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Keysigning Session Winterthur 16.02.04
Veröffentlicht durch Raffzahn am Mittwoch 07. Januar, 18:28
Aus der Abteilung
Security pafei schreibt "Am Montag, 16. Februar ab 16:50 wird an der Zürcher Hochschule Winterthur(ZHWIN) eine PGP Keysigning Session durchgeführt." Fleissig hingehen, sonst wird's nix. Die Idee (*1) funktioniert nur wenn möglichst viele mitmachen

pafei weiter "Es werden mindestens 5 Personen aus den Top 500 dabei sein, was eine gute Erreichbarkeit des eigenen Schlüssels im Web of Trust garantiert."

*1 - Fallt ruhig über mich her, aber ich halte von der ganzen Zertifiziererei nix. Die Idee selbst ist marode. Ich brauche keine beglaubigten Zertifikate, daß ich existiere, und wer meinen Mails nicht glaubt, kann immer noch selbst nachfragen. Nene, für mich spielt man damit nur den Leuten in die Hand, die nurnoch beglaubigte (und natürlich abhörbare) Kommunikation wollen ... So nach dem Motto 'Hey, die kommen freiwillig zum Schlachten'.

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    Herfall! (Score:2)
    Von pfr am Wednesday 07. January, 19:37 MET (#1)
    (User #4 Info) http://www.math.ethz.ch/~pfrauenf/
    Nene, für mich spielt man damit nur den Leuten in die Hand, die nurnoch beglaubigte (und natürlich abhörbare) Kommunikation wollen ... So nach dem Motto 'Hey, die kommen freiwillig zum Schlachten'.

    Wenn du keine abhörbare Kommunikation willst, dann nimmst du aber sicherlich immer GPG, oder? Mit verschlüsselten Mails kann man's nicht mehr lesen (abhören).
    --
    Kühe geben keine Milch, die Bauern nehmen sie ihnen weg!

    Re: Herfall! (Score:2)
    Von schth (t punkt schmid at gmx punkt net) am Wednesday 07. January, 21:44 MET (#2)
    (User #782 Info)
    Man kann aber immer noch Kommunikationsprofile erstellen, was auch interessant sein kann. Aber verwschlüsseln oder zumindest signieren ist sicherlich schon mal besser als Mails einfach so zu versenden.

    Grüässli Thomas

    top 500 (Score:2)
    Von dkg (http://dkg.con-fuse.org/) am Wednesday 07. January, 22:55 MET (#3)
    (User #1410 Info) http://dkg.con-fuse.org/
    Wow! Ich bin 152. :-) Das Ranking kannte ich noch nicht..
    --
    http://dkg.con-fuse.org/
    Key signing parties (Score:1)
    Von nomad42 am Thursday 08. January, 09:12 MET (#4)
    (User #700 Info)
    Solche Parties sind ja nette Events, aber sie helfen der Verbreitung der "Verschlüsselung für alle" einfach nicht richtig weiter! Ein Key ist wie ein Pass. Das Vertrauen in das Dokument ist gegeben durch eine gewisse Fälschungssicherheit und durch die Tatsache, dass der Pass von staatlichen Stellen ausgegeben wird. Stellt Euch vor, wir müssten an "Passvalidierungsparties" gehen, um unseren Pässen trauen zu können.

    Es geht wohl nicht anders, als dass zertifizierte Ausgabestellen für Keys/Zertifikate für das nötige Vertrauen sorgen.

    Ok, ich weiss, die meisten CAs sind Amis und sie verlangen meist $$$ für Zertifikate/Keys. Ausnahme: http://www.swisssign.com - Infrastruktur läuft in der Schweiz, Software von Schweizern gemacht, Code für Kunden inspizierbar - die bieten ein gratis "Bronze" Zertifikat an. No strings attached, funktioniert

    Re: Key signing parties (Score:3, Informativ)
    Von P2501 am Thursday 08. January, 09:40 MET (#5)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Wer ab und zu auf Computermessen ist, dem sei die c't-CA empfohlen. Die Idee: Mitarbeiter der c't signieren an den Messeständen PGP (bzw. GnuPG) Schlüssel. Erforderlich ist das vorherige Einsenden des Schlüssels, sowie das persönliche Erscheinen mit einem Pass oder Personalausweis und den Schlüsseldaten.


    --
    Linux ist eine Turboprop. HURD ist ein Düsenjetprototyp, der seinen Heimatflughafen nie verlassen hat.

    Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:1)
    Von roe (daniel ät roe punkt ch) am Thursday 08. January, 15:37 MET (#6)
    (User #1278 Info)
    Ich kann teilweise verstehen, wenn ihr PGP nicht im Mailverkehr einsetzen wollt -- zu viele Probleme und Tücken machen PGP in der Tat unbrauchbar für die Kommunikation mit Otto Normalmailer.

    PGP wird aber auch bei der sicheren Verteilung von Software verwendet. Kürzlich Software runtergeladen und installiert? Die meisten grösseren Projekte signieren ihre Software-Releases mit PGP/GnuPG: der Linux Kernel, Netfilter, OpenSSL, OpenSSH, Apache, ISC Bind, und unzählige mehr. Viele Distributionen signieren ihre Pakete, Security-Updates, ISO Images, oder zumindest ihre Security Advisories.

    Wer gut ins Web of Trust eingebunden ist, der kann die Signaturen an Software verifizieren, bevor er sie kompiliert und installiert (und sich im schlimmsten Fall eine Backdoor auf seinen Rechner holt).
    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:2)
    Von P2501 am Friday 09. January, 10:35 MET (#8)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Ja, aber gerade bei diesen Schlüsseln zeigt die web-of-trust Idee gnadenlos ihre Schwäche, denn bei den Projektschlüsseln habe ich noch nie einen funktionierenden Trustpath bekommen. Ich musste bisher immer darauf vertrauen, dass der heruntergeladene Key auch der echte ist.

    Damit das web-of-trust universell funktioniert (und nicht nur unter ein paar Kollegen) muss eine kritische Masse an Teilnehmern erreicht werden. Wie hoch diese ist, kann nicht genau gesagt werden, aber PGP/GnuPG ist ziemlich sicher noch recht weit davon entfernt. CA-basierte Systeme sind daher im Vorteil, wenn es darum geht, den Schlüssel einer völlig unbekannten Person zu prüfen. Man muss zwar der CA trauen, aber das ist immer noch besser, als einem Keyserver zu trauen, auf den jeder beliebige Daten laden kann.


    --
    Linux ist eine Turboprop. HURD ist ein Düsenjetprototyp, der seinen Heimatflughafen nie verlassen hat.

    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:1)
    Von roe (daniel ät roe punkt ch) am Saturday 10. January, 02:34 MET (#9)
    (User #1278 Info)
    Du machst was falsch. Ich habe bisher noch zu jedem Software-Distributions-Key einen Trustpath gefunden. Zur Not nimmst du einen Pathfinder (z.B. [1]) zur Hilfe, und lädst dir die fehlenden Keys in der Vertrauenskette in deinen Keyring.

    Der mit der kritischen Masse tönt zwar gut, ist aber schlicht falsch: du gehst ein einziges Mal an ein Keysigning, und schon bist du genügend eingebunden in den stark zusammenhängenden Teil (Graphentheorie lässt grüssen) des Web of Trust, um so ziemlich sämtliche signierte Software im Open Source Bereich zu verifizieren. Grundsätzlich würde schon ein einziger Signaturentausch mit einer gut eingebundenen Person reichen (solche Leute finden sich z.b. über Biglumber [2]).

    Wenn für dich ein Problem ist, dass jeder auf den Keyserver laden kann, was er will, dann hast du die PGP zugrunde liegenden Prinzipien nicht verstanden. Niemand muss, oder besser gesagt, niemand *darf* einem Keyserver vertrauen. Das Vertrauen basiert einzig auf dem Netz von gegenseitigen Signaturen: dem Web of Trust. Das funktioniert -- allem hier verbreiteten FUD zum Trotz -- sehr gut.

    [1] http://www.lysator.liu.se/~jc/wotsap/
    [2] http://www.biglumber.com/
    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:2)
    Von P2501 am Monday 12. January, 11:09 MET (#11)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Ich war bereits auf zwei Keysigning-Parties, und es funktioniert immer noch nicht richtig. Daher meine beginnende Frustration mit diesem System.

    Im Übrigen reisst du hier meine Aussagen aus dem Zusammenhang, um mir Unwissenheit vorzuhalten. Ich habe nie geschrieben, dass die unsicheren Keyserver ein Problem sind, sondern vielmehr der unter Umständen fehlende Trustpath. Sorry, aber damit hast du dich als Diskussionspartner ziemlich daneben benommen.

    Noch was: Ich habe mich sowohl mit dem CA-System wie auch mit dem WoT-System recht eingehende befasst. Beide haben ihre Vortile und Nachteile. Und beide haben Schwächen im Konzept. Bis dato ist der persönliche Schlüsselaustausch die einige wirklich sichere Methode.


    --
    Linux ist eine Turboprop. HURD ist ein Düsenjetprototyp, der seinen Heimatflughafen nie verlassen hat.

    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:1)
    Von roe (daniel ät roe punkt ch) am Tuesday 13. January, 18:31 MET (#13)
    (User #1278 Info)
    Ich hatte nicht die Absicht, dich als unwissend darzustellen, tut mir Leid wenn das so verstanden wurde.

    Den Kern meiner Aussage hast du aber unbeantwortet gelassen: dein Key 4EE16244 ist gut genug in den stark zusammenhängenden Teil des Web of Trust eingebunden, um Trust-Paths zu den meisten Software-Distributions-Keys zu finden (natürlich nur, wenn auch die entsprechenden Keys ihrerseits ans stark zusammenhängende Stück angeschlossen sind; je nach Paranoia deinerseits über mehr oder weniger verschiedene Signatures, welche ihrerseits zu disjunkten Trust-Paths führen können; ganz ohne Trust-Path wirst du aber garantiert nicht auskommen müssen, sonst machst du wirklich was falsch).
    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:2)
    Von P2501 am Wednesday 14. January, 14:19 MET (#14)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Hmmm. Hab mal etwas mit dem Pathfinder experimentiert. Da gab es ganz gute Ergebnisse (lies: kurze Trustpaths). Und dabei enthält mein veröffentlichter Schlüssel nicht mal alle meiner Signaturen (sollte ich endlich mal korrigieren).

    .oO(Peinlich. Dann eben eine Flucht nach vorne.)

    Ich nehme alles zurück, und behaupte das Gegenteil. ;-)

    Naja, fast alles. Ich bleibe bei meiner Aussage, dass der persönliche Schlüsselaustausch die einzig wirklich sichere Methode ist.


    --
    Linux ist eine Turboprop. HURD ist ein Düsenjetprototyp, der seinen Heimatflughafen nie verlassen hat.

    Re: Mehr als nur sichere E-Mail! (Score:1)
    Von pafei am Sunday 18. January, 13:13 MET (#15)
    (User #966 Info)
    Den Keyservern darf man nicht trauen. Die Keyserver sind nur ein bequemer öffentlicher Speicher. Schlüssel, die (von einem Keyserver) importiert werden, sind durch Überprüfung der Zertifikatskette zu validieren.
    Wenn CAs im Web-of-trust enthalten sind, sind die Vorteile beider Systeme vereint: Wer nur Signaturen von CAs traut, kann das durch setzen von "Trust" auf diesen Schüsseln erreichen. Alle anderen Signaturen bleiben unberücksichtigt.
    Der Nachteil des Web-of-trust ist, dass viele das System nicht verstehen ("Trust" wird mit "Validity" verwechselt).
    Noch was... (Score:2, Lustig)
    Von roe (daniel ät roe punkt ch) am Thursday 08. January, 15:56 MET (#7)
    (User #1278 Info)
    Ich finds falsch, wenn derjenige, welcher eine Story wie diese hier approved, auch gleich noch seinen persönlichen Senf in der Story selber schreibt. Darüber herziehen solltet ihr wie die andern Leser auch in einem normalen persönlichen Kommentar. Einerseits ist dann die Story frei von persönlichen Kommentaren wie "ich finde diese Idee marode", und andererseits kann der Kommentar dann auch herummoderiert werden.
    Re: Noch was... (Score:1)
    Von greybeard am Saturday 10. January, 18:54 MET (#10)
    (User #412 Info)
    Wieso wurde dies als "lustig" moderiert?
    roe hat recht. Hier wurde Story mit persoenlicher Meinung (à la NZZ) vermischt.
    Re: Noch was... (Score:1)
    Von roe (daniel ät roe punkt ch) am Tuesday 13. January, 04:14 MET (#12)
    (User #1278 Info)
    Weil auch die Moderierenden nur Menschen sind? Wenn du die Punkteverteilung in dieser Story etwas genauer ansiehst, dann erkennst du sofort, welche Meinung die hier Moderierenden vertreten. Symlink hat mit objektiver Berichterstattung hin und wieder relativ wenig zu tun. Ob das nun ein Bug oder ein Feature ist, sei mal dahingestellt...

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