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Neue Linux-Desktop-Distribution UserLinux
Veröffentlicht durch XTaran am Dienstag 11. November, 15:42
Aus der Und-schon-wieder-'ne-neue Abteilung
Distribution Daniel K. Gebhart schreibt "Wired berichtet heute über eine neue Linux Distribution namens "UserLinux", die von Bruce Perens (dem Opensource-Guru: ElectricFence, BusyBox, ehemals Debian, etc.) ins Leben gerufen wird und auf Debian GNU/Linux basiert. UserLinux wird in ca. einem halben Jahr erhältlich sein und zielt voll auf den Desktop Einsatz ab."

Einen Webserver für das Projekt gibt's schon, von Webseiten aber noch keine Spur. Trotzdem: Die Distribution wird in Zukunft im Web unter www.userlinux.com zu finden sein, jedenfalls ist das eine Domain von Bruce Perens. Und daß auf der Kiste ein anscheinend recht aktuelles Debian läuft, paßt auch.

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    Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von devaux am Tuesday 11. November, 17:42 MET (#1)
    (User #1255 Info)
    ...bei Progeny Debian hats ja leider nicht geklappt. Wobei das Konzept ganz gut, wenn nicht ausgereift genug war. Denn ich bin noch immer der Meinung, dass ein vorkonfiguriertes Debian-System fuer einen unerfahrenen Linux-User gar nicht so schlecht ist. Wuerde man naemlich apt-get ein nettes Frontend spendieren, so waeren Software-Updates/Installationen fuer jedermann ein Kinderspiel. Natuerlich braeuchte es dann noch ein zentrales (graphisches) Konfigurations-Tool und eine gute Hardware-Erkennung und das projekt koennte wirklich Erfolg haben.
    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von rompe (symlink.ch@rompe.org) am Tuesday 11. November, 18:14 MET (#2)
    (User #301 Info) http://rompe.net/
    Also ein Knoppix auf die Platte und dann mit Synaptic die Paketverwaltung machen? Jaja, Synaptic kann ich auch nicht ausstehen. Aber wer ein grafisches Frontend haben will, der mag das ja vielleicht...

    Fehlt also noch das zentrale Konfigurationstool. Das wird dann wohl die wirkliche Herausforderung sein: Das Tool muss nicht nur gut sein, es muss sogar so genial sein, dass es die spätestens durch Schreckgespenster wie Yast und auch Linuxconf aufgebauten Vorbehalte beim User überwindet. Dem Herrn Self traue ich ja eine Menge zu, aber ob er diese Hürde nimmt, weiß ich wirklich nicht.

    MfG, Ulf
    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von rompe (symlink.ch@rompe.org) am Tuesday 11. November, 18:19 MET (#3)
    (User #301 Info) http://rompe.net/
    Man sollte keine Mails lesen, während man Antworten auf andere Artikel schreibt. Ich meinte natürlich den Herrn Perens, nicht den (zwar auch nicht dummen, aber hier gänzlich unbeteiligten) Herrn Self.

    MfG, Ulf
    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:2)
    Von tronco_flipao am Wednesday 12. November, 08:19 MET (#4)
    (User #729 Info)
    (...)Schreckgespenster wie Yast(...)

    YaST ist gar nicht so schlecht wie es immer gemacht wird. Zu Zeiten von SuSE < 6.x mag das wohl noch so gewesen sein als YaST die Konfigurationsdateien immer wieder überschrieben hat. Das ist jetzt nicht mehr so und YaST erkennt Änderungen an Konfigurationsdateien.

    YaST ist eine sehr brauchbare grafische Oberfläche (Funktioniert auch in der Konsole wunderbar mit ncurses) die einem gewisse Routinearbeiten sehr vereinfacht.

    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von boglott am Wednesday 12. November, 11:06 MET (#5)
    (User #1355 Info)
    Stimme hier völlig mit dir überein. Hab mit einem SuSE den ersten Kontakt zu Linux gehabt und je mehr Howtos ich gelesen habe, desto mehr wusste ich, dass SuSE doch sehr speziell ist. Aber mit YaST2 hat sich das grundlegend verändert. Hier gibt es nicht mehr eine zentrale Konfigurationsdatei, die alles andere überschreibt. Auch nicht Zwitterlösungen wie Debians debconf-config.dat.

    YaST2 liest und editiert die richtigen Konfigfiles und so ist es problemlos möglich, Settings per YaST vorzunehmen, dann von Hand zu ändern, dann z.B. per KDE-GUI nochmals zu verändern und am Schluss wieder per YaST.
    Auch das manuelle Löschen und Anlegen von Links für die init-scripts bietet keine Probleme oder die Konfiguration von Druckern per Kommandozeilentools oder WebGUI von CUPS.
    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von zyta2k (zyta2002(AT)web.de) am Wednesday 12. November, 11:19 MET (#6)
    (User #947 Info)
    Auch nicht Zwitterlösungen wie Debians debconf-config.dat

    Was ist denn das ??
    Weisst du von was du da sprichst ??


    --
    Shame on you, Mr.Bush !
    -- Michael Moore (Bowling for Columbine)

    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von boglott am Wednesday 12. November, 12:20 MET (#8)
    (User #1355 Info)
    Hatte genug Probleme nachdem ich bei der erstn Konfiguration von XFree86 fälschlicherweise "sg" statt "de_CH" als Tastaturbezeichnung eingegeben hatte. Bei jedem upgrade wurde mir meine handkorrigierte XF86Config-4 wieder auf sg umgestellt.

    Inzwischen wurde das mal vom Package maintainer geändert. Nun wird die XF86Config-4 gar nicht mehr angefasst, wenn man sie mal per Hand geändert hat.
    Re: Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:2)
    Von XTaran (symlink /at/ deux chevaux /dot/ org) am Wednesday 12. November, 11:29 MET (#7)
    (User #129 Info) http://abe.home.pages.de/

    Das ist jetzt nicht mehr so und YaST erkennt Änderungen an Konfigurationsdateien.

    Ohja, und wie! Ich hab ja auch nur 1 Tag gebraucht, um meinen Rechner nach dem Update auf SuSI 9.0 wieder benutzbar zu machen.

    U.a. wurde nämlich knallhart /etc/shells übergebrutzelt, was zu so netten Fehlermeldungen des KDM wie "Login for User abe has been disabled" führte, weil meine Login-Shell in /usr/local/bin liegt... Auf der Konsole konnte ich mich dagegen noch wunderbar einloggen.

    Auch sonst hat SuSI 9.0 verdammt viel Scheiße gebaut. (Wer mich in den letzten Tagen persönlich erlebt, wird die Geschichten kennen und ich erzähl's am LinuxDay auch gerne nochmal jedem persönlich, die Wut ist nämlich noch nicht wieder verschwunden.)

    Punkt 1: CDs fast am Arsch. Mein CD-ROM-Laufwerk ist hoch und runtergefahren und YaST meinte, es bräuchte pro CD mehr als 1h. Toll. 5h für ein Update.

    Punkt 2: Umstieg auf GNOME 2 ohne Transitionspakete. Als erstes zeigt einem YaST die Liste mit den "Updateproblemen". Es will GNOME löschen. Komplett. Und meinen geliebten Galeon. Nix da. Drin lassen. Ok, gibt Dependency-Probleme. YaST will er deinstalliert. Toll. Tun wir was dagegen und klicken "auf jeden Fall installieren" an. Irgendwann hatte ich dann gemerkt, daß es auch fast alles als GNOME-2-Paket gibt, wenn man sich mal nicht nur die "Updateprobleme" ansieht. Nur den Galeon 1.2.x hatte sie gegen die unstabile und unfertige Version 1.3.x ausgetauscht. Meinen 1.2er wollte ich behalten. Am Ende hatte ich dann eine schöne Paketliste, sogar ohne kaputte Dependecies, jedenfalls laut Knopf "Dependecies testen". Also "Installieren". Dann kommt ein Fenster "Folgende Paket-Auswahl wird wegen Dependency-Probleme geändert. Hauptsächlich war das mein Galeon und ein paar andere Kleinigkeiten. Naja, egal, lassen wir sie halt. Und dann habe ich das verhängnisvolle "Installieren" gedrückt. Denn er hat dann YaST doch deinstalliert.

    Beim Booten landete ich dann unwiderruflich auf der Konsole und keine der Fehlermeldungen beim Booten deutete auf ein Fehlen von YaST hin. Nochmals von CD gebootet und "System reparieren" angeklickt half dann zum Glück.

    Punkt 3: xmodmap. Ich weiß nicht, was sie gemacht haben, aber Ctrl-Alt-F1 bis -F6 unter X tat nicht mehr. Außer, wenn der KDM lief. Ich hab den Fehler nur beheben können, in dem ich meine .xmodmap gelöscht und Stück für Stück mit xkeycaps wieder hergestellt habe. Toll.

    Die restlichen Punkte habe ich in der Zwischenzeit zum Glück verdrängen können.

    Und zu YaST2 auf der Konsole: Die ncurses-UI ist von den Keybindings her unbrauchbar (jedenfalls war's das in der 8er), da im Prinzip direkt die GUI auf den Textmodus abgebildet wurde, ohne groß darauf zu achten, ob die Ansprech-Reihenfolge der Widgets Sinn macht oder nicht. Mal ganz davon zu schweigen, daß es regelmäßig einen Tab brauchte, um aus irgendeinem Feld herauszukommen, daß man mit Enter hätte bestätigen und abschließen können.

    Sorry, aber wenn nochmal so ein Update passiert, dann werde ich dafür sorgen, daß auch mein Arbeitsplatz in der Firma ein Debian bekommt. Dann gibt's nie mehr Probleme und man kann System-Upgrades auch remote per ssh machen. Dann brauche ich zum OS-Upgrade des Arbeitsplatzes nicht mehr immer wochenends in die Firma.

    Mal ganz davon abgesehen, daß SuSI 9.0 einer Kollegin eine frische Installation in recht zerschossenem Zustand hinterlassen hat.

    Sorry, aber spätestens seit der 9.0 ist SuSE für mich gestorben. Anfängern empfehle ich Debian, auch wenn man sie bei der Installation noch ein bißchen an der Hand führen muß. Dafür haben sie nachher ein System, daß Jahre lang ohne Probleme funktioniert, auch noch nach Upgrades. (Vielleicht ist jetzt auch klar, wie dieser Kommentar von Ermel zustande kommt. Er hat mein ganzes Gejammer um die SuSI 9.0 in der Woche drauf volle Breitseite abbekommen. ;-)


    --
    There is no place like $HOME
    Re: Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:2)
    Von db (001@nurfuerspam.de) am Wednesday 12. November, 13:01 MET (#9)
    (User #1177 Info) http://www.bergernet.ch
    Ja, meine Erfahrungen (und die eines guten Kollegen) mit SuSE 9 bringen mich schwer zum nachdenken.

    Hab schon studiert, ob ich wieder die 8.2 draufknallen soll, vieles läuft soo schlecht.
    Vor allem alsa/arts/etc. sowie kmail&gnupg machen probleme.

    Können das andere (abgesehen von dir XTaran) auch bestätigen?
    Re: Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Thursday 13. November, 21:48 MET (#11)
    "...mit SuSE 9 bringen mich schwer zum nachdenken."
    Das glaube ich euch gern; persönlich bin ich schon SuSE 8.2. überdrüssig - lieber grad noch 8.0! Ich ziehe eindeutig CRUX vor, und selbst weiter-kücheln...
    Re: Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:2)
    Von tronco_flipao am Wednesday 12. November, 14:24 MET (#10)
    (User #729 Info)
    Mit SuSE-Updates hab ich leider keine Erfahrung. Waren aber nicht immer die .0 Versionen von SuSE mit Vorsicht zu geniessen?

    Nach einem apt-get upgrade hatte ich auch schon einiges zu reparieren.

    Ich zitiere Heise: Softwareseitig ist die größte Neuerung der Umstieg von rpm 3.0.16 auf rpm 4.1.1. Die neue major release des Paketmanagers machte den Neubau aller Programmpakete notwendig

    Vielleicht ist das eine Ursache Deiner Probleme?

    Kein System ist perfekt, aber für mich steht fest, dass ich auf die Version 9.1 warte :-)

    Re:Na dann hoffen wir mal das Beste... (Score:1)
    Von Raffzahn am Saturday 15. November, 20:15 MET (#12)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    Vor allem ist es doch so, das ein Tools ala Yast sich eher an den 08/15 Admin beziehungsweise Enduser richtet - und da war auch frueher schon (auch mit dem vielgeschmaehten 'Ueberschreiben') Yast eine extrem hilfreiche Sache, die ja gerade dafuer gesogt hat das sich Leute die nicht linux/Unix mit dem Loeffel gefressen haben an Linux rangetraut haben und dort _erfolgreich_ waren.

    Gruss
    H.

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