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Drei Viertel aller verschickten E-Mails seien Spam
Veröffentlicht durch maradong am Freitag 20. Mai 2005, 08:57
Aus der wir-wollen-etwas-machen-wissen-aber-nicht-was Abteilung
Datenschutz runaway schreibt: "Ein Artikel von News.search.ch befasst sich mit dem allzuleidigen Thema Spam. Die Schweizer Internet-Provider Green, Bluewin, Cablecom und Sunrise wollen gemeinsame Standards definieren, damit mehr Gegenkraft zu diesen E-Mail-Schwemmen aufgebracht werden kann. Dazu erwähnt Ebund noch: 'nach den Angaben der Schweizer Provider laufen rund 80 Prozent des gesamten schweizerischen E-Mail-Verkehrs über die Plattformen von Bluewin, Cablecom, Green und Sunrise.' Nun wirklich wieder mal die Frage: Wie und wo sind die Gesetze in der Schweiz und natürlich auch europaweit?"

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    Wird nichts wirken (Score:2)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Friday 20. May 2005, 09:33 MEW (#1)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Die Schweizer ... wollen gemeinsame Standards definieren

    Und die werden genau wieviel Wirkung haben?

    Die Spammer halten sich absichtlich nicht dran. Das sind Verbrecher die Kohle wollen, nicht Verluste. Die 100en von Millionen legitimer Mailversender weltweit werden von einem derartigen nationalen Alleingang eh nichts erfahren. Das sind User, keine Profis.

    Die Provider werden also mit beiden Sorten umgehen lernen muessen. Spammer die durchkommen wollen, und User die nicht wissen dass da ein Hindernis ist. Was nuetzen die Standards also? Selbst internationale nuetzen nix, nationale sowieso nix.

    Das scheint mir mehr ein Gedankenfurz aus einer Management oder PR Abteilung zu sein. Keine ueberlegte technische Massnahme. Das beste was daraus entstehen kann ist, dass die Techies jetzt mehr Finanzen und Zeit fuer Spamfilter bekommen. Das schlechteste ist dass ihnen von oben etwas kaputtes aufgedrueckt wird.

    Wie und wo sind die Gesetze in der Schweiz und natürlich auch europaweit?

    Dort wo sie seit jeher sind: unbrauchbar. Find mal einen Spammer. Und beweise einem Richter dass das der Taeter ist. Weil ohne festgenagelten Taeter gibt es keine Anklage und damit auch kein Rechtsvollzug. Egal was fuer Gesetze da sind.

    Die Spammer sitzen in der Hinsicht, als Profis im sich verstecken (und grossteils im Ausland sein), am laengeren Hebel bei jeglicher Anwendung von Gesetzen. Das sind grossteils Berufsbetrueger, die verstehen ihr Fach, zumindest die die bis heute ueberlebt haben.

    Gegen Spams gibt es auch heute, egal wieviel heisse Luft verschoben wird, genau eine taugliche Methode: Das was die Biologie seit Jahrhundertmillionen gegen Mikroben macht: Sie erkennen und zerstoeren. In der Biologie nennt man das Immunsystem. Im Rechner einen Spamfilter. Spams sind genau wie Mikroben an ihrer vom gewuenschten Zeugs abweichenden Aussehen zu erkennen.

    Das ist dezentral, von niemand anders den man ueberzeugen muss abhaengig, kann jeder selber machen, funktioniert. Frag mal dein Immunsystem ob es sich lieber auf Mikrobenverbote verlassen wuerde oder auf seine Antigene und Fresszellen.
    --
    hardware runs the world, software controls the hardware,
    code generates the software, have you coded today

    Re: Wird nichts wirken (Score:3, Tiefsinnig)
    Von bones am Friday 20. May 2005, 10:21 MEW (#2)
    (User #481 Info) http://www.chabis.ch
    Immerhin wird das Immunsystem schon seit langem durch Medikamente (auch Tiere verwenden Heilpflanzen, Mineral-Erde und Thermalwasser) und angepasstes Verhalten (genügend Schlaf, richtige Ernährung u.ä.) unterstützt. Das wären in unserem Beispiel Benutzerschulung und Gesetze.

    Wir brauchen auch Gesetze, die dann angewendet werden können, wenn mal einer erwischt wird. Mal angenommen, einer der grossen Spammer macht einen Fehltritt und wird per Zufall erwischt - wollen wir ihn dann wieder laufen lassen, weil alle zu faul waren, ein Gesetzt zu schreiben? Das passiert wohl nicht oft genug, um den Spam auf unter 10% zu drücken aber jedes Mal, wo es passiert, kann es in der Presse ein paar Trittbrettfahrer erschrecken.

    Grüsse vom Knochen
    --
    Spamers please spam me using spamgourmet@every-net.ch
    Re: Wird nichts wirken (Score:1)
    Von forrudi (forrudi_a@t_land-cd.ch) am Friday 20. May 2005, 12:46 MEW (#6)
    (User #1907 Info)
    Vor vier Minuten kam ein "Spam" auf zwei Beinen:
    _Sunrise_ macht wieder Von-Haus-Zu-Haus-Werbung.
    Hat der Bursche mich doch tatsächlich aus dem Mittagsschläfchen geweckt.

    Da im Web rufen sie nach Regeln und Massnahmen, und vor der Haustüre tun sie's Gegeteil! :((

    ---
    "Einfach mein Kommentar..."
    Re: Wird nichts wirken (Score:2)
    Von tele (pse at patom dot ch) am Friday 20. May 2005, 13:08 MEW (#9)
    (User #448 Info)
    Es wäre schon viel gewonnen, wenn die Schweizer Provider schnell und konsequent gegen diejenigen Spammer vorgehen würden, die über deren jeweiligen Server aktiv werden. Dazu reichen die entsprechenden Bestimmungen in den AGB. Wenn dann noch eine gezielte (und regelmässig wiederholte) Aufklärung bezüglich Spam-reduzierenden Möglichkeiten jedes einzelnen Benutzers (Virenschutz, lokale Spamfilter, Verwendung von Wegwerf-Adressen) dazukommt, sind die nationalen Möglichkeiten schon recht gut ausgeschöpft.

    Um die Spams weltweit in den Griff zu kriegen, ist aber defnitiv mehr als eine nationale Absprache notwendig. Wobei natürlich zu wünschen ist, dass die CH-Provider entsprechende internationale Bemühungen aktiv unterstützen.

    Gruss, Patrick

    Re: Wird nichts wirken (Score:2)
    Von bones am Friday 20. May 2005, 16:30 MEW (#11)
    (User #481 Info) http://www.chabis.ch
    Da springt mir eine weitere Parallele zu biologischen Krankheiten ins Auge: Aufklärung der betroffenen hilft auch eine Menge!

    Würde tatsächlich auch der letzte dazu gebracht, nicht bei Spammern zu kaufen, wäre ja in der Tat ein grosser Teil der Motivation im Eimer. Es blieben nur noch die Missionare (politisch, religiös).

    Die Parallelen zwischen Spam und Krankheiten sind so vielfältig, dass die Behandlung in der Tat ähnliche Wege gehen sollte.Grüsse vom Knochen
    --
    Spamers please spam me using spamgourmet@every-net.ch
    e-Mail an der EPFL (Score:2)
    Von schth (t punkt schmid at gmx punkt net) am Friday 20. May 2005, 10:50 MEW (#3)
    (User #782 Info)
    Hier ein interessanter Artikel zu e-Mail an der EPFL:

    http://ditwww.epfl.ch/publications-spip/article.php3?id_article=784

    Das interessanteste in Kürze:

    Tout d’abord en sortie, les 84’000 messages à destination interne représentent 5,3 Gigaoctets, et les messages de l’EPFL vers l’extérieur 2 Gigaoctets. Si on sait que les 80’000 messages soumis à MailCleaner ne font que 1,3 Gigaoctets, on voit que le spam a au moins cette vertu d’être de taille plus modeste que le reste des messages.

    Für die, die dem Französisch nicht mächtig sind: SPAM macht "nur" 25% des e-Mail Datenflusses an der EPFL aus.

    Grüässli Thomas

    Re: e-Mail an der EPFL (Score:2)
    Von tele (pse at patom dot ch) am Friday 20. May 2005, 12:57 MEW (#7)
    (User #448 Info)
    Wobei die EPFL nicht unbedingt repräsentativ ist:
    • Jedes Jahr werden (für die neuen Studenten) neue Email-Adressen vergeben, die aufgrund der Länge und der Tatsache, dass @epfl.ch im Gegensatz zu @{yahoo,hotmail,aol}.com wohl nicht mit allen "möglichen" Usernamen bespamt wird, zumindest am Anfang relativ spamfrei sind,
    • brauchen viele Studenten ihre epfl-adresse nur beschränkt ausserhalb der Hochschule (d.h. haben bereits eine yahoo/bluewin/whatever-Adresse) [das ist eine Annahme],
    • werden die meisten Adressen nach 4-5 Jahren wieder ungültig (und im EPFL-Artikel ist zumindest unklar, ob Bounces auch gezählt werden)

    Je länger eine Email-Adresse aktiv ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bespammt wird.

    Gruss, Patrick

    erster schritt (Score:1)
    Von Patrick Huber am Friday 20. May 2005, 11:36 MEW (#4)
    (User #1253 Info) https://swisstech.net
    Postfix etwas schärfer einstellen:

    --- /etc/postfix/main.cf ---
    smtpd_client_restrictions = permit_mynetworks, reject_unknown_client, reject_rbl_client relays.ordb.org
    smtpd_helo_required = yes
    smtpd_helo_restrictions = permit_mynetworks, reject_invalid_hostname, reject_non_fqdn_hostname
    smtpd_sender_restrictions = permit_mynetworks, reject_unknown_sender_domain, reject_non_fqdn_sender
    --------------------

    damit bleiben schon mal 99% der Spam Mails draussen weil der im HELO angegebene Hostname, wenn überhaupt einer angegeben wird, nicht auf die IP aufgelöst werden kann wo die Verbindung her kam.

    Nachteil: Zum Teil sind Firmen nicht in der Lage Ihren DNS richtig zu konfigurieren.
    Denen muss man dann halt auf die Sprünge helfen.

    Re: erster schritt (Score:2)
    Von P2501 am Friday 20. May 2005, 12:07 MEW (#5)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Nachteil: Zum Teil sind Firmen nicht in der Lage Ihren DNS richtig zu konfigurieren. Denen muss man dann halt auf die Sprünge helfen.

    Ja. Nur Schade, dass man von den Firmen nie etwas hört, weil sie einen ja nicht erreichen können. Uns somit auch nicht erfährt, dass sie dich nicht erreichen können.
    --> untauglich


    --
    GPL ist der Versuch, den Ring gegen Sauron einzusetzen.

    Re: erster schritt (Score:1)
    Von Patrick Huber am Friday 20. May 2005, 13:02 MEW (#8)
    (User #1253 Info) https://swisstech.net
    Du vergisst etwas:

    --- /root/bin/check-log.sh ---
    #!/bin/bash

    cat /var/log/syslog.0 /var/log/syslog | grep "`date -d yesterday "+%b %d" | sed "s/ 0/ /"`" | grep "`hostname` postfix" | egrep "(warning|reject)" > /tmp/check-syslog.tmp
    mail -s "Postfix Logged Rejects" root < /tmp/check-syslog.tmp
    rm -f /tmp/check-syslog.tmp
    ------------------------------

    --- root crontab ---
    10 0 * * * /root/bin/check-log.sh
    --------------------

    Und da ein normaler Mailserver ca. 2 Tage lange versucht ein Mail auszuliefern, auch wenn der Empfänger-SMTPd es rejected hast Du genügend Zeit die Einstellungen des Postfix temporär zu lockern, das Mail zu empfangen und die Firma zu informieren.

    Ein Whitelisting wär auch noch etwas interessantes...

    Re: erster schritt (Score:2)
    Von P2501 am Friday 20. May 2005, 13:56 MEW (#10)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Schön und gut, aber damit ersetzt du nur eine manuelle Kontrolle durch eine andere. Ein SPAM-Filter, bei dem ich ausgefilterte Mails nach false positives durchsuchen muss, ist für mich unbrauchbar. Da sortiere ich lieber gleich von Hand.

    Übrigens: Mein SpamAssassin bewertet falsche HELOs mit 4,1 Punkten. Das heisst, er bewertet die SPAM-Wahrscheinlichkeit schon recht hoch, aber es braucht noch mindestens ein weiteres Merkmal, damit das Mail effektiv aussortiert wird.


    --
    GPL ist der Versuch, den Ring gegen Sauron einzusetzen.

    Re: erster schritt (Score:1)
    Von Patrick Huber am Saturday 21. May 2005, 14:57 MEW (#15)
    (User #1253 Info) https://swisstech.net
    Ich habe vieleicht einmal im Monat so'n Mail drin. Und das log schnell durchzuschauen ist nicht so wild.

    Für mich persönlich eine gute Lösung.
    Re: erster schritt (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Friday 20. May 2005, 17:43 MEW (#12)
    Deine Spammer sind aber unfähig:

    99% filtert DAS sicher nicht... auf meinem Mailserver erwische ich so etwa gut 20% ..
    60% werden von spamhaus erschlagen und 19% filtert noch dspam raus :)
    Re: erster schritt (Score:1)
    Von Patrick Huber am Saturday 21. May 2005, 14:56 MEW (#14)
    (User #1253 Info) https://swisstech.net
    Jeder Zombie PC der als Mailserver benutzt wird fällt diesen Einstellungen zum Opfer. Bei den Mails die bei mir reinkommen der Grossteil.

    Re: erster schritt (Score:2)
    Von P2501 am Sunday 22. May 2005, 19:34 MEW (#16)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/
    Dann hast du Glück. Auf meinem System kommen diverse Sachen eindeutig von Heim-PCs mit korrektem HELO. Manche davon liefen offensichtlich nicht direkt zu mir, sondern über den Mailserver des jeweiligen Providers. Noch ein Grund, warum ich Checks auf HELO oder DUL-RBLs als alleiniges Kriterium nicht für brauchbar halte.

    --
    GPL ist der Versuch, den Ring gegen Sauron einzusetzen.

    Statement von Guido Honegger (Green) (Score:2)
    Von xilef (felix+symlink@nice.ch) am Saturday 21. May 2005, 11:39 MEW (#13)
    (User #354 Info) http://www.nice.ch/~felix/
    Auf der Swinog-Liste wurden die Antworten wiedergegeben, die Guido Honegger (Chef von Green) auf eine Reihe von Fragen gegeben hat (mit seinem Einverstaendnis): http://lists.swinog.ch/public/swinog/2005-May/000328.html

    Allzuviel erfährt man da leider auch nicht.

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