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| Wird die GPLv3 unfrei? [Update: Agenturmeldung fehlerhaft] |
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Veröffentlicht durch XTaran am Dienstag 06. September 2005, 17:13
Aus der Definitionssache Abteilung
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Ein AF schreibt: »Laut einer Nachricht bei Heise wird die Version 3 der GPL evtl. Non-Free im Sinne der Debian Free Software Guidelines (DFSG), da nach den aktuellen Ideen die GPLv3 dafür sorgen soll, daß Software unter dieser Lizenz inkompatibel mit Digital Rights Management (DRM) sein soll und daß "dass jemand, der Softwarepatente gegen freie Software einsetzt, das Recht verlieren soll, diese Software zu vertreiben oder in eigenen Produkten zu nutzen". (Zitat Georg Greve, Präsident der FSFE) laut Heise) Dies wäre eine Einschränkung des Verwendungszweckes, was widerum die Software unter dieser Lizenz unfrei macht, wie z.B. Software unter Lizenzen, die die Verwendung beim Militär oder in Atomkraftwerken verbieten.«
Update 23:21 Uhr: Georg Greve schreibt in einem Kommentar zu diesem Artikel, daß viele der Dinge, die hier als Fakten dargestellt werden, reine Spekulationen seien, welche bereits in der ursprünglichen Reuters-Meldung verdreht wurden.
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Ich persönlich finde die DFSG einen sehr guten Massstab was frei ist.
Eigentlich das gleiche (weil ja auf der DFSG besierend) ist ja die Open Source Definition.
http://www.opensource.org/docs/definition.php
Und vor allem darf man niemals die Nutzung einschränken, wenn man die Weitergabe unter bestimmte Kriterien stellt, gut, aber die Nutzung sollte immer möglich und legal sein, sonst sind wir bald wieder bei dem "Nicht für komerzielle Nutzung" Zeug...
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DRM ist ein sehr unfreies Ding, GPL ist etwas freies.
Ich denke die Idee dahinter ist das solch krasse Gegensätze nicht zusammenpassen.
PS: darüber wie frei, oder unfrei die GPL ist mag ich ned diskutieren.
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Von Anonymer Feigling am Tuesday 06. September 2005, 18:34 MEW (#3)
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Nur zur Erinnerung: Die eigentliche Diskussion um die GPLv3 wird erst in Bälde eröffnet. Jetzt bereits Blick-mässige Schlagzeilen zu liefern ist ein wenig übertrieben.
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So etwas existiert meines wissens bereits in der Mozilla Public Lizense (MPL) und der Common Development and Distribution License (CDDL). Ich finde nicht, dass etwas dagegen spricht so einen Passus auch in die GPL aufzunehmen.
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Von Anonymer Feigling am Tuesday 06. September 2005, 19:03 MEW (#5)
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Also die GPLv3 wird so und das ist gewollt,
einen Streit über die Vereinbarkeit von
DRM, Patenten und freier Software herbeiführen.
Prinzipiell halte ich DRM und Softwarepatente
so oder so für sehr starke Einschränkungen,
denn in allen Fällen monopoisiert man das Gut,
welches entweder patent- oder DRM-geschützt
ist.
Dennoch ist diese Lizenz nicht realitätsnah,
und ob sie übernommen wird und Zustimmung
findet ist ebenso fraglich,
d.h. es wird u.U. bei einigen(vielen) Projekten zu einem Fork kommen, das Problem ist, dass nur
die Copyrightinhaber der einzelnen Module
einer Lizenzänderung zustimmen müssten,
und das könnte im Endeffekt chaotisch werden, und
in Massenforks enden,
deshalb bin ich ganz klar für die Beibehaltung
der GPLv2, einfach weil sie ihre reale Tauglichkeit bewiesen hat,
und ein Markenzeichen "freier" Software ist.
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Von Anonymer Feigling am Tuesday 06. September 2005, 19:14 MEW (#6)
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Hi,
Zur Information: Der Artikel bei Heise basiert auf einem irreführenden Artikel von Reuters, in dem Spekulationen als Fakten dargestellt werden, während die Fakten leider nicht auftauchen.
Tatsache ist, daß die GPL version 3 im Laufe des Jahres 2006 diskutiert werden wird. Die Basis dafür wird ein Draft sein, den Richard Stallman Anfang nächsten Jahres fertig haben will.
Es gibt viele Ideen von Dingen, die vielleicht in irgendeiner Form in diesem Draft aufgenommen werden, Eben Moglen hat einige in seinem eweek Artikel zu GPLv3 erwähnt.
Was und in welcher Form vielleicht in die GPLv3 kommt ist nicht entschieden und letztlich wird erst die Veröffentlichung des ersten Entwurfs zeigen, welche Komponenten dabei Aufnahme finden. Bis dahin ist jede Spekulation sinnlos.
Das habe ich auch dem Reuters Journalisten gesagt, der das aber leider nicht beachtet hat.
Insofern ist das Beste, was ihr im Moment tun könnt, diesen Artikel zu ignorieren.
Es ist FUD. Und ich entschuldige mich bei Euch dafür, daß ich scheinbar im Zentrum des Ganzen stand, auch wenn dies aufgrund falscher Zitate und einem ahnungslosen Journalisten passierte.
@symlink: Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr möglichst schnell den Artikel anpasst und dafür sorgt, daß sich die Fehlinformation nicht weiter verbreitet.
Gruß,
Georg Greve
FSFE, Präsident
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wenn die gpl3 nicht taugt, bleibts halt bei gpl2.
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Von Anonymer Feigling am Wednesday 07. September 2005, 00:32 MEW (#10)
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Präzedenz wurde bereits geschaffen:
http://home.twcny.rr.com/nerode/neroden/fdl.html
http://people.debian.org/%7Esrivasta/Position_Statement.xhtml
Wenn die LGPL nicht mit ihren 25.9 KiB so groß
wäre, daß sie eh' keiner liest, hätte ich gegen
sie vom praktischen (nicht politischen) Stand-
punkt her nichts einzuwenden, so aber bleiben
mir nur die BSD-Lizenz (unter 2 KiB) und ihre
Derivate MIT/X11 (ca. 1 KiB) und ISC/MirOS,
die sogar unter 1 KiB bleiben.
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Von Anonymer Feigling am Thursday 08. September 2005, 15:41 MEW (#11)
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"Sind Nutzungseinschränkungen unfrei?"
Das ist ein Oxymoron, ihr selbstverliebte Narzisten (und das ist ein tautologischer Pleonasmus). d00fes v0lk. ;D
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