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Linux auf dem Desktop: Es geht voran
Veröffentlicht durch maradong am Mittwoch 05. April 2006, 16:43
Aus der über-linux-und-den-desktop Abteilung
Linux Doener schreibt: "Schon desöfteren wurde ein bevorstehender Durchbruch für GNU/Linux auf dem Desktop prophezeit. Doch noch immer fristet das auf Servern sehr erfolgreiche Betriebssystem trotz schicker Desktop-Umgebungen wie KDE und GNOME ein Schattendasein auf Desktop-Computern."

Doener schreibt weiter: Viele der Probleme für den Linux-Desktop, die der frühere Suse- und KDE-Mitarbeiter Chris Schläger bereits auf heise open schilderte, werden nun angegangen. Die Windows-API WINE konnte in den letzten Monaten enorme Fortschritte verzeichnen und damit ein entscheidendes Stück Arbeit für die Überwindung des "Heinne-Ei-Problems" für den Desktop-Durchbruch von Linux leisten. Künftige Anwendungen für Windows Vista werden aber wahrscheinlich zu einem guten Teil mittels Microsofts Entwicklungsumgebung .NET in C# geschrieben werden. Dies verbessert die Aussichten auf die Protabilität dieser Software enorm: Das freie Mono Project veröffentlichte jüngst eine Beta-Version des kommenden Mono 1.2, das den kompletten Funktionsumfang von .NET 1.1 bietet. Auch Teile von .NET 2.0, das Microsoft erst vor kurzem vorstellte, werden bereits unterstützt.

Ein weiteres Hinderniss für GNU/Linux, vor allem auf Notebooks, war dessen teils etwas unkonfortabler Umgang mit Netzwerken. Wer, beispielsweise mit seiner WLAN-Karte, verschiedene Netze an verschiedenen Orten nutzen wollte, kam in vielen Fällen nicht um eine Rekonfiguration der Netzwerkhardware vor Ort herum. Das relativ neue GNOME-Projekt NetworkManger will daher nun "schmerzfreies" Netzwerken ermöglichen. Die unabhängig vom verwendeten Desktop funktionierende Software soll sich automatisch in ein erkanntes WLAN-Netzwerk einloggen, wenn es zuvor bereits benutzt wurde. Die Projektleiter versprechen eine "unsichtbare Software", die "einfach funktioniert".

Als weiteres Hemmnis für die Entwicklung von Desktop-Software für GNU/Linux sehen manche die Existenz zweier dominierender Desktop-Umgebungen: KDE und GNOME. Zwar laufen GNOME-Programme unter KDE und umgekehrt - viele komplexere Funktionen wie der Umgang mit Hyperlinks, die Verwaltung des Programmenüs, das Abfragen des Adressbuchs oder das Setzen und Abfragen des Web-Proxy sind in den Umgebungen unterschiedlich umgesetzt, sodass Programmierer, die für beide Umgebungen Anwendungen entwickeln, viele Dinge doppelt implementieren müssen. Heise berichtet heute über ein auf der aktuell stattfindenden LinuxWorld vorgestelltes Projekt, das eine einheitliche Schnittstelle für beide großen Desktop-Umgebungen umsetzen will. Das Portland getaufte Projekt entwickelt dazu einen Satz von Kommandozeilentools (xdg-utils) und eine Bibliothek (DAPI), die über einen Desktop-spezifischen Daemon aufgerufen werden sollen. Dabei arbeiten sowohl Mitarbeiter von GNOME als auch von KDE am Projekt mit. Gegründet wurde Portland vom Open Source Development Labs. Inzwischen arbeitet man jedoch unter dem Dach der Freedesktop-Initiative. Nach dem Wunsch beider Organisationen soll Portland ein Teil der Linux Standard Base werden.

Heute ist CSS Naked Day | Druckausgabe | EiffelStudio ab sofort auch unter GPL erhältlich  >

 

 
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    NetworkManager für Debian (Score:2)
    Von Doener am Wednesday 05. April 2006, 17:56 MEW (#1)
    (User #2169 Info) http://fuckup.twoday.net/

    Ach ja, falls ein Debianer Interesse am NetworkManager hat, in Debian unstable ist das schon drin:

    network-manager (0.5.1-3)

    network-manager-gnome (0.5.1-3)


    Re: NetworkManager für Debian (Score:1)
    Von monkey am Wednesday 05. April 2006, 18:22 MEW (#2)
    (User #1848 Info)
    Und natürlich auch für K/X/Ubuntu... ;)
    Link zur Paketübersicht
    Re: NetworkManager für Debian (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 05. April 2006, 19:53 MEW (#3)
    es ist ja gut wennn man was pueshed, aber MUSS denn dieser Ubuntu Hype wirklich sein?
    Re: NetworkManager für Debian (Score:1)
    Von bo am Wednesday 05. April 2006, 21:18 MEW (#4)
    (User #1988 Info)
    Wieso Hype?
    Wenn es die Leute benutzen ist es kein Hype.
    Ubuntu-User sind oft n00bs. Daher bin auch ich froh wenn in diesem Beitrag klip und klar ergänzt wird, dass es für meine Distro auch sowas gibt.

    Ps: Ich hab meiner Familie Ubuntu installt und es klappt! Meine Mutti kommt zurecht! toll wie?
    PPs: Sorry, ich will hier keine Disskusion eröffnen. Soll doch jeder nutzen was er will!
    Re: NetworkManager für Debian (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 11:49 MEW (#12)
    Das ist doch bei Debian genau gleich. Und woher kommt ZUbuntu nochmal?
    Re: NetworkManager für Debian (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Friday 07. April 2006, 08:15 MEW (#22)
    Ist Ubuntu nicht ein Abkömmling von Debian und deshalb sollte es doch klar sein, dass dies auch für Ubuntu gilt.
    Das gleiche kann man nicht immer von RPMs sagen.
    Läufts auf Redhat, sollte es dann immer auch auf SuSE, Mandrake, CentOS und ... laufen ????
    Re: NetworkManager für Debian (Score:2)
    Von P2501 am Friday 07. April 2006, 08:46 MEW (#23)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Das hat mit DEB oder RPM nicht wirklich was zu tun. Dort ist die Frage lediglich, ob ein Packet, welches nicht von der eigenen Distribution stammt, trotzdem installierbar ist.

    Bei Tools die derart tief in die Systemverwaltung eingreifen stellt sich ein ganz anderes Problem, nämlich ob sie sich mit den anderen Tools vertragen. Da jede Distribution eigene Tools hat (auch die von Ubuntu unterscheiden sich zum Teil von jenen von Debian) ist dies keineswegs universell sichergestellt.


    --
    GPL ist der Versuch, den Ring gegen Sauron einzusetzen.

    Re: NetworkManager für Debian (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Friday 07. April 2006, 14:44 MEW (#27)
    Binaerpakete sind immer problematisch, wenn man sie nicht komplett statisch linkt, was man kaum will. Das eigentliche Problem sind aber eher die unglaublich unflexiblen Paketsysteme. Beispielhaft ist da immer eine Abhaengigkeit von einer anderen Version der libc. Dank ELF kann man eigentlich beliebig viele Versionen einer Bibliothek nebeneinander und voellig konfliktfrei installieren. Die ueblichen Paketsysteme kommen damit aber nicht klar, wahrscheinlich weil die Entwickler urspruenglich mal keinen Plan hatten oder sie den zusaetzlichen Aufwand (eigentlich nicht viel) fuer ueberfluessig halten.

    Ein Windows-orientierter Hirnfurz ist das nicht installieren der Header-Dateien von Libraries, so wie das quasi alle Linux-Distros handhaben. Da braucht man dann erst eine sogenannte "Developer-Version". Voelliger Schwachsinn und extrem nervig, besonders wenn man Software schreibt, die quasi ueberall kompiliert und laeuft, aber die potentiellen Benutzer dann XYZ-dev installieren muessen, obwohl sie XYZ installiert haben, was man als Nicht-Benutzer eines solchen Schwachsinnssystems nicht immer weiss. Wuerde ich fuer den Support von solchen Fragen/Probleme bezahlt, waere ich schon laengst reicher als Bill Gates. So ist es einfach nur Zeitverschwendung.

    So etwas nervt vor allem bei Distros mit antiken Paketversionen oder wenn die Distro die Software nicht enthaelt, wodurch das Selbstkompilieren absolut notwendig ist. Bei einem BSD kann man selbstverstaendlich auch Header und Compiler weglassen, standardmaessig ist so etwas aber grundsaetzlich immer installiert und das ist meines Wissens auch bei jedem anderem Unix so. Mit Speicherplatz oder "braucht man eh" nicht argumentieren ist auch blanker Hohn, wenn man sieht, wieviel Kram bei vielen Distros installiert und auch gestartet wird.
    Ergänzung zur Quelle (Score:2)
    Von Doener am Wednesday 05. April 2006, 21:24 MEW (#5)
    (User #2169 Info) http://fuckup.twoday.net/
    Ach ja sorry, hab noch vergessen die Quelle von der Portlandgeschichte zu erwähnen. Das war dieser Heise-Artikel. Golem hat auch einen.
    Re: Ergänzung zur Quelle (Score:1)
    Von Doener am Wednesday 05. April 2006, 21:43 MEW (#7)
    (User #2169 Info) http://fuckup.twoday.net/
    Ach nee, Quelle war ja doch schon drin ...
    Ich hoer immer Linux... (Score:1)
    Von hubertf am Wednesday 05. April 2006, 21:27 MEW (#6)
    (User #285 Info) http://www.feyrer.de/
    NetBSD! => slashdot/DaemonNews!
    :-)F
    Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von hnaz (hnaz at dot pebcak dot de REMOVE THIS) am Thursday 06. April 2006, 03:20 MEW (#8)
    (User #1849 Info) http://hnaz.ath.cx
    Es tut mir leid aber mich kotzt zum Teil echt an, was viele Softwareprojekte vertreten. Ist es denn der einzige Weg zur "Desktoptauglichkeit", das System so windows-aehnlich wie moeglich zu machen? Ich habe mich damals endgueltig gegen Windows entschieden, weil ich es UNBENUTZBAR finde. Wer Windows will, soll Windows verwenden. Linux war nie, ist nicht und wird nie ein besseres Windows sein, Linux ist eben Linux. Massenweise Enduser bringen der Community eh nichts und ich persoenlich kann drauf verzichten.

    --
    Diskordier schwimmen nicht gegen den Strom, sie steigen aus dem Fluss. -><-

    Re: Falsche Massstaebe (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 03:35 MEW (#9)
    Widerstand ist zwecklos!
    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von tr0nix am Thursday 06. April 2006, 07:35 MEW (#10)
    (User #741 Info)
    Und was ist dein Problem? Kriegst du Komplexe weil Linux Enduser tauglich ist und du nicht mehr bei Kollegen den Checker raushängen kannst wenn du sagst du hast Linux installiert? Ne sorry.. diese Entwicklung ist absolut gerechtfertigt und auch unterstützungswert.


    ----------------
    Wer gegen ein Minimum
    Aluminium immun ist, besitzt
    Aluminiumminimumimmunität
    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von bvg (bvg@nostromo.ch) am Thursday 06. April 2006, 09:10 MEW (#11)
    (User #885 Info) http://www.nostromo.ch
    100% ACK
    3b

    Unknown: "If Linux doesn't have the solution, you have the wrong problem."
    Was ist das Ziel? (Score:1)
    Von Barachiel (barachiel.REMOVE -AT- gmx DOT net) am Thursday 06. April 2006, 12:20 MEW (#13)
    (User #1629 Info) http://aszlig.net/~thorium/
    Da kommt bei mir die Frage auf, wenn es das Ziel von GNU/Linux nicht ist Windowsähnlich zu werden - was ist es dann?
    In den Reden zu freies Software betont Richard Stallmann (der Gründer des GNU Projekts, welches etwa 95% eines "Linux-Systems" ausmacht) immer wieder, dass es nicht darauf ankommt erfolg zu haben, oder "cool" zu sein. Es geht darum, den Leuten die Möglichkeit zu geben ein freies Betriebssystem benutzen zu können.
    Dabei ist es eine Anforderung an solch ein freies OS, dass es wirklich benutzbar ist für die breite Masse. Es geht nicht nur darum ein Betriebssystem zu schaffen, welches für Cracks ideal ist, weil es mächtig und zuverlässig ist, sondern auch darum Leuten eine Software anzubieten mit der sie nicht mehr Abhängig sind von grossen Konzernen und sie keine Endnutzerbestimmungen mehr akzeptieren müssen, mit denen sie und deren Freunde gebeutelt werden.
    Du kannst diese Ziele von RMS akzeptieren, sie ok finden oder ablehnen. Nur, das sind die ursprünglichen Ziele von GNU, des Systems, was du benutzt. Das System ist nicht für dich persönlich geschrieben und darf sich jetzt nicht mehr ändern, nur weil du es dann nicht mehr toll findest. Es wäre falsch die ursprünglichen Ziele zu verraten, nur weil irgendwer es "cool" findet, wie es ist.
    --
    Quidquid est, timeo parvus mollis et dona ferens!
    Re: Was ist das Ziel? (Score:2)
    Von P2501 am Thursday 06. April 2006, 12:53 MEW (#15)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Da bin ich nicht ganz einverstanden. Zu verlangen, dass Linux oder irgend eine andere Software die Entwicklungsziele ändern soll, nur weil sie einem persönlich nicht passen, ist sicher falsch. Aber genau so falsch ist es, Ziele als in Stein gemeisselt zu betrachten. Insbesondere, wenn das Projekt nicht von einer Einzelperson, sondern von einer Community getragen wird.

    Darüber hinaus hat Linux als Gesamtsystem — also nicht nur Kernel und Tools, sondern auch die üblicherweise verwendeten Applikationen — keine eindeutigen Ziele. Es sind sehr viele verschiedene Gruppen am Werk, die teils sehr unterschiedliche Ziele haben. Die FSF ist nur eine davon.


    --
    GPL ist der Versuch, den Ring gegen Sauron einzusetzen.

    Re: Was ist das Ziel? (Score:2)
    Von hnaz (hnaz at dot pebcak dot de REMOVE THIS) am Thursday 06. April 2006, 16:24 MEW (#17)
    (User #1849 Info) http://hnaz.ath.cx
    Glaub mir, ich _liebe_ die GNU Utils. Und sie sind auch das, was ich persoenlich anwendungsfreundlich finde.

    --
    Diskordier schwimmen nicht gegen den Strom, sie steigen aus dem Fluss. -><-

    Re: Was ist das Ziel? (Score:2)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Friday 07. April 2006, 09:22 MEW (#24)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    GNU Projekts, welches etwa 95% eines "Linux-Systems" ausmacht

    Huh? Das scheint mir eine sehr unglaubwuerdige Statistik zu sein.

    Kernel non-GNU (ausser du hast Hurd), libc GNU, XFree/Xorg non-GNU, Gnome/KDE/etc GNU (Gnome) oder non-GNU (der Rest), shell/utils ueblich GNU (je nach bash/zsh/tcsh), gcc GNU, Apps teils GNU teils non-GNU, Daemons zumeist non-GNU.

    Das scheint mir so auf 1/3..2/3 GNU rauszulaufen, je nach was man genau benutzen tut, also nirgendswo in der Groessenordnung 19/20.

    Selbst wenn du alles was [L]GPL Lizenz hat (z.B. den Kernel) als GNU Projekt missdeklarierst, landest du wohl nur bei 2/3..5/6 (X ist alleine wohl 1/6 des Systems).
    --
    GPL ist neo-amerikanische Freiheit: du bist gezwungen frei - von jeder Moeglicheit die sie schaedlich erachten

    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von tL (sümlink bei frozenbrain punkt com) am Thursday 06. April 2006, 12:40 MEW (#14)
    (User #981 Info) http://www.frozenbrain.com
    Du setzt hier schon etwas harte Worte ein, aber eigentlich hast du ja sogar Recht. Ich finde es auch scheisse, wenn man, nur um es Umsteigern leicht zu machen, Windows zu imitieren versucht. Ich bin zwar dafür, dass Linux (jaja, und auch *BSD) Enduser-Tauglich werden. Auch ich freue mich über HAL, pmount, media:/-KIOSlave und Konsorten, weil ich nicht einsehe, warum ich für jeden USB-Stick, MP3-Player, Kamera, ... wieder einen Eintrag in /etc/fstab machen soll. Zum Beispiel.

    Ich finde, dass der OSS-Desktop seinen eigenen Stil entwickeln soll, seine eigenen Konzepte, wobei man schon mal ein paar Dinge der Konkurrenz abschauen kann (die tun's ja auch, und wieso das Rad immer wieder neu erfinden?).

    Bezüglich "Massenweise Enduser": Tja, da brauchts dann wohl irgendwann eine bessere Aufteilung der Newsgroups und Foren. Die Umsteiger/Neueinsteiger sollten ihre Fragen dort stellen, wo sie Übergeeks wie Dich oder mich nicht stören.


    tL

    --
    ... I don't like it, but I guess things happen that way ... (J. Cash)
    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von hnaz (hnaz at dot pebcak dot de REMOVE THIS) am Thursday 06. April 2006, 16:17 MEW (#16)
    (User #1849 Info) http://hnaz.ath.cx
    Viele der Wuermer und Viren fuer Windows sind eben einfach deshalb ueberhaupt wirksam, weil der Nutzer zum einen ueberhaupt nicht weiss, was das System treibt und zum zweiten mehr Wert auf Idiotensicherheit denn auf Absicherung gelegt wird. (Makroviren, Lieber als Administrator surfen als sich fuer Systemadministration erneut anzumelden, Starten von Services die kein Schwein braucht). Wenn man z.B. ein SuSE via Standardinstallation nimmt, macht das genau das - diesen Anwenderfreundlichkeitsbruteforce. Nicht, dass der Nutzer nen Cups selber starten muss, wenn er ihn braucht. Oder RPC-Dienste. Wir starten das einfach mal per default. Dass dieses Monstrum von System dann knapp 5min braucht, bis es mal gebootet hat, das ist ja dann egal. Bloat is beautiful.

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    Re: Falsche Massstaebe (Score:1)
    Von gravedigga (lukas(dot)bischof(at)gmail(punkt)com) am Friday 07. April 2006, 07:22 MEW (#21)
    (User #1779 Info)
    Anwenderfreundlichkeitsbruteforce. muss ich mir merken ;)
    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von Doener am Thursday 06. April 2006, 16:41 MEW (#18)
    (User #2169 Info) http://fuckup.twoday.net/
    Es zwingt dich ja niemand, die neuen Möglichkeiten wie den NetworkManager einzusetzen. Für Server wird ja z.B. auch explizit davon abgeraten. Aber glaube mir: Für Nutzer von verschiedenen WLAN-Netzen ist das ein Segen. Man hat mal GNU/Linux mit Lego und Windows mit Playmobil verglichen: Windows war komplett fertig, lässt sich aber nicht mehr anpassen. GNU/Linux ist anpassbar, weil es eine offene Architektur besitzt, im Quelltext verfügbar ist und viele alternative Oberflächen etc. bietet. Lange musste man aber erstmal recht viel Zeit investieren, um Lego respektiviere Linux wie gewünscht zusammenzusetzen/zu konfigurieren. Wenn jetzt vieles immer einfacher "out of the box" funktionier, veliert deshalb GNU/Linux nicht die anpassbarkeit. Der Unterschied: Viele Distributionen sind inzwischen fertig zusammengabeute Lego-Konstruktionen. Der Nutzer kann sie nehmen und einfach benutzen, ohne sich um das System dahinter zu kümmern. Aber niemand hindert dich auch dieses Lego-Spielzeug wieder auseinanderzunehmen und neu zusammenzusetzen. Diese Freiheit bleibt erhalten - und darum geht es IMHO.
    Re: Falsche Massstaebe (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Thursday 06. April 2006, 16:44 MEW (#19)
    Seh ich aehnlich... verstehe bis heute nicht, warum sich Leute Linux installieren, die eigentlich nur ein bugfreieres Windows moechten. Jedes Mal wenn ich Distributionen wie Suse, Fedora, Ubuntu und neuerdings auch Gentoo sehe frag ich mich... muss das denn wirklich sein? Es ist eine grausame Vorstellung fuer mich all die DAUs an ner Linuxkiste zu sehen und die selben Fehler zu machen wie unter Windows, weil sie 0 von dem "unten drunter" verstehen und es auch nicht verstehen _wollen_.
    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von hnaz (hnaz at dot pebcak dot de REMOVE THIS) am Thursday 06. April 2006, 17:09 MEW (#20)
    (User #1849 Info) http://hnaz.ath.cx

    Dieses Nichts-verstehen-wollen ist eben die falsche Motivation, finde ich. Die Macht, die ich unter Linux habe kommt nicht von der "Bugfreiheit", die ja nichtmal existiert. Auch die Stabilitaet ist eher sekundaer, das setz ich schon fast voraus. Die eigentliche Macht, und das ist der Hauptgrund fuer mich Linux privat zu verwenden, ist einfach, _dass_ ich modifizieren darf. Und nicht allzu selten auch _muss_! Dass ich eben sehe was das Ding macht und dass ich's aendern kann. Durch dieses "benutzerfreundliches" Zeug (ich finde es gibt weitaus benutzerfreundlicheres als KDE oder GNOME) wird dem User beim Umstieg von Windows eine Illusion vorgegaukelt. Sieht aus wie Windows, ist lahm wie Windows (wenn nicht noch langsamer) aber installier doch mal kurz nen Treiber, der eben nicht von deinem Distributor kommt. Unter Windows kein Problem aber mach das mal unter SuSE; da hast du so wichtiges Zeug wie den GCC, die Kernelheader und vieles mehr ja noch nichtmal installiert (out-of-the-box). Und bring mal einer Person, der du kurz mal GTKPod kompilieren musst bei, dass du dazu nen paarhundert Megabyte Pakete saugen musst, die fuer mich fuer ein 'sane-environment' einfach Standard sind. Ja, nimm doch die Mainstreampakete - und was ist wenn ich das Ding vorher patchen will, weil ich das ja eigentlich darf?

    Man sollte erstmal anfangen systemnahe Operationen eventuell fuer Anfaenger ueberschaubarer zu machen bevor man sie mit Farbe und Mausbedienung quaelt.

    --
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    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Friday 07. April 2006, 09:30 MEW (#25)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Es ist eine grausame Vorstellung fuer mich all die DAUs an ner Linuxkiste zu sehen und die selben Fehler zu machen wie unter Windows

    Die DAUs werden ihre Fehler machen, das wirst du nie verhindern koennen. Frage ist nur, was ist das geringere Uebel: Dass sie diese auf einem Windows machen, oder wenigstens ein Linux darunter ist, dass einen Teil der Folgen verhindert.

    Zumindest werden Linux benutzende DAUs nicht zur Foerderung von proprietaeren Datenformaten und DRM Systemen beitragen. Und mit weniger Sicherheitsloechern Viren und Spam verschleudern.
    --
    GPL ist neo-amerikanische Freiheit: du bist gezwungen frei - von jeder Moeglicheit die sie schaedlich erachten

    Re: Falsche Massstaebe (Score:2)
    Von hnaz (hnaz at dot pebcak dot de REMOVE THIS) am Friday 07. April 2006, 10:45 MEW (#26)
    (User #1849 Info) http://hnaz.ath.cx
    DRM kann man versuchen zu verhindern. Dazu traegt keiner bei oder meinst du dass das das Interesse der breiten Masse ist?! Und ein System ist nur so sicher wie sein Administrator. Dass da auch Sicherheitsluecken entstehen werden kannste wetten.

    --
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