymer Feigling am Friday 07. April 2006, 08:15 MEW (#22)
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Ist Ubuntu nicht ein Abkömmling von Debian und deshalb sollte es doch klar sein, dass dies auch für Ubuntu gilt.
Das gleiche kann man nicht immer von RPMs sagen.
Läufts auf Redhat, sollte es dann immer auch auf SuSE, Mandrake, CentOS und ... laufen ????
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Von Anonymer Feigling am Friday 07. April 2006, 14:44 MEW (#27)
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Binaerpakete sind immer problematisch, wenn man sie nicht komplett statisch linkt, was man kaum will. Das eigentliche Problem sind aber eher die unglaublich unflexiblen Paketsysteme. Beispielhaft ist da immer eine Abhaengigkeit von einer anderen Version der libc. Dank ELF kann man eigentlich beliebig viele Versionen einer Bibliothek nebeneinander und voellig konfliktfrei installieren. Die ueblichen Paketsysteme kommen damit aber nicht klar, wahrscheinlich weil die Entwickler urspruenglich mal keinen Plan hatten oder sie den zusaetzlichen Aufwand (eigentlich nicht viel) fuer ueberfluessig halten.
Ein Windows-orientierter Hirnfurz ist das nicht installieren der Header-Dateien von Libraries, so wie das quasi alle Linux-Distros handhaben. Da braucht man dann erst eine sogenannte "Developer-Version". Voelliger Schwachsinn und extrem nervig, besonders wenn man Software schreibt, die quasi ueberall kompiliert und laeuft, aber die potentiellen Benutzer dann XYZ-dev installieren muessen, obwohl sie XYZ installiert haben, was man als Nicht-Benutzer eines solchen Schwachsinnssystems nicht immer weiss. Wuerde ich fuer den Support von solchen Fragen/Probleme bezahlt, waere ich schon laengst reicher als Bill Gates. So ist es einfach nur Zeitverschwendung.
So etwas nervt vor allem bei Distros mit antiken Paketversionen oder wenn die Distro die Software nicht enthaelt, wodurch das Selbstkompilieren absolut notwendig ist. Bei einem BSD kann man selbstverstaendlich auch Header und Compiler weglassen, standardmaessig ist so etwas aber grundsaetzlich immer installiert und das ist meines Wissens auch bei jedem anderem Unix so. Mit Speicherplatz oder "braucht man eh" nicht argumentieren ist auch blanker Hohn, wenn man sieht, wieviel Kram bei vielen Distros installiert und auch gestartet wird.
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Ach nee, Quelle war ja doch schon drin ...
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Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 03:35 MEW (#9)
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Und was ist dein Problem? Kriegst du Komplexe weil Linux Enduser tauglich ist und du nicht mehr bei Kollegen den Checker raushängen kannst wenn du sagst du hast Linux installiert?
Ne sorry.. diese Entwicklung ist absolut gerechtfertigt und auch unterstützungswert.
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Wer gegen ein Minimum
Aluminium immun ist, besitzt
Aluminiumminimumimmunität
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100% ACK 3b
Unknown: "If Linux doesn't have the solution, you have the wrong problem."
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Da kommt bei mir die Frage auf, wenn es das Ziel von GNU/Linux nicht ist Windowsähnlich zu werden - was ist es dann?
In den Reden zu freies Software betont Richard Stallmann (der Gründer des GNU Projekts, welches etwa 95% eines "Linux-Systems" ausmacht) immer wieder, dass es nicht darauf ankommt erfolg zu haben, oder "cool" zu sein. Es geht darum, den Leuten die Möglichkeit zu geben ein freies Betriebssystem benutzen zu können.
Dabei ist es eine Anforderung an solch ein freies OS, dass es wirklich benutzbar ist für die breite Masse. Es geht nicht nur darum ein Betriebssystem zu schaffen, welches für Cracks ideal ist, weil es mächtig und zuverlässig ist, sondern auch darum Leuten eine Software anzubieten mit der sie nicht mehr Abhängig sind von grossen Konzernen und sie keine Endnutzerbestimmungen mehr akzeptieren müssen, mit denen sie und deren Freunde gebeutelt werden.
Du kannst diese Ziele von RMS akzeptieren, sie ok finden oder ablehnen. Nur, das sind die ursprünglichen Ziele von GNU, des Systems, was du benutzt. Das System ist nicht für dich persönlich geschrieben und darf sich jetzt nicht mehr ändern, nur weil du es dann nicht mehr toll findest. Es wäre falsch die ursprünglichen Ziele zu verraten, nur weil irgendwer es "cool" findet, wie es ist. --
Quidquid est, timeo parvus mollis et dona ferens!
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GNU Projekts, welches etwa 95% eines "Linux-Systems" ausmacht
Huh? Das scheint mir eine sehr unglaubwuerdige Statistik zu sein.
Kernel non-GNU (ausser du hast Hurd), libc GNU, XFree/Xorg non-GNU, Gnome/KDE/etc GNU (Gnome) oder non-GNU (der Rest), shell/utils ueblich GNU (je nach bash/zsh/tcsh), gcc GNU, Apps teils GNU teils non-GNU, Daemons zumeist non-GNU.
Das scheint mir so auf 1/3..2/3 GNU rauszulaufen, je nach was man genau benutzen tut, also nirgendswo in der Groessenordnung 19/20.
Selbst wenn du alles was [L]GPL Lizenz hat (z.B. den Kernel) als GNU Projekt missdeklarierst, landest du wohl nur bei 2/3..5/6 (X ist alleine wohl 1/6 des Systems). --
GPL ist neo-amerikanische Freiheit: du bist gezwungen frei - von jeder Moeglicheit die sie schaedlich erachten
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Du setzt hier schon etwas harte Worte ein, aber eigentlich hast du ja sogar Recht. Ich finde es auch scheisse, wenn man, nur um es Umsteigern leicht zu machen, Windows zu imitieren versucht. Ich bin zwar dafür, dass Linux (jaja, und auch *BSD) Enduser-Tauglich werden. Auch ich freue mich über HAL, pmount, media:/-KIOSlave und Konsorten, weil ich nicht einsehe, warum ich für jeden USB-Stick, MP3-Player, Kamera, ... wieder einen Eintrag in /etc/fstab machen soll. Zum Beispiel.
Ich finde, dass der OSS-Desktop seinen eigenen Stil entwickeln soll, seine eigenen Konzepte, wobei man schon mal ein paar Dinge der Konkurrenz abschauen kann (die tun's ja auch, und wieso das Rad immer wieder neu erfinden?).
Bezüglich "Massenweise Enduser": Tja, da brauchts dann wohl irgendwann eine bessere Aufteilung der Newsgroups und Foren. Die Umsteiger/Neueinsteiger sollten ihre Fragen dort stellen, wo sie Übergeeks wie Dich oder mich nicht stören.
tL -- ... I don't like it, but I guess things happen that way ... (J. Cash)
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Viele der Wuermer und Viren fuer Windows sind eben einfach deshalb ueberhaupt wirksam, weil der Nutzer zum einen ueberhaupt nicht weiss, was das System treibt und zum zweiten mehr Wert auf Idiotensicherheit denn auf Absicherung gelegt wird. (Makroviren, Lieber als Administrator surfen als sich fuer Systemadministration erneut anzumelden, Starten von Services die kein Schwein braucht). Wenn man z.B. ein SuSE via Standardinstallation nimmt, macht das genau das - diesen Anwenderfreundlichkeitsbruteforce. Nicht, dass der Nutzer nen Cups selber starten muss, wenn er ihn braucht. Oder RPC-Dienste. Wir starten das einfach mal per default. Dass dieses Monstrum von System dann knapp 5min braucht, bis es mal gebootet hat, das ist ja dann egal. Bloat is beautiful.
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Diskordier schwimmen nicht gegen den Strom, sie steigen aus dem Fluss. -><-
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Anwenderfreundlichkeitsbruteforce. muss ich mir merken ;)
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Es zwingt dich ja niemand, die neuen Möglichkeiten wie den NetworkManager einzusetzen. Für Server wird ja z.B. auch explizit davon abgeraten.
Aber glaube mir: Für Nutzer von verschiedenen WLAN-Netzen ist das ein Segen.
Man hat mal GNU/Linux mit Lego und Windows mit Playmobil verglichen: Windows war komplett fertig, lässt sich aber nicht mehr anpassen. GNU/Linux ist anpassbar, weil es eine offene Architektur besitzt, im Quelltext verfügbar ist und viele alternative Oberflächen etc. bietet. Lange musste man aber erstmal recht viel Zeit investieren, um Lego respektiviere Linux wie gewünscht zusammenzusetzen/zu konfigurieren.
Wenn jetzt vieles immer einfacher "out of the box" funktionier, veliert deshalb GNU/Linux nicht die anpassbarkeit.
Der Unterschied: Viele Distributionen sind inzwischen fertig zusammengabeute Lego-Konstruktionen. Der Nutzer kann sie nehmen und einfach benutzen, ohne sich um das System dahinter zu kümmern. Aber niemand hindert dich auch dieses Lego-Spielzeug wieder auseinanderzunehmen und neu zusammenzusetzen. Diese Freiheit bleibt erhalten - und darum geht es IMHO.
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Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 16:44 MEW (#19)
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Seh ich aehnlich... verstehe bis heute nicht, warum sich Leute Linux installieren, die eigentlich nur ein bugfreieres Windows moechten. Jedes Mal wenn ich Distributionen wie Suse, Fedora, Ubuntu und neuerdings auch Gentoo sehe frag ich mich... muss das denn wirklich sein? Es ist eine grausame Vorstellung fuer mich all die DAUs an ner Linuxkiste zu sehen und die selben Fehler zu machen wie unter Windows, weil sie 0 von dem "unten drunter" verstehen und es auch nicht verstehen _wollen_.
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Dieses Nichts-verstehen-wollen ist eben die falsche Motivation, finde ich. Die Macht, die ich unter Linux habe kommt nicht von der "Bugfreiheit", die ja nichtmal existiert. Auch die Stabilitaet ist eher sekundaer, das setz ich schon fast voraus. Die eigentliche Macht, und das ist der Hauptgrund fuer mich Linux privat zu verwenden, ist einfach, _dass_ ich modifizieren darf. Und nicht allzu selten auch _muss_! Dass ich eben sehe was das Ding macht und dass ich's aendern kann. Durch dieses "benutzerfreundliches" Zeug (ich finde es gibt weitaus benutzerfreundlicheres als KDE oder GNOME) wird dem User beim Umstieg von Windows eine Illusion vorgegaukelt. Sieht aus wie Windows, ist lahm wie Windows (wenn nicht noch langsamer) aber installier doch mal kurz nen Treiber, der eben nicht von deinem Distributor kommt. Unter Windows kein Problem aber mach das mal unter SuSE; da hast du so wichtiges Zeug wie den GCC, die Kernelheader und vieles mehr ja noch nichtmal installiert (out-of-the-box). Und bring mal einer Person, der du kurz mal GTKPod kompilieren musst bei, dass du dazu nen paarhundert Megabyte Pakete saugen musst, die fuer mich fuer ein 'sane-environment' einfach Standard sind. Ja, nimm doch die Mainstreampakete - und was ist wenn ich das Ding vorher patchen will, weil ich das ja eigentlich darf?
Man sollte erstmal anfangen systemnahe Operationen eventuell fuer Anfaenger ueberschaubarer zu machen bevor man sie mit Farbe und Mausbedienung quaelt.
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Diskordier schwimmen nicht gegen den Strom, sie steigen aus dem Fluss. -><-
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