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Banknoten-Erkennungspflicht für Software in der EU?
Veröffentlicht durch XTaran am Sonntag 06. Juni 2004, 19:42
Aus der Houston-wir-haben-da-ein-Problem Abteilung
Programmieren Die EU plant mal wieder ein Gesetz, das Open Source Software größere Probleme machen könnte: das Gesetz, dessen erster Entwurf Ende des Jahres fertig sein soll, soll Hersteller von Scanner-, Drucker- und Grafikbearbeitungsprogrammen dazu zwingen, Blackbox-Banknoten-Erkennungssoftware der Zentralbank-Arbeitsgruppe für die Fälschungsbekämpfung (¹) in ihre Produkte einzubauen, so Slashdot. (Als ob RFID-Tags in Banknoten nicht ausreichen würden...) Bisher unklar ist, inwieweit sich das auch auf Open-Source-Software wie z.B. The GIMP bezieht.

(¹) Central Bank Counterfeit Deterrence Group, CBCDG. Heise berichtete über deren Gründung vor etwa einem Monat.

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    Noch nich kapiert... (Score:1)
    Von Bros am Sunday 06. June 2004, 20:50 MEW (#1)
    (User #812 Info) http://www.mario-konrad.ch

    Politiker müssen ja nich IT-Profis sein, jedoch elementare Zusammenhänge sollten sie wenigstens in der Lage sein zu verstehen bevor irgendwelche Entscheidungen getroffen werden. Ein Verbot für Software (z.B. GIMP) hat vielleicht zur Folge, dass gewerblich die Software evtl. nicht mehr zum Einsatz kommt. Die bösen Geldfälscher lassen sich aber kaum davon abhalten. Baut man die Erkennungsmodule in GIMP ein, so können die Geldfälscher sie wieder ausbauen, der Source ist ja verfügbar. Ein generelles Verbot von OSS geht auch nicht, da die "Bösen" sich nicht wirklich daran halten...

    Kann also wieder mal so ein Jux von "beschenkten" oder ganz normal unfähigen Politikern sein...

    ... business as usual, back to work.


    Re: Noch nich kapiert... (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Monday 07. June 2004, 01:44 MEW (#2)
    ausserdem bruht gimp bei all seiner Macht auf
    Software Bausteinen, seine Fähigkeiten sind ein Konglomerat aus dem Zusammenwirken solcher Bausteine,

    also bei einem Scanner wäre der Ansatzpunkt in
    erster Linie nicht The Gimp, sondern die
    "SANE" backends, um schon das einscannen von
    Bildern zu verhindern, die Folge die daran
    anschliesst, solche Beschränkungen zum
    Druck von Micromustern müssen dann auch in den
    Druckern oder deren Treibern eingebaut werden,

    nur die Frage ist, wozu soll das alles hinführen ?

    -----------------------------------------------
    Paladium, sie können mit Ihrem PC atm nichts
    machen .. sie stehen im Verdacht ein
    nicht autorisierter Mithörer eines Liedes
    zu sein, das auf einer Microsoft Drink Box
    abgespielt wird, bitte legen sie Ihren
    Kopf ganz Dich an die Lautsprecher
    (BUMMMMM!)
    -----------------------------------------------

    nur mit den Erkenntnissen der Ansprechmethoden,
    und dem ReverseEngeneering ist es auch nicht
    unmöglich sich diese Informationen zu beschaffen,

    ich würde fast sagen, damit verhindert man
    sie Selbstgedruckten Banknoten von Amateuren,

    "kriminelle Profi's" werden wohl keine Probleme
    haben sich Equipment zu beschaffen was diese
    Begrenzungen nicht hat, oder sich die Informationen beschaffen wie diese Begrenzungen
    zu umgehen sind

    Die beste Lösung wären aber RFID chips,
    deren Sendeleistung sehr stark begrenzt
    ist, damit sie nicht zum Erkennen von Geldsäcken
    genutzt werden können,

    Re: Noch nich kapiert... (Score:2)
    Von spacefight am Monday 07. June 2004, 07:56 MEW (#4)
    (User #299 Info)
    Wo soll das hinfüren?

    Das ist ja bald offensichtlich: Zur total abgesperrten Maschine. Wenn die Notenbanken solches Zeug durchpushen können, dann werden RIAA, MPAA, IFPI und Konsorten wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen und DRM per Gesetz EU weit (und somit auch bei uns in der Schweiz) einführen lassen...

    Es wird kalt. Sehr kalt. Zieht euch warm an.
    Unsinn (Score:2)
    Von gurix (mgraf AFFENSCHWANZ iframe PUNKT ch) am Monday 07. June 2004, 07:54 MEW (#3)
    (User #664 Info) http://www.iframe.ch
    Irgendwie find ich das ganze einfach nur noch lustig :-) Wer einen Photoshop nimmt, um Blüten zu erstellen, wird wohl kaum so erfolgreich sein. 0815 Gangster halt (Gabs nicht mal dies Dollarnoten mit dem falschen Präsidenten?). Wer genug Kriminelle Energie besitzt, Blüten zu drucken, die auch eine einigermassen gute Qualität besitzen, wird dies auch nicht abhalten.
    http://www.iframe.ch
    Was wollen die denn? (Score:1)
    Von boomi (symlinkleser@number.ch) am Monday 07. June 2004, 16:38 MEW (#5)
    (User #1126 Info) http://www.number.ch
    Warum sollte ich Geldnoten nicht einscannen und am Computer bearbeiten duerfen? Solange ich sie nicht wieder ausdrucke und wie echte verwende, ist das doch egal. Die Zensurmeister machen sich richtig laecherlich... im naechsten Schritt duerfen Euros wohl nicht mehr ins Ausland transportiert oder verkauft werden. Sonst koennte ja jemand im Ausland die Scheine kopieren!

    Bald finden sich auf Kazaa hochaufgeloeste Bilder von Euro-Noten. Schock! Die PrintKiddies werden die Wirtschaft mit Falschgeld ueberschwemmen. Der da ist auch ein Verbrecher:
    http://mitglied.lycos.de/habanero/euro/deutsch/scheine.php?5euro
    Bilder von Banknoten einfach oeffentlich verfuegbar machen... hoffentlich kommt der ins Gefaengnis. Die Profis koennen sie mit so einer Massnahme nicht beeindrucken, es geht nur um die 'Gelegenheitskopierer'. Man koennte ja auf die Idee kommen... und davor muss der Staat uns beschuetzen. Ist ja klar.

    In .ch ist's recht einfach: ( steht alles in http://www.snb.ch/d/banknoten/merkblatt_d.pdf )
    Als Emittentin der Schweizerfranken-Banknoten sieht die SNB aber beispielsweise in folgenden Fällen keine Gefahr der Verwechslung mit echten Noten:
    1. Verkleinerte Abbildungen, deren Seitenlängen höchstens 66% derjenigen der Originalnote ausmachen.
    2. Vergrösserte Abbildungen, deren Seitenlängen mindestens 150% derjenigen der Originalnote ausmachen.
    3. Abbildungen von Banknotenteilen in beliebigem Format, soweit weniger als 40% einer Seite der Originalnote abgebildet wird.
    4. Abbildungen auf einem Material, welches sich unzweideutig und in einfacher Art und Weise vom Papier unterscheidet (Abbildungen auf Esswaren und Hartprodukten wie Metall, Glas, Stein, Holz etc.).
    5. Abbildungen, welche sich farblich in sofort erkennbarer Art und Weise von sämtlichen, gesetzlichen Kurs geniessenden Banknoten abheben.
    Ob bei Banknotenreproduktionen die Gefahr der Verwechslung mit echten Noten besteht, ist überdies von den gesamten Umständen abhängig (Qualität des Drucks, Hinweis auf die Reproduktion durch den Vermerk "Spezimen", Bedrucken von Vorder- und Rückseite, Art des Inverkehrbringens etc.).
    wenn man mit gesetzen flicken muss (Score:2)
    Von kuckuck am Tuesday 08. June 2004, 11:37 MEW (#6)
    (User #818 Info) http://www.commandline.ch
    dann ist das ein Zeichen für das Scheitern, ein Zeichen für ein beschissenes Konzept
    /* Nur wer schneller ist als der Strom hat die Kontrolle! */
    Re: wenn man mit gesetzen flicken muss (Score:2)
    Von P2501 am Tuesday 08. June 2004, 12:25 MEW (#7)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Banknoten sind ein beschissenes Konzept? Na dann mal her mit den Alternativen!

    Nur gleich zur Vorwarnung: Münzen (fast ebenso leicht fälschbar), Karten (unsicher) und Tauschhandel (unpraktisch) sind in meinen Augen nicht geeignet. :-D


    --
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