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Ist denn das nicht auch der Sinn von Open Source, dass jeder den Code nehmen kann, um damit sein eigenes Ding zu machen? Warum haben jetzt alle so eine Panik deswegen?
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Den Symlink-Autoren bei der Arbeit zuhören? MP3 hier
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Von Anonymer Feigling am Thursday 20. March, 17:41 MES (#3)
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Ich glaube nicht dass der Maintaineraufwand verdoppelt wird.
Eines der beiden Projekte wird gewinnen, und dann besser laufen als das jetzige XF86.
Sozusagen eine kleine Revolte.
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Sieht man ja bei KDE und GNOME
Irgendwann haben die KDEler gesagt: "Ach was, das schöne Gnome ist doch viel besser, wir steigen auf Gnome um."
Disclaimer: KDE und Gnome sind nur Platzhalter für $DESKTOPENVIROMENT
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Von Anonymer Feigling am Thursday 20. March, 22:01 MES (#16)
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total falsch! sorry..
keine von denen ist ein fork von den anderen. biede, KDE und GNOME, entstanden aus unterschiedlichen ueberzeugungen, auch wenn sie das gleiche ziel haben.
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Von Anonymer Feigling am Friday 21. March, 12:44 MES (#22)
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Bevor es hier zu Flamewars kommt, 'n kleiner Hinweise für Dich:
$ man Ironie
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Auch Projekte, die sich ähnlich sind, können eine Berechtigung haben. Ein wenig ist die Sache ja auch wie mit den kopierten CDs: nicht jeder, der bei Projekt 1 mitmacht, hätte bei Projekt 2 angefangen, wenn es 1 nicht gegeben hätte.
Wenn die Entwickler kein/kaum Geld sehen ist das Ganze eine Sache von Sympathie und die setzt eben manchmal an ungewöhnlichen Stellen ein. Wenn jemand beispielsweise den kleinen Chuck knuddliger findet als den dicken Tux oder lieber Chamäleons hat als Hüte sehe ich keinen Grund, ihm das jeweils andere aufzuschwatzen.
Grüsse vom Knochen
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"...oder er geht das Risiko ein, dass sein Pfad stirbt."
Ja. Dann war's halt sein Pech. Er hätte sich wohl sowieso vom anderen Projekt losgesagt - ob mit oder ohne eigener Fork. Also hat selbst im schlimmsten Fall niemand mehr verloren als eh verloren gegangen wäre.
Eine Affekthandlung ist wohl meistens schlechter als eine überlegte, aber es gibt sie nun einmal. Ich persönlich würde mir einen Schritt dieser Art auch sehr gut überlegen, aber das ist längst nicht bei allen so - und wäre auch nicht bei jedem richtig. Impulsive Menschen können auf ihre Art ans Ziel kommen. Nur sollte man solche nicht mit extremen Denkern zusammen in ein Team stecken, weil's sonst nämlich kracht ;)
Der Mechanismus der Entscheidung zwischen BSD und Linux ist IHMO nicht viel anders als der zwischen KDE und Gnome. Dem, der einfach nur arbeiten muss, ist's sowieso egal, wie die Dinge, die er nicht verwendet, mit denen verwandt sind, die er verwendet.
Grüsse vom Knochen
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Da habe ich auf
AgainstTCPA
eine schöne Diskussion gefunden, Open Source und freie Software (unter GPL) sei ja nicht zu verwechseln mit freeware (nur gerade kostenlos). Ich glaube, da beginne ich langsam zu verstehen hinsichtlich OS und Linux. :-)
:*oh!*
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"Auf der Platform 'FooBar' gibt's das Features XYZ, warum hier nicht?"
Fragen Kunden doch eh ständig. Das ist ja der beliebteste Trick, um noch ein paar Features gratis zu bekommen. Wenn's was gutes ist, das sich in Zukunft verkaufen lässt, baut es der Hersteller ein.
Grüsse vom Knochen
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Von Anonymer Feigling am Thursday 20. March, 21:45 MES (#15)
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Ich glaube das ist ein gutes Beispiel für die Aufspaltung in zwei verschiedene Projekte. Ob das jetzt zum Vorteil oder Nachteil war ist vermutlich sehr schwer abzuschätzen.
Einerseits bestehen gewisse Unterschiede zwischen den beiden, die auch eine unterschiedliche Klientel ansprechen (und vermutlich auch der Grund für den Split waren. Ich kenne die genaueren Umstände aber nicht). Andererseits würden vereinte Kräfte ein gemeinsame Projekt schneller vorantreiben.
Aber es gibt eben kein Patentrezept...
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Genau. Das ist mir auch grade auffem Heimweg eingefallen. Wobei GNU Emacs und XEmacs nicht nur ein Split sind. Das ist ein ganzer Baum. :-) Da gab's noch Multics Emacs, Lucid Emacs (ok, da wurde später irgendwie XEmacs draus), EINE (EINE Is Not EMACS) und Epoch. Irgendwo gab's mal 'ne schöne ASCII-Art-Grafik *google*, ahja, hier, bei JWZ.
Die Gründe für die Entstehung von XEmacs waren übrigens IIRC vor allem patentrechtliche, weil GNU nur GPL'ten Code akzeptierte und deswegen viele nette existierende Features nicht in die Distribution durften. Es ging wohl immer mal wieder Code hin und her und meistens zieht der eine dem anderen nach bei neuen Features, aber manche Dinge sind einfach inkompatibel: z.B. hat die beiden Emacs-Lisps z.T. unterschiedliche Variablentypen. Und auch der erzeugte Byte-Code (*.elc) ist unterschiedlich.
Weitere (mehr oder weniger erfolgreiche) Forks, von denen mir die Gründe einigermaßen bekannt sind:
- PHP-Nuke vs PostNuke: Hier war der Fork-Grund, daß die Maintainer von PHP-Nuke niemand anders ran ließen und lieber neue Features bastelten statt Sicherheitslücken zu fixen. Naja, und da war der Fork von der Community recht bald da und bei Post-Nuke geht's anscheinend auch viel offener zu. Und man hört deutlich seltener was über PostNuke auf BugTraq als über PHP-Nuke, wo eigentlich spätestens alle zwei Wochen eine neue Lücke entdeckt wird.
- SSH.com vs OpenSSH: IIRC basiert die erste OpenSSH auf der letzten freien SSH von SSH Inc. Gründe? Lizenzrechtliches: Die SSH von SSH Inc. war irgendwann nicht mehr frei für Kommernzielle Anwendungen.
- OpenBSD vs MircoBSD: Man wollte was kompakteres, kleineres, performanteres. Ging wegen sozialen Inkompetenzen schnell und gründlich schief.
- KDE 1 vs TDE : Naja, TDE kann man eigentlich geschichtlich nicht als Fork sehen, allerhöchstens als sehr verspäteten. Technisch wär's aber einer, wenn KDE1 noch weiterentwickelt würde.
- XMosaic vs Netscape Navigator 1.0 vs MSIE 1.0 IIRC baut nicht nur das erste Netscape auf Mosaic auf. sondern auch der erste MSIE (wer kennt den noch? ;-)
- twm vs tvtwm (OK, ist arg lange her, kennt kaum einer noch ;-) tvtwm war eine twm-Version, die einen Virtual Desktop wie die meisten aktuellen Window Manager anbot. (War lange Zeit mein Lieblings-WM. Bis ich FVWM 1 entdeckte... ;-)
Was mir noch einfällt, wo ich aber zu wenig Ahnung von der Geschichte habe, ich entsprechend auch nicht sicher sagen kann, daß es Forks sind:
- vi vs vim
- gcc vs egcs (egcs war wohl eher so die unstable-Variante, aber anfangs war es IIRC auch "nur ein Fork" mit mehr Features, jetzt sind sie ja wieder vereinigt.)
- csh vs tcsh
- awk vs nawk vs gawk
- WU-FTPd vs WU-FTPd-Academ (letzterer ist eingeschlafen und wurde dann IIRC im Original wieder verwurstet)
- links vs elinks
Klassische Beispiele, wo es genügend forks gibt (meist pro OS einen) und sich jeder über die unterschiedlichen Kommandozeilen-Parameter aufregt: man, die ganzen File Utilities (ls, mv, cp, rm), tar, find, ftp, etc.
Auf jeden Fall keine echten Forks, sondern Neuimplementationen:
- OpenSSH vs lsh (Obwohl? Basiert lsh nicht auch auf der letzten freien SSH.com-Version?)
- cvs vs svn (aka Subversion)
- Emacs vs zile vs texmacs vs micro emacs etc.
- vi vs elvis vs vile (OK, da kenne ich die Details nicht 100%)
- pico vs nano: nano ist die Neuimplementation von pico unter GPL. Und deutlich flotter und sparsamer, wie das bei Neuimplementationen so üblich ist.
lynx vs links vs w3m
Weiter sollte man noch daran denken, daß manches, was wie ein Fork aussieht, eigentlich nur eine Distribution oder Variante ist. In dieser Kategorie fallen mir Perl, ActivePerl und MacPerl ein, genauso aber Apache, Stronghold und Apache-SSL.
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Einer der Gnutella-Klone heißt Gnutoka, und ich frag mich, wann Gnusspli rauskommt...
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Von Anonymer Feigling am Friday 21. March, 11:01 MES (#21)
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Ein weiter Fork währe Gimp vs. CinePaint.
CinePaint ist aus Gimp 1 entstanden und kann 16 Bit pro Farbe im gegensatz zu 8 Bit bei Gimp.
Ursprünglich geplant war es, das die Beiden in Gimp 2 wieder vereint werden, z.Z. sieht es allerdings nicht so aus.
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Von Anonymer Feigling am Friday 21. March, 20:36 MES (#24)
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PHP-Nuke vs PostNuke: Hier war der Fork-Grund, daß die Maintainer von PHP-Nuke niemand anders ran ließen und lieber neue Features bastelten statt Sicherheitslücken zu fixen. Naja, und da war der Fork von der Community recht bald da und bei Post-Nuke geht's anscheinend auch viel offener zu. Und man hört deutlich seltener was über PostNuke auf BugTraq als über PHP-Nuke, wo eigentlich spätestens alle zwei Wochen eine neue Lücke entdeckt wird.
Wobei es von PostNuke inzwischen schon wieder mindestens zwei neue Forks gibt:
http://www.xaraya.com
http://www.envolution.com
AFAIK hauptsächlich entstanden wegen persönlichen Rangeleien im "Management" (wer das Sagen haben soll). Die User haben davon nichts ausser Probleme bei der Migration und eine Teilung der Entwicklergemeinde.
Forks machen aus Sicht der User nicht immer Sinn.
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Ich habe nicht verstanden, worauf Keith in seinem Fork besonderen Wert legen möchte, und was er beim jetzigen Team vermisst. Weiß jemand näheres?
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Ausserdem wird es Zeit dass die diese unsäglichen Imake-Files loswerden und auf configure umstellen ;))
"The more prohibitions there are, The poorer the people will be"
-- Lao Tse
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Von Anonymer Feigling am Thursday 20. March, 19:52 MES (#13)
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Lesen lernen hätt geholfen:
Das advogato-diary mit diesen Punkten ist nicht von Keith Packard.
http://www.advogato.org/person/mharris/diary.html?start=5
(will keinen Link basteln)
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So, jetzt gibt's doch noch 'n offizielles Statement von Keith:
http://www.xfree86.org/pipermail/forum/2003-March/000168.html
Im der Mail nennt er ähnliche Gründen, wie im Advogato Diary, welches ich ihm aus Versehen unterschob. Naja... Hat mich mein kleines Taschenorakel also doch halbwegs richtig geführt... ;-)
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