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IT-Spezialisten unglücklich
Veröffentlicht durch xilef am Freitag 02. August, 10:51
Aus der morale-down-in-down-under Abteilung
Wirtschaft Newsbyte berichtet von einer Umfrage in Australien, wonach 82% aller IT-Profis mit ihrer jetzigen Arbeit unzufrieden sind. Spass an der Arbeit sei zudem wichtiger als der Lohn. Über die Gründe der Krise steht leider nichts. Ob's bei uns wohl anders aussieht?

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    Liegt vermutlich am Management.... (Score:1)
    Von Anonymer Feigling am Friday 02. August, 11:48 MES (#1)
    das dafür verantworlich ist, das "IT-Spezialisten" mit grausliger Soft- und Hardware umgehen muss. Das macht natürlich nicht glücklich. Ich hingegen bin mit meiner gegenwärtigen Anstellung glücklich - Das Management überlässt hier den ITlern freie Hand bei Entscheidungen über die einzusetzenden Systeme (weil es Einsieht, daß es davon keine Ahnung hat und auch nicht so doof ist, auf Hochglanzproskete von Marketding-Druiden reinzufallen). Somit hab ich nur am Rande mit MS Produkten zu tun und hab viel Spaß am Gerät mit Linux, *BSD und SCO.
    Re: Liegt vermutlich am Management.... (Score:2)
    Von XTaran (symlink at deuxchevaux dot org) am Friday 02. August, 13:47 MES (#2)
    (User #129 Info) http://abe.home.pages.de/

    Ja, so sehe ich das auch. Die Frage ist aber IMHO, wieso die IT-Spezialisten dann bei solchen Firmen anheuern? Die meisten der Befragten sollten doch wohl noch während des Hypes eingestellt worden sein und damit praktisch freie Auswahl gehabt haben.

    Ich hab' mir mein Arbeitgeber u.a. danach ausgesucht, ob er OSS einsetzt und unterstützt, mit wieviel Windoof ich in Berührung komme, wie vielfältig die Arbeit ist und ob es eine Kleiderordung gibt. (Ich besitze keinen Anzug, kein Hemd (ok, Pfadi-Tracht ausgenommen :-) und keine Krawatte. Und dabei soll es auch bleiben.) Dazu waren mir flexible Arbeitszeiten wichtig ein angenehmes Arbeitsklima wichtig, ein unzensierter Zugang zum Internet eingeschlossen.

    Worauf ich beim Suchen weniger geachtet, aber trotzdem erwischt habe (Glück oder eine Folgerung aus den Kritierien? :-), waren kompetente Chefs, viel Spaß bei der Arbeit, viele neue und interessante Dinge kennenlernen, an OSS mitentwickeln und andere OSS-Communities kennenlernen als die, die ich schon kannte. Dazu habe ich 38,5h/Woche und 30 Tage Urlaub. Hat auch nicht jeder. (Wobei ich bei den ganzen Annehmlichkeiten kein Problem habe, auch mal mehr zu arbeiten...)

    Das einzige, was ich in Kauf nehmen mußte, war, daß bei der Auswahl der Linux-Distribution für meinen Arbeitsplatz wenig Auswahl hatte: Hier gibt es historisch bedingt und aus Homogenitätsgründen nur SuSI. Aber im Vergleich zu den restlichen Annehmlichkeiten ist das Pipifax. Und in der Zwischenzeit weiß ich auch, wo ich der SuSI auf die Finger hauen muß, wenn sie mal wieder nicht das macht, was ich will. (Zuhause habbich nur Debian... :-)

    Aber auf der anderen Seite sehe ich selbst bei meinen ehem. Studienkollegen, daß an der Aussage "In der IT-Branche verlassen die Arbeitnehmer ihren ersten Arbeitgeber im Schnitt nach 2 Jahren." wirklich was dran ist: Ich kenne leider recht viele Leute, die nach einem halben bis 3 Jahren woanders hin sind. Die Gründe dafür sind aber recht vielfätig, aber meistens hat es ihnen beim zweiten Arbeitgeber dann auch gefallen.

    Daraus könnte man schließen, daß trotz der ganzen Job-Messen die meisten IT-Absolventen zuwenig Vorstellung haben, was sie wirklich wollen und/oder zuwenig (relevante) Informationen über potientielle Arbeitgeber bekommen. Und zugegebenermaßen habe ich keinen der für mich interessant gewesenen potentiellen Arbeitgeber auf solch einer Messe angetroffen (obwohl ich selbst schon mehrmals an der Organisation solcher Messen beteiligt war), es waren eher Vitamin B[eziehungen] und OSS-Communities, die mich zu interessanten Arbeitgebern geführt haben.


    -- 
    Einer der Gnutella-Klone heißt Gnutoka, und ich frag mich, wann Gnusspli rauskommt...
    Re: Liegt vermutlich am Management.... (Score:1)
    Von EuphoriasChild am Friday 02. August, 19:04 MES (#3)
    (User #235 Info) http://www.euphoriasChild.darktech.org
    <schnipp>Aber auf der anderen Seite sehe ich selbst bei meinen ehem. Studienkollegen, daß an der Aussage "In der IT-Branche verlassen die Arbeitnehmer ihren ersten Arbeitgeber im Schnitt nach 2 Jahren." wirklich was dran ist: Ich kenne leider recht viele Leute, die nach einem halben bis 3 Jahren woanders hin sind. Die Gründe dafür sind aber recht vielfätig, aber meistens hat es ihnen beim zweiten Arbeitgeber dann auch gefallen.

    Daraus könnte man schließen, daß trotz der ganzen Job-Messen die meisten IT-Absolventen zuwenig Vorstellung haben, was sie wirklich wollen und/oder zuwenig (relevante) Informationen über potientielle Arbeitgeber bekommen.
    </schnipp>

    Ich denke, ohne Berufserfahrung hat man noch nicht so die Auswahl... Nach 2 Jahren im Beruf sind die Karten dann ganz anderst gemischt,

    Gruss, Andreas
    EuphoriasChild
    Re:Liegt vermutlich am Management.... (Score:2)
    Von Momo_102 (momo_102@bluemail.ch) am Friday 02. August, 22:46 MES (#4)
    (User #135 Info)
    Hmm, als langjähriger Linux-Fan muss ich dir da widersprechen, denn es braucht mehr Genialität auf einer schlechten Umgebung was brauchbares hinzubringen. Ich sehe da eher das Problem der Karriere. Wenn man weiterkommen will, verlässt man automatisch den technischen Bereich (mir selbst passiert). Also müsste es zur administrativen Karriere (Leitungsfunktionen) auch eine technische Karriere geben.
    --
    Computers - born to use Linux!
    Dasselbe auch in anderen Branchen (Score:1)
    Von Maverick (lb-web@projectdream.org) am Saturday 03. August, 02:59 MES (#5)
    (User #757 Info) http://projectdream.org
    Ich halte das eher fuer ein allgemeines Phaenomen. Auch in der Baubranche (wo ich arbeite), sind die wenigsten mit ihrem Job zufrieden. Mag daran liegen, das den meisten Firmen das grosse Geld lieber ist, als zufriedene Mitarbeiter.
    Natuerlich will keiner von den Managern/Chefs drandenken, das mit zufriedenen Mitarbeitern mehr Geld zu holen ist...

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