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SCO verklagt IBM bezüglich Lizenansprüchen an Linux (Update)
Veröffentlicht durch XTaran am Freitag 07. Maerz, 18:23
Aus der SCO-ist-böse™ Abteilung
Patente kuckuck schreibt "Auf Pro-Linux.de bin ich gerade auf folgenden Artikel gestossen. Anscheinend verklagt SCO (ursprünglicher GNU/Linux Distributor Caldera) IBM auf eine Milliarde US-Dollar, wegen der Unterstützung von Linux und somit dem Klau geistigen Eigentums. Diese Aktion folgte auf die Beauftragung des prozesserprobten Anwalts David Boies, welcher Lizenzansprüche an Linux offen legen sollte. Nun Fragt man sich wo SCO jemals etwas zu Linux beigetragen hat und weshalb um Himmels willen sie sich mit dem blauen Riesen anlegen."

Heise und Golem.de haben auch was dazu. SCO ist anscheinend der Meinung, daß Linux ohne die von IBM implemtierten Komponenten heute ein kleines, unbeachtetes Würstchen im Betriebssystemmarkt wäre und es SCO Unix keinerlei Konkurrenz machen könnte. So macht es SCO Unix aber Konkurrenz und damit entgehen SCO Einnahmen... Ich frage mich ehrlich gesagt, wer hier das kleine Würstchen ist...

Update 22:42 Uhr: Slashdot hat einen Hinweis auf eine SCO-Seite mit Informationen zum Rechtstreit mit IBM inklusive FAQ. Weiter weisen sie hin auf einen interessanten Kommentar von Bruce Perens in der ersten heutigen Slashdot-Story dazu, auf einen SCO-Boykott-Aufruf bei PCLinuxOnline.com sowie einen Artikel bei NewsForge.

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    verzeiht... (Score:1)
    Von db (dani [at] raffzahn [dot] ch) am Friday 07. March, 18:39 MES (#1)
    (User #1177 Info)
    ..meine Unkenntniss, aber welche ach so wichtigen Komponenten hat Big Blue denn in Linux implementiert?

    Schade. Diese ganzen Verklagungen werfen ein recht schlechtes Licht auf die OpenSource-Welt. Siehe auch die M*bilix - geschichte.
    Re:verzeiht... (Score:3, Informativ)
    Von NoSuchGuy am Friday 07. March, 22:52 MES (#5)
    (User #97 Info)
    Das IBM Labor in Böblingen "ist daran schuld" das es einen S390-Tree (zSeries-Server) in den Kernel-Sourcen gibt.
    Ich kann mich an die schöne Tickermeldung erinnern, dass bei Telia 70 Sun-Server durch eine S390 ersetzt wurden (ausführlichere Infos).
    Als einer der großen Player im Mainframe-Markt hat IBM dafür gesorgt (=personell und hardewaremäßig), dass Linux auch auf "fetter" Hardeware laufen lernt...

    Danach sind viele Businesskunden "gekippt": Wenn IBM Linux unterstützt, dann ist das sicher keine Eintagsfliege, wir haben die Zuverlässigkeit und Vorteile von Linux und den Support von IBM...

    NSG
    --
    "In keinem Bereich menschlicher Leistungen sind so schlechte Ergebnisse erzielt worden wie in der Politik!"
    Patent-Raeuber und Selbstmoerder (Score:2, Tiefsinnig)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Friday 07. March, 18:58 MES (#2)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Das erste ist eine Firma die nicht mehr Kunden ueberzeugen kann, und daher kriminell wird, und mit schlechten Gesetzen als Waffe die Konkurrenz berauben will.

    Das zweite ist was passiert, wenn ein Raeuber derart vermessen wird, sich mit dem groessten Konkurrent anzulegen, statt die Konkurrenten vom kleinen Ende her aufzuessen (so a la Rambus).
    --
    hardware runs the world, software controls the hardware,
    code generates the software, have you coded today

    AIX (Score:2, Interessant)
    Von idiot am Friday 07. March, 20:04 MES (#3)
    (User #1198 Info)
    Heise:
    droht SCO zudem damit, man werde die Lizenz zurückziehen, unter der IBM AIX vertreiben darf

    Aus diesem Grund wird IBM ev. sogar (zumindest teilweise) auf die Forderungen eingehen. Der Verlust von AIX würde IBM bei Grosskunden schwächen und vor allem bestehende Kunden (die AIX haben) würden sich von IBM abwenden.
    Dieser Markt (vor allem das Consulting) sollte in seiner Grösse nicht unterschätzt werden. Und so gut Linux auch ist, einem AIX kann es auf den Big Irons nicht das Wasser reichen.

    Welcome to the real world, Linux. Die Firmen, denen Linux das Wasser abgräbt werden dies nicht still und leise hinnehmen. Und momentan scheint Linux eine grössere Gefahr für komerzielle Unixe als für die Erzeugnisse der Softwarefirma aus dem Nordwesten der USA.

    Re:AIX (Score:2)
    Von tr0nix am Saturday 08. March, 14:35 MES (#8)
    (User #741 Info) http://www.secuserv.ch
    Das ist doch Erpressung.. ich meine was soll daran verboten sein eine Konkurrenz anderer Unternehmen zu unterstuetzen? Mir geht das nicht in den Kopf...


    ----------------
    Wer gegen ein Minimum
    Aluminium immun ist, besitzt
    Aluminiumminimumimmunität
    Re:AIX (Score:2, Tiefsinnig)
    Von idiot am Saturday 08. March, 17:25 MES (#9)
    (User #1198 Info)
    Sicher ist das in gewissen Sinne Erpressung.
    Andere nennen es Marktwirtschaft :)
    SCO ist seeeehr klein (Score:2, Interessant)
    Von co2 am Friday 07. March, 22:45 MES (#4)
    (User #858 Info)
    Die wollen 1 Mrd $$$, haben eine Börsenkapitalisierung von 25 Mio $$$. Eventuell könnet IBM die Firma sogar einfach aufkaufen, eine ganz neue Art Rechtshändel beizulegen...
    Computerworld.ch-Bericht (Score:2)
    Von malcom am Saturday 08. March, 01:04 MES (#6)
    (User #488 Info)
    In der Computerworld vom 28. Februar 2003 wurde diese Entwicklung bereits angetönt, bzw. vorausgesagt:

    http://212.98.53.238/domino/CWArchiv.nsf/378dd4e611038e3a412565b2005c1621/2a36a1fe1361c853 c1256ce10034aedd?OpenDocument.

    Es wird dabei u.a. auf die Gründe eingegangen, warum SCO überhaupt eine solche Rechtsabteilung in die Welt rief... interessant. Finde zumindest ich :).

    Re:Computerworld.ch-Bericht (Score:1)
    Von malcom am Saturday 08. March, 01:09 MES (#7)
    (User #488 Info)
    Argh! Domino-Server-Abfragen... naja, sucht einfach unter http://www.computerworld.ch/archiv/index.html nach dem Artikel "Machtspiele auf offenem Terrain".
    Geld (Score:1)
    Von Joker am Saturday 08. March, 20:52 MES (#10)
    (User #1005 Info) http://www.netswarm.net/
    Die Manager wissen, dass die Firma am Ende ist und wollen zum Schluss noch etwas Geld für ihre Taschen. Die Rechung wird wohl aufgehen, da beide möglichen Alternativen zum Geldsegen führen. Eine Möglichkeit ist, dass sie gewinnen und dabei massig Kohle bekommen. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Manager aussergerichtlich Geld von IBM bekommen (Aus der Portokasse), damit das Problem beseitigt wird. Bei der ersten Lösung können sie den Laden noch etwas länger am Leben halten, wärend bei der 2. Lösung wohl nur noch etwas Geld in die Managertaschen fliesst. Eine Variation der 2. Lösung ist auch der Kauf von SCO, was ich allerdings nicht für so warschenlich halte. Machbar ist aber alles.

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