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KDE (Gnome) und Anwendungen
Veröffentlicht durch Raffzahn am Mittwoch 03. Juli, 07:48
Aus der husch-husch-weg-war-er Abteilung
Nachrichten Die Eckensteher von Linux und Main haben einen interessanten Gastkommentar (Englisch) zum Thema KDE und Fremdanwendungen

Der Kommentar ist eine Reakion auf den Kommentar "The Future Belongs to Gnome" von vor einer Woche. Außer einem Seitenhieb auf die Weltdominanzpläne von Gnome (RMS ist da garantiert ideologisch unschuldig :) wird recht schlüßig belegt das die Raschen Versionswechsel bei KDE (und Gnome) Entwickler von auf KDE basierender Software vor unüberwindliche Probleme stellen.

So weh es tut, MS ist hier eindeutig im Vorteil.

SGI wird weiterhin CPUs entwickeln | Druckausgabe | Wilhelmtux mit Online-Beitritt  >

 

 
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    Webbasierte Oberflächen (Score:2)
    Von tronco_flipao am Wednesday 03. July, 08:56 MES (#1)
    (User #729 Info)
    Egal ob M$, Mac oder Linux. Die Zukunft gehört den Webbasierten Oberflächen. Bei Gewissen Anwendungen macht das keinen Sinn (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Grafikbearbeitung), bei den meisten Datenbankgestützten Anwendungen jedoch schon. ERP, CMS etc. sind perfekte Beispiele dafür.
    Vorteil: Plattformunabhängig (sofern man nicht VB Script verwendet)
    Re:Webbasierte Oberflächen (Score:1)
    Von Raffzahn am Wednesday 03. July, 09:16 MES (#2)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/
    • bei den meisten Datenbankgestützten Anwendungen jedoch schon (Sinn). ERP, CMS etc. sind perfekte Beispiele dafür.
    • Vorteil: Plattformunabhängig (sofern man nicht VB Script verwendet)

    Nette Aussage, leider nur Realitaetsfremd. Browserbasierte Loesungen sind aber von der Ergonomie her ein Graus - solange man nur ab und an mal ein formularchen hat mag es gehen, im intensiven Dauerbetrieb haut das aber nicht hin. Um das zu ueberkommen wird dann mit allem getrikst, so das die Anwendung dann doch nur mit Browser Marke X (i.A. IE), Version Y, Zusatz Z und noch einigen Besonderheiten laeuft (Und das Ergebnis ist immer noch suboptimal). Praktisch laeuft das darauf hinaus das man wieder individualinstallationen auf den Arbeitsplaetzen durchfuehren muss - welche dann auch noch komplizierter sind als z.B. selbst ein Monster wie das SAP-GUI am laufen zu halten. Und wenn dann verschiedene Anwendungen mit verschiedenen Forderungen kommen wird das Ganze zum Gluecksspiel.

    Aus meiner Erfahrung heraus sind Browserloesungen nur sinvoll be Schwachlast und Niedrigdatenanwendungen. Sowie entweder die Benutzungsdauer oder die Komplexitaet steigt, entwickeln sie sich zu ANwenderveraergerungstools mit richtig gutem Geldbrennwert.

    Gruss
    H.


    Re:Webbasierte Oberflächen (Score:3, Interessant)
    Von tronco_flipao am Wednesday 03. July, 10:03 MES (#3)
    (User #729 Info)
    Finde ich nicht. Es gibt sehr gute Beispiele für ergonomisch Einwandfreie Webbasierte Software.
    Beispiel: IMP, Kronolith, PhpGroupWare, ZKB Onlinebank etc.
    Dann gibt es Webbasierte Tools die etwas gewöhnungsbedürftig sind, mit denen sich aber durchaus arbeiten lässt
    Beispiel: Webmin, SWAT

    Ob eine Browserbasierte Lösung schlecht oder gut ist lässt sich nicht Pauschal beurteilen. Es liegt vielmehr an den einzelnen Anwendungen.
    Wichtig ist vor allem bei CMS und ERP Oberflächen das sich diese auch ohne Maus bedienen lassen (Mitarbeiter in Callcenter oder Auftragsabwicklungen mögen keine Mäuse, zu langsam). Dies lässt sich aber auf Webbasierten Oberflächen ohne weiteres realisieren. Wenn etwas sehr spezielles realisiert werden muss, kann man das auch in Java realisieren (z.B. der Webmin File Manager). Somit fallen spezielle Installationen oder Anwendungen die nur auf Browser X laufen weg. Die ZKB Onlinebank wahr früher komplett ein Java Applet. Musste nur beim ersten mal was grösseres runtergeladen werden, danach liefs problemlos. Ergonomisch wars auch einwandfrei.

    Nebenbei: Mir fällt auf, dass Ergonomie für die Benutzer nicht unbedingt das wichtigste ist auch wenn man das immer meint. Ist eine Handytastatur auf der man für jeden Buchstaben mehrmals auf die Taste drücken muss Ergonomisch? :-)

    Re:Webbasierte Oberflächen (Score:1)
    Von dino (neil@franklin.ch.remove) am Thursday 04. July, 10:46 MES (#7)
    (User #32 Info) http://neil.franklin.ch/
    Wichtig ist vor allem bei CMS und ERP Oberflächen das sich diese auch ohne Maus bedienen lassen (Mitarbeiter in Callcenter oder Auftragsabwicklungen mögen keine Mäuse, zu langsam).

    Ja, und Webbrowser sind was Tastaturen anbegeht nicht gerade fuer freundlich bekannt (siehe Webforms in Netscape 4.x, vor allem die Feldaktivierung, ARGH!). OK, das sind viele GUIs auch nicht, aber dort kann man einfacher ansetzen als den Browser umbauen.

    Nebenbei: Mir fällt auf, dass Ergonomie für die Benutzer nicht unbedingt das wichtigste ist auch wenn man das immer meint. Ist eine Handytastatur auf der man für jeden Buchstaben mehrmals auf die Taste drücken muss Ergonomisch?

    Handy ist klassischer Fall wo man nicht tagein tagaus darauf rumtoeggelt wie auf den CMS oder ERP. Und wo man daher platzbedingete Kompromisse in Kauf nimmt. Siehe aber auch das neue SMS optimierte Nokia mit der Tastatur auf beiden Seiten vom Display.
    --
    Make your code truely free: put it into the public domain

    Re:Webbasierte Oberflächen (Score:2)
    Von tronco_flipao am Friday 12. July, 12:52 MES (#8)
    (User #729 Info)
    Ja, und Webbrowser sind was Tastaturen anbegeht nicht gerade fuer freundlich bekannt (siehe Webforms in Netscape 4.x, vor allem die Feldaktivierung, ARGH!). OK, das sind viele GUIs auch nicht, aber dort kann man einfacher ansetzen als den Browser umbauen.

    Mit JavaScript kannst Du Problemlos die Reihenfolge der Felder bestimmen. Dann kann man ganz bequem mit der Tabulator Taste arbeiten. Funktioniert nicht schlecht.

    MS klar im Vorteil? (Score:1)
    Von tbf am Wednesday 03. July, 12:41 MES (#4)
    (User #21 Info) http://taschenorakel.de/
    "MS klar im Vorteil?" Sorry, entweder willst Du hier 'n Flamefest anzetteln, oder hast keine Ahnung wie beschissen es ist für Windows zu entwickeln: Die Bibliotheken sind z.B. nur scheinbar kompatibel. Heisen zwar alle z.B. "MFC42.DLL" oder "MFC60.DLL", suggerieren also als MFC 4.2 oder MFC 6.0 zu enthalten, nur gibt's mindestens zwei Million ;-) Versionen der MFC42.DLL und wenigstens drei Millionen der MFC60.DLL. Alle nur teilweise kompatibel. Frei nach Murphy findet sich auf dem Zielsystem eine Version, die wichtige Funktionen vermissen läßt, oder falsch/anders implementiert. Was ist die Reaktion darauf: Man nutzt die von MS eingeräumte Erlaubnis als Entwickler die "eigene" Kopie der Runtime-Bibliotheken weiterzugeben. Sprich: Defakto linkt man seine Programme statisch... Na toll. Wenn man jetzt hinzunimmt, daß die MFC absolut beschissen, Low-Tech von anno-dazumal darstellt und Delphi genauso bugverseucht wie komfortabel ist... Super...

    So, und jetzt genug des MS-Bashings und noch etwas konstruktive Informationen: Jeder der Problem hat sich eine aktuelle GNOME-Distro zusammenzubauen, soll doch einfach mal bei Ximian vorbeischauen, sich den grandiosen Red-Carpet-Installer saugen oder Garnome 'ne Chance geben. Wer's absolut Cut'n-Edge braucht saugt sich aus dem Gnome-CVS die Vicious Build Scripts. <seitenhieb target="kde-crew">Tja, GNOME hat halt funktionierende Installer.</seitenhieb>

    Re:MS klar im Vorteil? (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 03. July, 17:24 MES (#5)
    Deine Einschätzung der Entwicklung auf Window$ teile ich (ohne die exakten Zahlen zu bekräftigen ;-). Jedoch achtet Kleinweich schon mehr auf Rückwärtskompatibilität, schleppt dafür viele Altlasten mit sich.

    Apropos Installer: KDE hat ganz bewusst keinen eigenen Installer wie Ximian/Gnome, denn gute Installers zu haben ist die Aufgabe der Distributionen und nicht die der Pakete. Debian und Gentoo haben beispielsweise ausgezeichnete Installers. Wo kämen wir denn hin, wenn jedes Softwarepaket einen eigenen Installer mitbringen würde? Das würde die Idee hinter Installers unterwandern.
    KDE 3 trotzdem im Vorteil (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Wednesday 03. July, 17:58 MES (#6)
    im Vergleich mit Gnome 2.

    Ich habe Gnome 2 kürzlich ausprobiert und benutze KDE 3 schon seit längerem. Gnome 2 sieht m.E. im Vergleich zu KDE 3 schlechter aus (standardmässig braun-dunkelgrau), ist ebenfalls nicht rückwärtskompatibel(*), bringt für den Benutzer kaum Neues, ist langsam und ist in C (statt C++) programmiert. Ich schätze, Gnome 2 hat im Vergleich mit KDE 3 kaum eine Chance.

    Wenn man sich umschaut wird das bestätigt durch die Wahl der Distributoren. Praktisch alle eher im Desktopbereich verwendeten Distributionen setzen standardmässig seit jeher auf KDE (Conectiva, SUSE, Mandrake, ...). Nur Red Hat (Serverdistribution) hat standardmässig Gnome. Debian empfiehlt keinen Standarddesktop.

    (*) Die Rückwärtskompatiblität fehlt bei beiden nicht wirklich. Man darf einfach die alten Bibliotheken nicht löschen, wenn man noch alte Programme benutzen will. Also das Übliche.

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