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Strafanzeige gegen Indymedia Schweiz
Veröffentlicht durch xilef am Montag 04. Februar, 12:33
Aus der unabhängige-Medien-und-Rassismus Abteilung
Zensur Die Aktion Kinder des Holocaust hat eine Strafanzeige gegen Indymedia-Switzerland wegen antisemitischer Veröffentlichungen eingereicht. In einer Stellungnahme bittet die AKDH darum, dem Recht den nötigen Raum zu verschaffen und die entsprechenden Veröffentlichungen zu löschen und nicht bloss in den "Zensurkübel" zu verschieben.

Bei Indymedia Schweiz scheint die Praxis zu bestehen, nicht willkommene Kommentare aus grundsätzlichen Überlegungen nicht zu löschen, sondern in einen speziellen Zensurkübel zu verschieben. Dort sind zum Teil auch ziemlich krasse Texte zu finden.

Interessant ist aber, dass die AKDH auf ihrer Seite zu Dokumentationszwecken selbst Screenshots mit kritisierten "Comics" von der Indymedia-Seite anbietet.

Die AKDH stellt sich auf den Standpunkt, dass der Zensurkübel durch die Ansammlung "gelöschter" Beiträge eine bewusst gewollte Attraktivität erhält. Sie erachten das Verschieben in den Zensurkübel als eine erneute Publikation der Texte und richten ihre Anzeige deshalb gegen die ModeratorInnen und RedaktorInnen von switzerland.indymedia.org.

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    Problem auch bei Symlink möglich (Score:2)
    Von bones am Monday 04. February, 13:56 MES (#1)
    (User #481 Info) http://www.p-guhl.ch
    Das Problem ist ja bei Symlink nicht ganz unbekannt, da auch hier keine Kommentare gelöscht werden. Aber durch das (heruntermoderiert) belassen im Thread sind sie viel weniger hervorgehoben als in einem speziellen, aber öffentlichen, "Zensurkübel". Der "Zensurkübel" ist auch IMHO eine Art "Ausstellungsraum des Verbotenen" und damit eine potentiell riskante Sache.

    Grüsse vom Knochen
    was soll denn das ? (Score:2)
    Von Umbi (umbi@resurrection-dot.com) am Monday 04. February, 14:39 MES (#2)
    (User #396 Info)
    auf die gefahr hin, dass dieser kommentar jetzt antisemitisch wirkt; ich finds voellig weit hergeholt, eine verschiebung der ungewuenschten kommentare als eine 'erneute veroeffentlichung' anzusehen. das toent fuer mich nach juristen-deutsch und sieht sehr 'gesucht' aus, damit man was hat womit man indymedia anklagen kann.
    ich denke es liegt auch im interesse von AKDH, dass es organisationen wie indymedia gibt; denn ihre berichterstattung ist sicher unabhaengiger als die vieler anderer medien (auch bezueglich der holocaus-frage etc!). achtung festhalten: oder sind die anderen medien derart von juden unterwandert, dass eben gerade die unabhaengige berichterstattung von indymedia diesen ein dorn im auge ist ???
    klar, jetzt kommen die verschwoerungstheorien, aber darum gehts mir gar nicht. ich finds nur schon daemlich, dass es einen zensurkuebel gibt; aber wenigstens koennen dann die leute ja so entscheiden, ob sie den auch anschauen sollen. und wer diesen als sensation erachtet, schoen fuer ihn. oder soll man die welt beschoenigen?
    laecherlich, dass die AKDH nichts anderes zu tun hat, als nach 'boesen, antisemitischen kommentaren' ausschau zu halten. klar sind diese z.t. krass, aber das sind die rassistischen seiten auf amerikanischen servern auch. anstatt kleinbuergerlich-spiessig gegen indymedia vorzugehen, wuerde man besser zeit und aufwand in eine kampagne investieren, die wohlueberlegt ist und der juedischen (und anderen) gemeinschaft auch wirklich was bringt.
    AKDH als Waffe von Rechtsextremen (Score:1, Interessant)
    Von Anonymer Feigling am Monday 04. February, 15:05 MES (#3)
    Die "Aktion Kinder Des Holocaust" lässt sich somit als Waffe von Rechtsextremen instrumentalisieren. Beim Opfer muss es sich dabei um eine Site handeln die:

    a) über ein öffentliches Forum verfügt
    b) Aus ideologischen Gründen keine Zensur ausüben will

    Ich brauche nur antisemitische Kommentare zu posten und kann entweder warten bis die AKDH diese selber bemerkt oder kann meine eigenen Kommentare bei der AKDH selber verpfeifen. Das Resultat: Die AKDH zieht die Site vor Gericht.

    Weitere Meinung (Score:2)
    Von Raffzahn am Monday 04. February, 15:57 MES (#4)
    (User #345 Info) http://www.vcfe.org/

    vepi hat etwa Zeitgleich mit xilef das gleiche Thema bearbeitet - hier seine Version:

    vepi schreibt "Die Aktion Kinder des Holocaust hat eine Strafanzeige wegen Verstosses gegen das Antirassismusgesetzt gegen das Independent Media Center eingereicht"

    "Der Grund liegt laut AKDH darin, dass Indymedia "Antisemitische Beiträge" nur in den einsehbaren Zensurkübel verschob und nicht vollständig von der Seite löschte.

    In letzter Zeit wurden von unbekannten Leuten jeweils Cartoon s von Latuff veröffentlicht. Weil diese Artikel jeweils in den Zensurkübel landeten, enstanden zum Teil ellenlange, meist niveaulose Diskussionen über Antisemitismus in der Linken.

    Indymedia ist eine Unabhängige Medienplattform. Per Web-Formular kann einjeder Nachrichten anderen Aktivisten zur Verfügung stellen. Seit Seattle 99 ist ein Independent Media Center bei jeder globalisierungskritischen Demonstration dabei und berichtet akutueller und vollständiger, aber auch etwas unübersichtlicher über die Ereignisse als die gängigen Medien...

    Bei der Presse und dem Fernsehen war das Indymedia Center stets beliebt, weil die Journalisten auch mit Informationen von Ereignissen versorgt wurden, die die Polizei nicht unbedingt veröffentlichen wollte. (Meinereiner, der vor einem Jahr noch in Davos beim IMC mitgearbeitet hat, erinnert sich bestens an all die Journis, die uns stets fragten, was denn die neuesten Ereignisse sind...)

    Interessant ist diese Strafanzeige auf jeden Fall, geht es doch um eine Freie Meinungsäusserung, um die Pflichten eines Non-Profit, No-Fulltime Informationsanbieters, der es sich wohl nicht leisten kann, jemanden einzustellen, der stündlich die Webseite nach verbotenen Inhalten durchsucht.

    Des weiteren könnte die Strafanzeige eine einmalige Chance für den staatlichen Schnüffel- und Polizeidienst sein, die Globalisierungskritiker Mundtot zu machen, bezeichnete dieser Dienst doch in seinem Bericht über das Gewaltpotential in der "Anti-Globalisierungsbewegung" die Beeinflussung von Medien als "wesentlicher Bestandteil der Strategie der Globalisierungsgegner" (frei Zitiert aus dem Bericht, S.17, 5.2 Abs 3)."

    Mal ab, wie man dem konkreten Thema steht oder nicht, bleibt ein wichtiger Punkt: wie weit geht die Verantwortlichkeit der Bereitsteller eines offenen Diskusionsmediums bezüglich strittiger Beiträge ? Und mehr noch, wie sieht das in CH aus ... schliesslich heisst das hier symlink.CH


    Fuer was? (Score:1, Tiefsinnig)
    Von Anonymer Feigling am Monday 04. February, 16:50 MES (#5)
    Man muss sich natuerlich schon Fragen, ob es ein begruendetes (?oeffentliches?) interesse an solchen rassistischen (und anderen wiederwertigen) Kommentaren gibt. Natuerlich kann man frei Meinungsauesserungen vs. Antirassismus Strafnorm diskutieren, jedoch fehlen mir bei Kommentaren wie "Scheiss Zionisten-Schweine" etwas die Argumente pro freie Meinungsauesserung. Solche kommentare haben keinerlei Inhalt und ich weiss nicht fuer was man sowas fuer die nachwelt aufbewahrt.
    Re:Fuer was? (Score:0)
    Von Anonymer Feigling am Monday 04. February, 17:11 MES (#6)
    Das ist eben eine grundsätzliche Frage. Will man dem Moderator die Entscheidung überlassen, was für die Nachwelt aufbewahrt werden soll oder will man das nicht? Im ersten Fall hat der Moderator viel mehr Macht, als im zweiten.
    um zu sehen, welche zensur betrieben wird... (Score:2, Tiefsinnig)
    Von vepi am Monday 04. February, 17:12 MES (#7)
    (User #383 Info) http://veppel.net
    der zensurkuebel soll zwar zensurieren, aber man soll wissen, welche artikel denn geloescht wurden... wenn das IMC einfach dinge loeschen geht, wird es sich schnell mit dem vorwurf der zensur konfrontiert werden.... ein ziemlich unloesbares problem.... wie du siehst...

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