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HöherSchnellerWeiter: GPL Version 3 ist da
Veröffentlicht durch Ventilator am Samstag 30. Juni 2007, 10:29
Aus der stärker-erzwungene-Freiheit Abteilung
Open Source Lange wurde daran herumdiskutiert, gefeilt und gepatcht und nun am gestrigen Freitag wurde sie nun veröffentlicht, die GNU General Public License Version 3. Zusammenfassungen über die Neuerungen gibt es unter Anderem bei Pro-Linux, Golem und Heise.

Der Bundestrojaner jetzt auch in Oesterreich | Druckausgabe | 15 Jahre GSM in Deutschland und endlich iPhones in USA  >

 

 
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    Ich frage mich... (Score:1)
    Von mirabile (root@[IPv6:2001:6f8:94d:4:2c0:9fff:fe1a:6a01]) am Saturday 30. June 2007, 20:20 MES (#1)
    (User #504 Info) http://mirbsd.de/
    ... ob die überhaupt OSD-konform und DFSG-frei ist

    ... was Theo the Rat dazu sagt

    Hm, was ich dazu sage? Ich hab nur einige der
    Entwürfe gelesen, die ersten gingen noch, aber
    die letzten habe ich nicht mehr verstanden, die
    Menge Legalese da drin wurde einfach umwerfend,
    selbst für jemanden, der sich seit 10 Jahren mit
    Softwarelizensierung beschäftigt.

    Mal sehen. Bei uns ins base system kommt Kram
    damit aber wahrscheinlich nicht.

    Ich bin BSDler, ich darf das!
    Dieser Platz zu vermieten!
    Re: Ich frage mich... (Score:2)
    Von P2501 am Sunday 01. July 2007, 23:15 MES (#2)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Was Theo dazu sagt, ist doch mehr oder weniger klar: "GPLv3 ist noch schlechter als GPLv2." Oder zumindest würde mich jede andere Aussage sehr wundern. ;-)

    Die Sache mit der OSD und DFSG dürfte schon interessanter sein. Immerhin enthält die GPLv3 Passagen, welche die Gültigkeit der Lizenz von bestimmten Tätigkeiten (bzw. deren Unterlassung) abhängig machen, die nicht eine Softwareanwendung per se darstellen, und das könnte kritisch werden. Und je nach lokaler Gesetzgebung unter Umständen auch nicht zulässig.

    Hat die Lizenz eigentlich eine salvatorische Klausel? Ich habe noch keine gesehen (habs aber auch noch nicht im Detail studiert). Ohne diese sehe ich ein massives Problem mit der Rechtssicherheit in Europa.


    --
    Nicht Kommerz oder Gesetze können OpenSource zerstören, sondern Paranoia und Fanatismus.

    Re: Ich frage mich... (Score:1)
    Von mirabile (root@[IPv6:2001:6f8:94d:4:2c0:9fff:fe1a:6a01]) am Monday 02. July 2007, 13:08 MES (#4)
    (User #504 Info) http://mirbsd.de/
    Gut, daß sie noch "schlechter" ist dürfte klar
    sein (ich find sie im Moment eher unlesbarer),
    was aber wichtiger ist sind die Auswirkungen auf
    Aktualisierungen der in-tree binutils/gcc/texinfo,
    oder die permission bits für Ports (Mirrorn der
    Distfiles erlaubt auf FTP/CDROM, Packages verbreiten
    erlaubt auf FTP/CDROM).

    Vielleicht sollte ich mal auf debian-legal@ guk-
    ken, ob da jemand was zu geschrieben hat.

    Ich bin BSDler, ich darf das!
    Dieser Platz zu vermieten!
    Re: Ich frage mich... [OT] (Score:2)
    Von tL (sümlink bei frozenbrain punkt com) am Monday 02. July 2007, 12:01 MES (#3)
    (User #981 Info) http://www.frozenbrain.com
    Hmm.. Ich frag mich ja schon lange, warum es bei Verträgen noch keine "Hochsprache" gibt. Ich mein, in der IT programmieren die wenigsten noch Assembler oder sogar direkt Maschinencode, aber in Verträgen etc. gibts offensichtlich keine solche Anstalten, etwas zu vereinfachen. Kommt mir irgendwie vor wie 60jährige COBOL-Programmierer, die ihren Stil haben und alles neue verteufeln..

    Hach ja: Und so Dinge wie "Salvatorische Klausel" zählen nicht, denn auch die müssen ja jedesmal wieder vollständig ausgeschrieben werden.

    Um jetzt noch ganz OT zu werden: Wäre doch geil, in Programmen eine salvatorische Klausel machen zu können (natürlich Maschinenles- und verstehbar): "Sollte das Programm einen Fehler haben, muss der fehlerhafte Code durch Code ersetzt werden, der die ursprüngliche Intention des Programmierers wiederspiegelt."


    tL

    --
    ... I don't like it, but I guess things happen that way ... (J. Cash)
    Re: Ich frage mich... (Score:2)
    Von P2501 am Monday 02. July 2007, 15:34 MES (#5)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Okay, ich war mal fleissig (Crunchtime ist durch, und mir ist langweilig ;-). Meiner Meinung nach ist die GPLv3 DFSG-konform, aber nicht unbedingt OSD-konform. Grund: GPLv3 stellt zusätzliche Bedingungen an die Distribution von Software, die spezifisch für den Einsatz in einem bestimmten Gerät gedacht ist, also an Embedded Applikationen und Firmware. Damit verletzt die Lizenz möglicherweise den Grundsatz der Technologieneutralität (Lizenzklauseln dürfen nicht vom Einsatz bestimmter Technologien oder Schnittstellen abhängten). Heikel ist aus demselben Grund auch die DRM-Klausel, die es dem Distributor verbietet, wegen Kopierschutzumgehung zu klagen.

    Viel schlimmer ist allerdings ein anderes Problem: Die Bestimmungen zu Patentfragen. Einerseits wird jeder Distributor verpflichtet, auf alle eigenen Patentansprüche in Zusammenhang mit der Software zu verzichten. Andererseits, und hier wirds problematisch, wird ihm aber auch die Distribution untersagt, wenn er von einem möglicherweise gültigen, fremden Patentanspruch auf die Software weiss, zu dem nicht eine Generallizenz besteht. Bestimmte Software, wie etwa MP3-Player, können so gar nicht erst unter GPLv3 gestellt werden, da die Distribution legal nicht möglich wäre. Desweiteren besteht die Gefahr, dass die Distribution eines unliebsamen GPLv3 Programms durch das "überraschende Auffinden" eines alten Patents blockiert werden könnte.


    --
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    Re: Ich frage mich... (Score:2)
    Von bones am Monday 02. July 2007, 16:22 MES (#6)
    (User #481 Info) http://free.chabis.ch
    "Desweiteren besteht die Gefahr, dass die Distribution eines unliebsamen GPLv3 Programms durch das "überraschende Auffinden" eines alten Patents blockiert werden könnte."

    Dieses "überraschende" Auffinden irgendwelcher alten Patente eben genau mit dem Ziel, Innovationen der Konkurrenz an dem Punkt abzuwürgen, wo schon die ganzen Entwicklungskosten ausgegeben sind um sie entweder gleich in den Ruin zu treiben oder wenigstens ohne eigenen Beitrag davon zu profitieren, ist doch ohnehin gang und gäbe (*). Steht denn ein Programm, das unter GPLv2 steht, in der Hinsicht irgendwie besser da also sonst irgend eine x-beliebige Entwicklung?

    (*) Sogenannter "Raubritter-Kapitalismus"

    Grüsse vom Knochen
    --
    Ein christlich Regiment wird durch nichts mehr verhunzt als durch zu viel sogenannte Justiz.
    J. Gotthelf
    Re: Ich frage mich... (Score:2)
    Von P2501 am Monday 02. July 2007, 16:33 MES (#7)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/
    Japp. Ein Programm unter GPLv2 ist wenigstens nur in den Ländern betroffen, die Softwarepatente kennen. Dadurch kann es auch im Tortuga-Prinzip gehostet werden. GPLv3 verbaut diese Möglichkeit.

    --
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    Re: Ich frage mich... (Score:2)
    Von P2501 am Monday 02. July 2007, 17:51 MES (#8)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/
    Ok, eine Korrektur: Die Sache mit der Technologieneutralität ist offenbar kein Problem; ich habe die Absicht der OSD da missverstanden. Dafür könnte etwas anderes zum Problem werden: Die GPLv3 enthält neben der bereits erwähnten Patentklausel noch eine weitere, die Distributoren explizit den Vertrieb von Software verbietet, wenn sie ein Patentabkommen betreffend der GPLv3 Software geschlossen haben, von dem nur die eigenen Kunden profitieren. Dies könnte ein Verstoss gegen das Diskriminierungsverbot sein, welches sich sowohl in OSD wie auch in DFSG findet.

    --
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    Re: Ich frage mich... (Score:1)
    Von mirabile (root@[IPv6:2001:6f8:94d:4:2c0:9fff:fe1a:6a01]) am Tuesday 03. July 2007, 11:51 MES (#9)
    (User #504 Info) http://mirbsd.de/
    Hm, hört sich nach viel Arbeit an. Ich warte
    erst mal ab und schau, was debian-legal sich
    dazu einfallen läßt. Wenn ich mal wieder Zeit
    habe, les ich sie mal selber und gucke, ob sie
    lesbarer ist als die letzten Entwürfe...

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