Das ist jetzt nicht mehr so und YaST erkennt Änderungen an Konfigurationsdateien.
Ohja, und wie! Ich hab ja auch nur 1 Tag gebraucht, um meinen Rechner nach dem Update auf SuSI 9.0 wieder benutzbar zu machen.
U.a. wurde nämlich knallhart /etc/shells übergebrutzelt, was zu so netten Fehlermeldungen des KDM wie "Login for User abe has been disabled" führte, weil meine Login-Shell in /usr/local/bin liegt... Auf der Konsole konnte ich mich dagegen noch wunderbar einloggen.
Auch sonst hat SuSI 9.0 verdammt viel Scheiße gebaut. (Wer mich in den letzten Tagen persönlich erlebt, wird die Geschichten kennen und ich erzähl's am LinuxDay auch gerne nochmal jedem persönlich, die Wut ist nämlich noch nicht wieder verschwunden.)
Punkt 1: CDs fast am Arsch. Mein CD-ROM-Laufwerk ist hoch und runtergefahren und YaST meinte, es bräuchte pro CD mehr als 1h. Toll. 5h für ein Update.
Punkt 2: Umstieg auf GNOME 2 ohne Transitionspakete. Als erstes zeigt einem YaST die Liste mit den "Updateproblemen". Es will GNOME löschen. Komplett. Und meinen geliebten Galeon. Nix da. Drin lassen. Ok, gibt Dependency-Probleme. YaST will er deinstalliert. Toll. Tun wir was dagegen und klicken "auf jeden Fall installieren" an. Irgendwann hatte ich dann gemerkt, daß es auch fast alles als GNOME-2-Paket gibt, wenn man sich mal nicht nur die "Updateprobleme" ansieht. Nur den Galeon 1.2.x hatte sie gegen die unstabile und unfertige Version 1.3.x ausgetauscht. Meinen 1.2er wollte ich behalten. Am Ende hatte ich dann eine schöne Paketliste, sogar ohne kaputte Dependecies, jedenfalls laut Knopf "Dependecies testen". Also "Installieren". Dann kommt ein Fenster "Folgende Paket-Auswahl wird wegen Dependency-Probleme geändert. Hauptsächlich war das mein Galeon und ein paar andere Kleinigkeiten. Naja, egal, lassen wir sie halt. Und dann habe ich das verhängnisvolle "Installieren" gedrückt. Denn er hat dann YaST doch deinstalliert.
Beim Booten landete ich dann unwiderruflich auf der Konsole und keine der Fehlermeldungen beim Booten deutete auf ein Fehlen von YaST hin. Nochmals von CD gebootet und "System reparieren" angeklickt half dann zum Glück.
Punkt 3: xmodmap. Ich weiß nicht, was sie gemacht haben, aber Ctrl-Alt-F1 bis -F6 unter X tat nicht mehr. Außer, wenn der KDM lief. Ich hab den Fehler nur beheben können, in dem ich meine .xmodmap gelöscht und Stück für Stück mit xkeycaps wieder hergestellt habe. Toll.
Die restlichen Punkte habe ich in der Zwischenzeit zum Glück verdrängen können.
Und zu YaST2 auf der Konsole: Die ncurses-UI ist von den Keybindings her unbrauchbar (jedenfalls war's das in der 8er), da im Prinzip direkt die GUI auf den Textmodus abgebildet wurde, ohne groß darauf zu achten, ob die Ansprech-Reihenfolge der Widgets Sinn macht oder nicht. Mal ganz davon zu schweigen, daß es regelmäßig einen Tab brauchte, um aus irgendeinem Feld herauszukommen, daß man mit Enter hätte bestätigen und abschließen können.
Sorry, aber wenn nochmal so ein Update passiert, dann werde ich dafür sorgen, daß auch mein Arbeitsplatz in der Firma ein Debian bekommt. Dann gibt's nie mehr Probleme und man kann System-Upgrades auch remote per ssh machen. Dann brauche ich zum OS-Upgrade des Arbeitsplatzes nicht mehr immer wochenends in die Firma.
Mal ganz davon abgesehen, daß SuSI 9.0 einer Kollegin eine frische Installation in recht zerschossenem Zustand hinterlassen hat.
Sorry, aber spätestens seit der 9.0 ist SuSE für mich gestorben. Anfängern empfehle ich Debian, auch wenn man sie bei der Installation noch ein bißchen an der Hand führen muß. Dafür haben sie nachher ein System, daß Jahre lang ohne Probleme funktioniert, auch noch nach Upgrades. (Vielleicht ist jetzt auch klar, wie dieser Kommentar von Ermel zustande kommt. Er hat mein ganzes Gejammer um die SuSI 9.0 in der Woche drauf volle Breitseite abbekommen. ;-)
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There is no place like $HOME
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