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MySQL und Perl fürs Web
Veröffentlicht durch XTaran am Dienstag 27. April 2004, 16:13
Aus der Jehova! Abteilung
Internet maradong schreibt: "In einem 'Book Review' auf Slashdot beschäftigt sich Craig Maloney mit 'MySQL and Perl for the Web'. Neben PHP, ASP & Co beschäftigen sich (immer mehr?) Leute mit Perl fürs Website-Management. Ich finde das Review sehr interessant geschrieben. Mal sehen, was ihr sowohl vom Artikel als auch von Perl im Web haltet. (*grins* @ XTaran)"

Ähmja, also es gibt da eigentlich nichts Erwähnenswertes außer perl, Perl, PERL und vielleicht noch mod_perl, Embperl und ePerl. Upsi, das gehört ja eigentlich in einen Kommentar. :-)

Aber im Ernst: Schon der erste Satz im Review sagt, was wir bei Diskussionen über das Thema zu erwarten haben:

MySQL (love it or hate it) is one of the most popular databases for deploying websites. Perl (also love it or hate it) was almost synonymous with website programming.

Nämlich Weltanschauungsdiskussionen wie sie tagtäglich passieren: zwischen bash- und tcsh-Benutzern, zwischen vi- und Emacs-Fanatikern, zwischen GUI- und Kommandozeilen-Freaks, etc. Allein schon die Expansion von PHP als "People Hate Perl" oder Bilder wie dieses zeigen bereits recht deutlich, daß dieses Potential auch ausgenutzt wird. Und damit sich hier die Perl-Hacker nicht ganz so alleine fühlen, hier noch schnell ein nettes Zitat: "Meine C-64-Basic-Übungen hat niemand zu Gesicht bekommen, während die in PHP verbrochenen Laufstall-Verunfallungen heutiger Milchgesichter die Welt verpesten und womöglich von Schlipsträger-Deppen als e-Commerce-Lösung gekauft worden sind." (Kristian Köhntopp, ehemals Entwickler der phplib für PHP3)

Heutzutage sind nach meiner Sicht der Dinge grob fünf Programmiersprachen im Web vorherrschend und für jede gibt es Evanglisten und richtige Hasser:

  • PHP: Sicher bei privaten Webseiten die meist genutzte Sprache, weil einfach zu erlernen, leicht zu installieren, fast überall für Webspace zu bekommen und, wenn man's mit der Sicherheit nicht so hat, dann kann man auch grob gesagt nix groß falsch machen. Und eine stattliche Anzahl an Modulen gibt's auch und auch bei Content-Management-Systemen (CMS) oder Wikis ist PHP recht beliebt: So läuft z.B. das Wikipedia mit PHP.
  • Perl / mod_perl: Perl war lange Zeit die Nummer 1 in Sachen Web, damals meist als normales CGI-Skript. Heute wird es neben ein paar mehr oder weniger veralteten CGI-Sammlungen meist nur noch verwendet von Freaks oder Firmen, die genau wissen, was sie wollen. Und Embperl mit mod_perl (gewisserweise Perl-Variante von PHP :-) skaliert in fast allen Vergleichstests bei hohen Belastungen besser und Perl ist ja bekanntlich auch allgemein gut für Rapid-Prototyping geeignet, von der schier unendlichen Vielfalt der Module im CPAN mal ganz abgesehen. Dafür muß man aber bei komplexeren Webanwendungen mit mod_perl aufpassen mit Namespace, Scopes von Variablen, globalen Variablen, anonymen Funktionen, Threading, etc., sonst hat man ganz schnell irgendwelche Speicherlöcher oder unschöne Nebenwirkungen. Interessant ist auch noch, daß es eine Zeit gab, in der die Benutzergruppen von PHP und Embperl etwa gleich groß waren. Das war allerdings so ungefähr zu Zeiten von PHP/FI 2.0, wer sich noch daran erinnert. :-)
  • Python / Zope: Wie Perl eine Skriptsprache, jedoch von Grund auf objekt-orientiert. Ist nicht ganz so verbreitet wie die anderen, aber auch wie PHP ist es bei CMS recht beliebt.
  • Java / JSP: Hab ich zwar schonmal mit rumgespielt, kann ich aber wenig zu sagen. Scheint vor allem in großen Bereichen, wo man Wert auf Unterstützung durch den Hersteller sowie eine sehr pingelige Fehlerbehandlung Wert legt.
  • ASP: ASP klingt zwar immer nach Microsoft und ist auch hauptsächlich in der Windowswelt zuhause, es gibt aber auch freie Implementierung, die auch unter Unix funktionieren. Wenn ich mich recht entsinne, ist ASP eigentlich keine Sprache sondern nur ein Framework für die Einbettung von Programmiersprachen in Seiten, d.h. man kann auch ASP-Seiten mit Perl schreiben, meist wird aber IIRC ein VisualBasic-Dialekt verwendet.

Zumindest die ersten drei sind Open-Source-Programme und werden gerne zusammen mit Linux, Apache, MySQL als LAMP-Pragma zusammengefaßt. Weiß jemand, wie es um Ruby im Web steht? mod_ruby gibt's ja schonmal für den Apatschen.

Aber nun zu den relationalen Datenbanken: Welche Open-Source-Datenbanken gibt es sonst noch? Oft wird PostgreSQL als Alternative zu MySQL angegeben. Und dann gab's da noch die unter der InterBase Public License (IPL) stehende relationale Datenbank Firebird, die eigentlich vor allem durch den Namenskonflikt mit dem kleinen Bruder von Mozilla (aka Phoenix/Firebird/Firefox) bekannt wurde. Aber was gibt's sonst noch?

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    MayPole (Score:3, Informativ)
    Von thomas (thomas at beeblebrox dot net) am Tuesday 27. April 2004, 16:57 MEW (#1)
    (User #316 Info) http://beeblebrox.net

    Ein interessantes Framework im Zusammenhang mit Perl, Datenbanken und Webfrontends ist MayPole von Simon Cozens. Simon wurde von der Perl Foundation diesen April unterstützt und hat neben Perl Code auch einige interessante Artikel geschrieben: perl.com, April Ausgabe im Perl Journal und auf der MayPole Site.

    Das Schöne an MayPole ist, dass Model, View und Controller getrennt sind und man z.B. das Template::Toolkit-Frontend ganz einfach durch HTML::Mason ersetzen kann. Ebenso einfach kann das DB-Backend durch Flat File ersetzt werden. Der Controller kann z.B. mod_perl oder auch direkt CGI sein.

    --
    Real programmers can write assembly code in any language. :-)
       --Larry Wall

    Ruby (Score:1)
    Von McH am Tuesday 27. April 2004, 17:09 MEW (#2)
    (User #1196 Info) http://www.science.brainzentrum.de
    also mod_ruby ist ganz gut fuer cgis mit ruby und fuer eruby.
    Das laeuft ganz gut nur gibt es noch nicht allzuviele Sachen die man einbinden kann wie zb CPAN , das ist aber in Planung.
    Aber meist ist es so, das das was es gibt, ganz nett ist und man es benutzen kann.
    Viele libs und nuetzlichen Kram findet man auf raa.ruby-lang.org oder www.rubyforge.net.
    Das einzige was etwas suckt ist das Debugging mit eruby.
    mfg
    McH

    ps: wer sich fuer Ruby interessiert ist bei www.rubyforen.de willkommen

    Weitere OS-Datenbank (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Tuesday 27. April 2004, 17:51 MEW (#3)
    MaxDB (auch von MySQL-AB) früher unter dem Namen SAP-DB.
    Hab ich mir allerdings noch nicht angeguckt weiss jemand mehr? Insbesondere wie die jetzt mit dem mysql-server "verheiratet" ist.
    kann nicht mittrollen (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Tuesday 27. April 2004, 20:01 MEW (#4)
    kenne von dem beschriebene nur PostgreSQL :( kann also weder vergleichen noch das Flambit setzen. Schade. Ich habe mir vorgenommen mich in JSP einzuarbeiten.
    Naja (Score:1)
    Von mirabile (root@[IPv6:2001:6f8:94d:1::1]) am Wednesday 28. April 2004, 13:28 MEW (#6)
    (User #504 Info) http://mirbsd.de/
    Wer's braucht... Webseiten in ksh oder php, keine
    Datenbanken (wenn ich mueszte, postgresql oder
    sqlite).


    -- 
    Ich bin BSDler, ich darf das!
    asp.NET (Score:1)
    Von Pseudonymer Teigring (pseudonymer_teigring bei goblin-embassy.net) am Thursday 29. April 2004, 09:00 MEW (#7)
    (User #1083 Info) http://www.goblin-embassy.net/
    asp ist tot, es lebe asp.NET ;)

    Im Ernst, asp.NET ist ziemlich nett (theorethisch, ich kenns praktisch nicht gut). "Code Behind", assembly cache, .NET Integration (= freie Sprachwahl, riesige Bibliothek)..

    Diese Kombination ist einzigartig, auch wenn die einzelnen Punkte nur bedingt innovativ oder neu sind ;)

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