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Welche Freiheit ist gemeint: Open Source im Unternehmen
Veröffentlicht durch maol am Freitag 02. August, 15:13
Aus der Dr.-Sommer-Team Abteilung
Open Source Die gute alte Tante NZZ klärt ihre Leser über die GPL auf. Es wird erklärt, dass die Krebsgeschwür-Vorwürfe von Ballmer unhaltbar sind, v.a. wenn man die Software sowieso nicht weitergibt. Der Artikel ist an die Manager und IT-Entscheidungsträger in den Unternehmen gerichtet, die über den Einsatz von Open Source nach genau den gleichen Kriterien wie bei Closed Source entscheiden sollen. Also Qualität, Support, Zukunftssicherheit.

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    manager entscheiden? (Score:1)
    Von Maverick (lb-web@projectdream.org) am Saturday 03. August, 03:02 MES (#1)
    (User #757 Info) http://projectdream.org
    Solange Manager & Chefs entscheiden, welche Software eingesetzt wird, wird sicher nicht diese genommen, die fuer den Einsatzzweck am geeignetsten ist.
    Das liegt daran, das Manager Software nach den Hochglanzprospekten beurteilen, und nicht nach dem, was sie wirklich wert ist.
    Schade, aber bei den meisten Firmen traurige Realitaet.
    Ungenauigkeiten (Score:2, Informativ)
    Von Anonymer Feigling am Saturday 03. August, 03:03 MES (#2)
    Gut: Sogar die eher konservative NZZ beginnt sich mit OSS auseinanderzusetzen. Diese wird unter anderem auch gerne von Entscheidungsträgern in der Wirtschaft gelesen. Vielleicht sehen wir bald die Folgen davon?

    Schlecht: Es haben sich einige Ungenauigkeiten in den Artikel eingeschlichen:

    Es steht jedem Programmierer frei, für seine Open-Source-Software eigene spezielle Lizenzbestimmungen auszuarbeiten und den Source- Code-Dateien als Text-Dateien beizulegen.

    Etwas missverständlich formuliert. Es kommt auf die Definition von "OSS" an. Definiert man OSS wie üblich so wie die Open Source Initiative, sind der Beliebigkeit Grenzen gesetzt. Die Lizenzbestimmungen müssen dann der Definition von OSS gemäss OSI genügen und durch die OSI zertifiziert sein. Beispielsweise ist Microsofts Shared Source License keine OSS im Sinn der OSI.

    Ein Unternehmen, das GNU-Open- Source-Software erweitert, muss diese Erweiterungen, die unter Umständen wichtiges intellektuelles Kapital umfassen, nicht veröffentlichen, solange es nicht mit dem Verkauf der Software Geschäfte macht.

    Der kommerzielle Charakter ist nicht relevant dafür. Entscheidend ist, dass (wie später richtig angemerkt wird) bei jeglicher Weitergabe der veränderten Software (ob kommerziell oder nicht) auch der zugehörige Sourcecode (unter der GPL) veröffentlicht werden muss.

    Verdient ein Unternehmen sein Geld allerdings mit dem Verkauf von Software, ist die GNU Public License lebensbedrohend

    In dieser absoluten Form ist diese Aussage falsch. Kaum eine Firma lebt ausschliesslich vom Verkauf von selbst produzierter Software. In den meisten Fällen verläuft die Grenze zwischen Softwareentwicklung/-verkauf und Services (Dienstleistungen) fliessend (z.B. Bündelung von Software mit Support/Beratung). In einem solchen Fall kann die GPL ein positiver, integrativer Bestandteil des Geschäftsmodells eines Unternehmens sein, welches "vom Verkauf" selbstproduzierter Software "lebt".

    Leser des Artikels sollte man auf diese Fehler aufmerksam machen!

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