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GNU/Debian Installer
Veröffentlicht durch maol am Dienstag 02. April, 15:10
Aus der Das-Rad-ist-Rund Abteilung
Distribution thomas schreibt "LinuxUser hat zur Entwicklung eines benutzerfreundlichen Debian-Systems aufgerufen. In erster Linie geht es der Redaktion dabei um eine einfachere Installation. Meine Meinung: Warum das Rad ein zweites Mal erfinden, wenn man dazu auch den Progeny Graphical Installer verwenden könnte? Was meint ihr zu diesem Aufruf?"

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  • Diese Diskussion wurde archiviert. Es können keine neuen Kommentare abgegeben werden.
    unendliche geschichte! (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Tuesday 02. April, 15:49 MES (#1)
    nach meiner meinung ist es immer wieder dasselbe:
    linux sei schwierig zu installieren > man entwickelt einige tools um die installation einfacher zu machen (bunt und grafisch); am besten gekoppelt mit einem "benutzerfreundlichen" window-manager à la kde oder gnome > das ganze wird ziemlich "fett" und leider auch "instabil" (was auch immer dies bedeuten mag) > vor allem die "poweruser" springen ab und suchen sich ne neue distro ohne diesen "schnickschnack" > linux sei schwierig zu installieren ... usw.

    so wie es jetzt ist ists doch nicht schlecht. wer es benutzerfreundlich haben will kann ja bsp. auf mandrake und co. ausweichen.

    btw: wenn tatsaechlich der progeny graphical installer zum zug kommen wuerde sehe ich schwarz fuer mich, denn mein laptop (dell i8k) mag den gar nicht ... :-(
    Re:unendliche geschichte! (Score:2, Interessant)
    Von tele (pse at patom dot ch) am Tuesday 02. April, 17:39 MES (#6)
    (User #448 Info)

    Ich kenne ja bei weitem nicht alle gängigen Distributionen, aber was mich in diesem Zusammenhang jeweils irritiert ist weniger die "Qualität" des Installers als eher die Komplexität die da auf den armen Erst-Benutzer (aka Windows-Aufsteiger) einprasselt:

    • zig Pakete welche mehr oder weniger dasselbe tun (Editoren, Shells, Netzwerk-Tools etc.)
    • Repackaging von Open Source-Paketen (z.B. in SuSE, wo diverse *.rpm nicht deckungsgleich mit dem entsprechenden Original sind)
    • Pakete, die nach erfolgter Installation zur Aktivitierung noch Anpassungen in irgendwelchen gut versteckten Config-Files brauchen, was man aber nur weiss wenn man die Paket-Beschreibung ausgedruckt/abgeschrieben hat
    • Menus in KDE/Gnome werden vorgefertigt installiert und nicht aufgrund der vorhandenen/installierten Applikationen erstellt
    • ...

    Es ist mir ja schon klar, dass man in Sachen Editoren, Shells etc. verschiedene Vorlieben haben kann und eine Distribution alles anbieten muss/will. Aber für den Einsteiger sollte eine sinnvolle Minimalkonfiguration (bestehend aus einer *.rpm-unabhängigen Auswahl) angeboten werden, die er dann modular (wiederum funktional betrachtet, unabhängig von den *.rpms) erweitern kann. Eine Direktauswahl der *.rpm-Files für den Poweruser ist sicher auch nötig, aber unabhängig davon anzubieten (sofern der nicht lieber direkt aus der Shell heraus installiert).

    Re:unendliche geschichte! (Score:1)
    Von elian am Wednesday 03. April, 00:00 MES (#10)
    (User #469 Info) http://www.elian.ch
    ich sag nur eins: tasksel & apt. das reicht.
    Re:unendliche geschichte! (Score:1)
    Von Aurelio am Wednesday 03. April, 07:33 MES (#11)
    (User #859 Info)
    Ein weiteres Problem ist, dass der Unix-Standard vorsieht, die Dateien eines Programms in verschiedene Verzeichnisse zu kopieren. Das ist weniger bei RPMs ein Problem (man kann sie schnell deinstallieren), aber bei selbst kompilierten Programmen schon, ausser man analysiert das Ganze, wo es sich installiert...
    Re:unendliche geschichte! (Score:1)
    Von P2501 am Wednesday 03. April, 12:56 MES (#12)
    (User #31 Info) http://www.p2501.ch/

    Netterweise ist mittlerweile bei vielen Programmen im Quellcode neben dem "make install" auch noch ein "make uninstall" vorgesehen. Aber ohne das kann es recht haarig werden.

    Eine andere Möglichkeit: So ziemlich alle Quellcodes kommen heute mit einem configure-Skript. Bei dem lässt sich in den Parametern meistens auch einstellen, wohin das Programm installiert werden soll. Man kann es also auch nach /opt/irgendwas installieren, und hat dann alles schön beisammen. Dafür darf man dann Pfade setzen. ;-)


    Weitere Links und Frage (Score:2)
    Von thomas (thomas@beeblebrox.net) am Tuesday 02. April, 15:59 MES (#2)
    (User #316 Info) http://weibel-net.org

    Auf /. und DebianPl anet.org ist die Meldung auch erschienen.

    Bezüglich des Aufrufs zu einem benutzerfreundlichen Installer beschäftigt mich eine Frage besonders: Wie soll ein Anfänger, dem es nur aufgrund des grafischen Installers gelungen ist (gemäss LinuxUser wagt sich ja kaum ein Anfänger an den Textinstaller) GNU/Debian zu installieren, das System administrieren?

    --
    Peace sells...but who's buying?

    Uh (Score:1)
    Von tr0nix am Tuesday 02. April, 16:58 MES (#3)
    (User #741 Info) http://www.secuserv.ch
    Es ist doch der 2te April oder?
    Ideal wäre zurzeit... (Score:1)
    Von h2o am Tuesday 02. April, 17:08 MES (#4)
    (User #487 Info) http://www.numlock.ch
    ...eine Distro mit
    • der Benutzerfreundlichkeit der kommerziellen OSes und Installers
    • dem Paketabhängigkeitssystem von Debian
    • der freien Softwareauswahl von Debian
    • der kommerziellen Softwareauswahl von Windows
    • dem Sicherheitsauditing von OpenBSD
    • dem Sicherheitsreview der Community
    • dem Support der Community
    • der Skalierbarkeit von Linux und Solaris
    • der Echtzeitfähigkeit von QNX(?)
    • der Performance von LFS/Gentoo/WinXP
    • der Anpassbarkeit von LFS/Gentoo/*BSD
    • dem Ports-System von Gentoo/*BSD
    • der Stabilität von Slack/*BSD/WinXP
    • der Rückwärtskompatibilität und Treibervielfalt von Windows
    • der Laufzeitsicherheit und Portabilität von Java/C#
    • dem GUI/Bedienkonzept von Mac OS X (abgesehen von der Zweitastenmaus ;)
    • einer guten Shell
    • der BSD-Lizenz
    • ... (to be continued)
    ;)
    Re:Ideal wäre zurzeit... (Score:1)
    Von co2 am Tuesday 02. April, 17:32 MES (#5)
    (User #858 Info)
    Finde ich toll, wann fängst Du damit an?
    ich dachte es ... (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Tuesday 02. April, 19:14 MES (#7)
    sei schon fertig und hiesse winxp ;-)
    Letztes Release von debootstrap (Score:2)
    Von pfr am Tuesday 02. April, 19:59 MES (#8)
    (User #4 Info) http://www.math.ethz.ch/~pfrauenf/
    Woody wird das letzte Release des bekannten Debian Text-Installers sein (boot-floppies). Für die nachfolgenden Releases (und schon für Woody) gibt es dann etwas Neues, modular Aufgebautes und besser Wartbares (Debian-Installer).

    Das Modulare wird man wohl insbesondere daran erkennen, dass es verschiedene Frontends geben wird. Ein graphisches (wohl auf GTK+ basierend) und ein textorientiertes (auf Dialog, Slang oder etwas ähnlichem basierend). Andere geplante Features sind Hardware-Erkennung, Kickstart etc. Ob diese Features alle schon zu Woody bereit sein werden, ist noch offen (oder weiss jemand mehr?).

    Heute kann man das schon erleben, wenn man Pakete installiert, die über debconf mit dem Benutzer interagieren:

    • GTK+, hier sogar in einer lokalisierten Fassung.
    • Dialog

    Als weitere Referenzen hat es hier Artikel von DebianPlanet:


    --
    Kühe geben keine Milch, die Bauern nehmen sie ihnen weg!
    Re:Letztes Release von debootstrap (Score:2)
    Von pfr am Tuesday 02. April, 20:03 MES (#9)
    (User #4 Info) http://www.math.ethz.ch/~pfrauenf/
    Sorry für die kaputten Links im obigen Artikel (ich habe wieder mal mit dem HTML-Parser gekämpft!). Hier folgen sie nach:
    --
    Kühe geben keine Milch, die Bauern nehmen sie ihnen weg!

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