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File Sharing gefährdet die Musik-Industrie nicht
Veröffentlicht durch xilef am Mittwoch 31. Maerz 2004, 10:02
Aus der hin-und-her Abteilung
Musik maradong schreibt: "Eben bin ich über eine sehr interessante Yahoo News gestolpert. Dieser Artikel behauptet so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was uns die Musik-Industrie immer vor die Augen hält, nämlich, dass P2P im generellen einen positiven Einfluss auf den Verkauf der CDs haben soll. Allerdings ist es die erste Analyse, die zu diesem Schluss kam, daher sollte man das Ganze doch mit recht kritischen Augen lesen (Zumindest so lange bis andere das selbe behaupten)."

Weiter schreibt maradong: "Das File-Sharing hat laut dem Autor, David McGuire der übrigens bei der Washingtonpost arbeitet, zu einer Steigerung der CD-Verkäufe, um 600'000 Stück, geführt. So soll für alle 150 gedownloadete Songs eine CD mehr verkauft werden, als es normalerweise der Fall wäre (also ohne P2P).

Alles in allem ist der Artikel sehr interessant doch vorneweg noch 2 Punkte:
Die deutsche Plattenindustrie hat als eines der Hauptargumente gegen P2P, dass; die Artisten kein Geld mehr verdienen würden, wenn man P2P nicht verbietet. Es ist allerdings die deutsche Plattenindustrie, die erst kürzlich den Prozentsatz am Preis einer CD, welcher der Musiker als 'Lohn' erhält, von 9.6 auf 5.2 runtergesetzt hat.
Der zweite Punkt ist der, daß die großen Editionshäuser mittlerweile schon Werbung in den P2P Netzen machen und dass dies, nicht zuletzt wegen der hohen User-Zahl, einen immensen Einfluss hat."

Zu dem Thema gibt's noch ein paar andere interessante Links aus den letzten zwei Tagen. Da wäre einmal der Heise-Bericht über den Verkaufsrekord der australischen Musikindustrie, welchen diese aber zu vertuschen versucht. Die deutsche IFPI beklagt einen markanten Umsatzrückgang. Schaut man sich die Verkaufszahlen aber genau an, sieht man durchaus eine Zunahme der Verkäufe bei den low-price CDs und Abnahmen bei den teureren CDs.

Und schliesslich möchten wir noch erwähnen, dass der deutsche Chaos Computer Club zu einem Boykott der Musikindustrie aufruft.

Schweizer Musikindustrie will P2P-User verklagen | Druckausgabe | VoIP mal anders  >

 

 
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    auch bei telepolis (Score:2, Informativ)
    Von Seuli (Seuli(at)bsdunix(dot)ch) am Wednesday 31. March 2004, 10:14 MEW (#1)
    (User #146 Info)
    dieser artikel kommt zu einem aehnlichen schluss, kein wunder, er bezieht sich auf dieselbe studie wie der beitrag in den yahoo news.

    Seuli
    -- O'Toole's law: Murphy was an optimist.
    Rückgang der Verkäufe (Score:2, Interessant)
    Von kruemelmonster (symlink0405.5.kruemi@spamgourmet.com) am Wednesday 31. March 2004, 11:08 MEW (#2)
    (User #3 Info) http://www.tedaldi.net/
    Lustigerweise gibt die MI die Schuld den Tauschbörsen, wenn die Verkäufe nachlassen. Die ganze Weltwirtschaft geht durch eine Krise, und die MI erwartet, dass sie davon nicht betroffen ist. Ixh bin echt erstaunt, dass die nicht nen echten Umsatzeinbruch erlebt haben, denn die Leute verdienten in den Letzten Jehren immer weniger während die Preise stiegen. Wie kommt es also, dass die keine ernsthafen Umsatzeinbussen haben? Und wie kommt es, dass diesen Typen noch jemand glaubt?
    Re: Rückgang der Verkäufe (Score:2)
    Von maradong (nospam-bob@hentges.net) am Wednesday 31. March 2004, 14:00 MEW (#6)
    (User #1402 Info) http://bob.hentges.lu/
    Mann muss sich noch 2 anderen Punkten bewusst sein.
    Erstens ist der Preis der CD's in den letzten Jahren gestiegen, obwohl dank der hohen Produktionszahlen sie eigentlich immer weniger kosten müsten.
    Zweitens hat es mehr oder weniger legale Kopien noch immer gegeben. ( zumindest seit es kassetten recorder gibt )
    Trotzdem versucht uns die Industrie klarzumachen dass es die Schuld des Verbrauchers ist, und das ist genau die Stelle die mir nicht passt.
    Wie du richtig gesagt hast, erwartet die Platten-Industrie wohl dass trotz genereller ekonomischer Flaute, sich die Leute weiterhin auf die CD's stürzen.


    --
    Some people drink from the fountain of knowledge, others just gurgle.
    Nieder mit der Musikindustrie (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 31. March 2004, 11:16 MEW (#3)
    Ich kann nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass ich, seitdem es Filesharing gibt, keine einzige Musik-CD mehr gekauft habe, aber einige Stücke heruntergeladen habe. Ich hätte aber auch keine Musik-CD gekauft, wenn ich die Stücke nicht heruntergeladen hätte. Mit mir macht die Musikindustrie also keinen Umsatz, aber sie macht auch nicht weniger Umsatz.

    Ich hätte nichts dagegen, wenn die Musikindustrie und ihre gemachten, hochgepushten Stars verschwinden würden. Wenn Leute in diesem Geschäft über Nacht zu Multi-Millionären werden, dann wenigstens nicht dank mir.
    Re: Nieder mit der Musikindustrie (Score:1)
    Von DrZimmerman (tbaumgartner BEI swissonline PUNKT ch PUNKT remove) am Wednesday 31. March 2004, 12:06 MEW (#4)
    (User #1385 Info)
    hehe und ich hab grad erst einige dvd's gekauft weil ich die filme gesaugt hab und gut fand
    und ich bin mir sicher bei leuten die sowieso film und musik narren sind das dies bei denen noch vielmehr so ist als bei mir.
    Re: Nieder mit der Musikindustrie (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 31. March 2004, 14:19 MEW (#7)
    bei mir ist es auch so, dass ich immer weniger cd's kaufe.. jedoch auch nicht von tauschbörsen ziehe..

    ich glaub vorallem, dass sich die aktuelle zielgruppe die neusten charthits in form von einem klingelton aufs händi laden und nicht mehr als single kaufen..
    Re: Nieder mit der Musikindustrie (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 31. March 2004, 14:41 MEW (#8)
    seit meinen ersten downloads von mp3s (damals konnte man mit einer high-end 10gb hd voll mit mp3z noch rumprotzen) hab ich keine cd mehr gekauft. in letzter zeit hör ich aber immer mehr .ch hiphop, was man nicht online downloaden kann, und so geb ich 100te von Fr für Platten aus (wenn schon musik kaufen, dann in nem edlen format =)
    Re: Nieder mit der Musikindustrie (Score:2, Tiefsinnig)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Wednesday 31. March 2004, 17:23 MEW (#10)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Ich hab schon viel fruehr aufgehoert CDs (bzw damals Kassetten) zu kaufen. Bevor ich ueberhaupt von Internet etwas gehoert hatte (und das war auch vor ueber 10 Jahren). Damals als Musik kopieren noch aus analogen Musikkassetten bestand.

    Damals war Musik naemlich bereits kostenlos fuer jeden zu haben: Radio (= analog funktionierendes Audio Broadcast System) einschalten.

    Im Gegensatz zu Filmen, die zuerst im Kino kommen, dann als Video/DVD, dann in der Videothek, dann erst im TV, macht es die Musikindustrie genau verkehrt: zuerst per Radio jedem geben (und das kann man auch analog qualitativ gut aufnehmen, sind ja alles erste Generation Kopien), und dann erwarten das die Leute es trotzdem nochmals kaufen.

    Das machte es letzlich zum Deal: Zeit zum aufnehmen vs Geld zum kaufen. Die Strategie war a) Gut zum die Konkurrenz niederwalzen (= mehr Einnahmen), b) schlecht fuer jede Kopie bezahlt bekommen (= weniger Einnahmen). Solange a > b war ging es auf.

    Heute ist einfach dank Internet das aufnehmen->download und damit leicht attraktiver geworden (nicht vor Radio sitzen bis Stueck kommt). Damit ist Sense mit der Strategie. Und "dank" Kopierschutzidiotie bei der Industrie auch noch kaufen viel weniger attraktiv. Was dann auf Selbstmord raus laeuft.

    Ach ja, heute tu ich eh weder aufnehmen noch downloaden. Der seichte Einheitsbrei, der seit Jahren mit leichten Klangvarierungen aus der Industrie und allen gleichgeschalteten Radiosender kommt, ist so charakterlos, das ich keinen Bedarf habe sowas archivieren zu wollen.

    Der Brei der in 3 Jahren aus jedem Radio kommen wird, ist nicht unterscheidbar von einer Archivkopie von dem was heute kommt. Also spar ich mir den Aufwand, ueberhaupt die Interpreten und Titel zu kennen, geschweige denn zu besorgen (egal wie).

    Ab und zu geh ich mal an ein Konzert. Und manchmal sind die Band gut genug das ich eine Errinnerungs CD will. Das duerfte bei mir saemtliche CD Kaeufe der letzen 5-10 Jahre ausgemacht haben.
    --
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    Kohle? (Score:2, Tiefsinnig)
    Von Joker am Wednesday 31. March 2004, 13:44 MEW (#5)
    (User #1005 Info) http://www.netswarm.net/
    Natürlich gehts bei Firmen immer ums Geld. Aber der primäre Grund ist die Kontrolle über den Markt nicht die angeblichen Verluste durch die Tauschbörsen. Mit der totalen Kontrolle über den Markt kann man auch in Zukunft schlechte Produkte teuer verkaufen. Der direkte Ausfall (wenn er denn besteht) ist eher sekundär dabei.
    Der Verkauf von echter Quallitätsmusik wird von dem Ganzen eher unbeinflusst bleiben. Da gehen die Zahlen aus anderen Gründen hoch oder runter. Dabei reichen schon Fakten wie z.B., dass Musik heute einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft hat als früher. Diese Zahlen werden also unabhänig von P2P weiter schwanken.
    Bei der Wegwerfmusik sieht es etwas anders aus. Diese lässt sich nur mit absoluter Kontrolle verkaufen wobei dies auf dauer wohl nicht aufgehen wird. Ist die Musik zu austauschbar und billig, werden die Leute die sie nicht mehr Tauschen können ganz einfach darauf verzichten. Dies ist bereits teilweise eingetreten und der eigentliche Grund für die rückläufigen Zahlen.
    CD-Kauf durch P2P (Score:1, Interessant)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 31. March 2004, 16:10 MEW (#9)
    P2P fuehrte bei mir schon zu CD-Käufen. Situation: Ich hörte einen Titel im Netzradio von einem mir bis dahin unbekannten Künstler, also habe ich P2P benutzt um nachzusehen was er sonst noch so gemacht hat. Wenn mir das gefallen hat war ich kurz danach im Geschäft und kaufte/bestellte eine CD. Ich habe mindestens 3 CDs hier liegen deren Kauf so zustande kam.

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